Welcome to my World

Nach der Comiccon ist vor der Buchmesse

by MaryCronos

Vor einer Woche um diese Zeit hieß es Halbzeitpause für die German Comic Con in Berlin. Ein ereignisreicher Tag lag hinter uns. Und wenn man den Freitag als Aufbau-Tag mitzählt, dann sogar zwei. „Uns“, das meint in diesem Fall ein weiteres Mal meine Mutter und mich. Sie scheint langsam auf den Geschmack zu kommen, was Conventions angeht.
Ich genieße diese ganz besonderen Wochenenden im Jahr auch immer in vollen Zügen. Danach würde ich zwar am liebsten Urlaub machen, aber es lohnt sich. Jedes Mal treffe ich Freunde wieder und entdecke neue. Sei es Sven, der Supervisor an der Comicstage, der immer gut gelaunt war und für jedes Problem eine Lösung fand, oder unsere Freunde von Deleted Scenes, die wir eigentlich auf jeder Comic Con treffen. Mein Mitbringsel ist der supersüße Adventskalender von Melanie Stoll. Ich liebe ihre Illustrationen. Überhaupt ist es inspirierend, unter so vielen anderen kreativen Köpfen zu sein und zu begreifen, dass es noch mehr Menschen gibt, die so verrückt sind, wie man selbst. Auch wenn für Streifzüge durch die Artist Alley für uns Künstler eigentlich nur morgens vor dem ersten Ansturm und am Abend nach Auszug der Besucher Zeit bleibt.

Mein persönliches Highlight war in diesem Jahr mein Workshop. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich hätte nie damit gerechnet, dass es so viele in den Workshopraum treiben würde, bei all den tollen Ablenkungen in den Messehallen. Wir merkten gar nicht, wie die Zeit vergeht und ich habe festgestellt, dass ich für eine Autorin ziemlich viel am Stück reden kann – und will. Zum Glück schienen meine Zuhörer wach, neugierig und gut unterhalten zu sein. Zumindest habe ich niemanden schnarchen gehört.
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass mir Workshops und Vorträge viel Spaß machen und ich dringend mehr davon brauche. Ich bin selbst noch am Anfang, aber vielleicht erinnere ich mich ja auch gerade deshalb noch sehr gut daran, wie dankbar man für jeden Rat und Hinweis ist und wie schön es ist, wenn man vor Fallstricken und Fehlern gewarnt wird, bevor es zu spät ist.

Aufregend war natürlich auch die Lesung am Sonntag auf der Comicstage. Vor allem vorher. Denn sie musste mit dem Game of Thrones-Panel mithalten. Ich hatte ehrlich mit einem durch Abwesenheit glänzenden Auditorium gerechnet. Aber auch bei meinem zweiten Auftritt wurde ich überrascht. Trotz Panel und Schwertkämpfen und vielen anderen Ablenkungen ließen mich meine Leser und zukünftigen Leser nicht im Stich. Zum zweiten Mal habe ich zur Belohnung ein Stück aus den zweiten Bänden von Nafishur vorgelesen. Yngwie, mein Feuerdrache von den Dragonfairy’s, hat mich wieder begleitet und für mich mitgelächelt. Ich konnte ihn zum Glück davon überzeugen, weder meine Zuhörer noch meine Bücher in Brand zu setzen.

Wenn ich nicht gerade unterwegs war, dann war ich an meinem Stand zu finden – zwischen Mini-Heldinnen und meinem Tiger. Ich hab gezeichnet, signiert, Bücher verteilt und Fragen beantwortet wie „Wie lange brauchst Du für so eine Zeichnung?“. Ich habe die ganze Woche gebraucht, um wieder vernünftig reden zu können. Über das Leben auf einer Con oder Messe hinwegzuschreien ist gar nicht so einfach (darüber hinweg seine Besucher zu verstehen, übrigens auch nicht). Aber ich habe mich über jeden gefreut, dass Muffin mampfend bei uns stehen blieb, um in meinem Portfolio zu blättern, mit beim Zeichnen zuzusehen oder mehr über meine Bücher zu erfahren. Am schönsten war immer wieder der Moment, in dem neue Leser eine der Besonderheiten meiner Bücher entdeckten. Wann immer ich beide Bücher nahm und Rücken an Rücken aneinanderlegte, während ich die zwei Sichtweisen erklärte, schossen die Brauen zusammen mit den Mundwinkeln nach oben. Und wann immer ich im Laufe der kommenden Wochen fluchen werde, weil es einfach aufwändiger ist, zwei Bücher parallel zu schreiben anstelle von einem, werde ich mich an diese staunenden Gesichter erinnern. Eine tolle Motivation! Danke dafür! 🙂

Wie schon im letzten Jahr war ich kurz versucht, mein Traum- und Wunschauto schlecht hin zu … leihen. Einen schwarzen, „leicht“ modifizierten Pontiac Firebird Trans Am – natürlich nur, wenn zu den Modifizierungen auch K.I.T.T. gehört. Ja, ich habe Knight Rider gesehen. Ja – ausschließlich wegen des Autos. Wie kann man diesen Wagen nicht haben wollen? Ich bin mir sicher, K.I.T.T. würde mir zustimmen, dass es kein besseres Fahrzeug gibt. Im letzten Jahr hatte ich noch keinen Führerschein. In diesem Jahr war die Versuchung ergo noch größer. Aber nein, ich fahre immer noch mit den Öffentlichen (und das habe ich vorgestern, während Xaver Berlin verwüstete, bitter bereut).
Nun ist die Comic Con vorüber, doch die nächste wartet schon am Horizont. Ja, ich werde auch auf der German Comic Con in Dortmund zu finden sein und hoffe, den einen oder die andere dort wiederzusehen oder neu kennenzulernen. Aber bevor es nach Dortmund geht, steht noch Frankfurt an. Ab Mittwoch werde ich mit meinem lieben Ex-Schützling Emily auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs sein. Dann lerne ich ein paar Gesichter kennen rund um mein erstes Verlagsbuch, treffe meine reizenden Agentinnen und werde Teil eines coolen Fantasy-Workshops am BoD-Stand (Halle 3, Stand K16) sein – gemeinsam mit meinen lieben Kolleginnen Mira Valentin und Laura Newman. Im Anschluss werde ich auch noch beim Meet&Greet sein.

Hier für Euch zur Übersicht:

15.00 – 15.45 Uhr: „Genre schreiben: Fantasy – Tipps für Autoren”

16.00 – 16.45 Uhr: „BoD Bookdate: Fantasy”

Wir freuen uns auf Euch und die ganze Messe! Ich werde auch trotz Bitte um kleine Taschen so viele Leseproben, Lesezeichen und Co wie möglich dabei haben – und vielleicht sogar ein paar Bücher. Das kommt auf das Fassungsvermögen meines Koffers an (und darauf, ob ich wieder bereits im Bus meine Bücher loswerde wie auf meiner Fahrt nach Leipzig im Frühjahr).

Und nun werfe ich mich wieder ins Lektorat zu Houston Hall. Schatten der Vergangenheit, um nach der Messe endlich wieder Zeit für Nafishur zu haben und Euch zum Jahreswechsel mit vielen neuen Geschichten erfreuen zu können. Bis bald!

Sincerely

Olympus PlaygroundP.S.: Für die von Euch, die mir eher wegen meiner Kunst als wegen meiner Bücher folgen: Ich war auch jenseits des Schreibens und Con-Besuchens fleißig. Am Wochenende vor der Con habe ich mit zwei Models im Olympus Playground gespielt. Es war ein köstliches Spektakel – wenn man vom Schlange Stehen im Regen absieht. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Schaut doch mal bei den Resultaten vorbei:

Und wen auch das nicht reizt. Auch gezeichnet habe ich. Und am Rad gedreht. Am Zahnrad. Victor Mids und sein Mindf*ck/Mindmagic haben mich zu einem verrückten Bild inspiriert. Am verrücktesten aber war, dass ich ihn prompt in Berlin traf – leider, als mein Bild noch nicht fertig war. Zu schade. Was haltet ihr von der Zeichnung? Auch ein Mindf*ck? 😉

Einmal mehr Saal Digital

by MaryCronos

Schöne Bilder drucken zu lassen, macht süchtig. Vor allem, wenn das Resultat überzeugt. Ich habe im Laufe der Jahre sicher an die 500.000 Bilder angesammelt, wenn ich sie auf all meinen Festplatten zusammenzählen würde. Zum Glück existieren die meisten nur digital. Trotzdem gibt es so ein paar Lieblingserinnerungen und Lieblingsmomente, die ich gern in gedruckter Form bei mir wissen möchte. Nicht nur für Euch in meinen Portfolios oder zum Kaufen, sondern auch einfach so und einfach für mich. 🙂 Zurzeit sitze ich am Lektorat meines ersten Verlagsbuches. Die Geschichte ist gerahmt von einem kleinen Gedicht, das ich schon vor Jahren für meine Mutter geschrieben habe. Heute vereint der kurze Text gleich mehrere besondere Erinnerungen in sich.

Und nun habe ich den Text optisch etwas aufgewertet durch ein Bild mit ebenso vielen Erinnerungen und beides zusammen in einen Acryldruck verwandelt. Wie auch bei meinem Coverportfolio bin ich wirklich zufrieden mit der Qualität des Produkts. Ich habe die 10mm-Version mit glänzender Oberfläche bestellt in A4 und mit „Profirahmen“. Das Bild ist gestochen scharf, die Acrylplatte sehr sauber gearbeitet und völlig frei von Einschlüssen oder Kratzern. Die Bestellung über die Hauseigene Software war einfach und unkompliziert und der Versand ging erstaunlich schnell. Das Bild war mehrfach geschützt durch Folien und Pappen, so dass auch beim rüpelhaftesten Postboten nichts hätte passieren können. Inzwischen hängt das Bild im Zimmer meiner Mutter an der Wand und sieht einfach gut aus. 🙂

Das Bild im Druck. Wobei es nicht einfach war, das Bild abzufotografieren. Durch den Glanz sieht man zu viel von der Umgebung (mich zum Beispiel).

Die gut versteckte Befestigung für das Bild

10mm dicke Acrylschicht

Hier ist die Farbtreue besser zu erkennen, nur stören hier die Spiegelungen. 🙂 Aber ich denke, die Qualität des Drucks ist dennoch gut zu erkennen.

Acryldrucke finde ich für Fotografien wunderschön. Sie werten das Bild auf, verleihen ihm Tiefe. Als nächstes würde ich zu gern ein paar schöne Schwarz-Weiß-Aufnahmen in Acryldrucke verwandeln. Vielleicht eines meiner Londonbilder? Was würdet Ihr Euch gern an die Wand hängen?

Sincerely

P.S.: Leider scheint – zumindest in meinem Browser – die Qualität der Bilder in diesem Beitrag zu leiden. Ich weiß nicht warum dem so ist, aber gerade um die Qualität des Drucks zu begutachten, ist das natürlich schlecht. Deshalb habe ich für meine zwei Saaltests einen Ordner in Flickr erstellt. Dort könnt ihr Euch die Bilder vom Acryldruck – und auch noch mal vom Fotobuch – genauer ansehen. Klickt einfach auf das Bild hier unten:

Saal Digital Test

Festival Fantasia

by MaryCronos

Vor zwei Wochen um diese Zeit kämpften ein halbes Dutzend Autoren und deren treueste Gefolgsleute im Königreich Schierke nahezu verzweifelt gegen die Macht des Windes an, um ihr Obdach zu schützen. Sie nutzten all ihre Kraft und ihren Starrsinn, aber nach vielen Stunden des Engagements mussten sie machtlos miterleben, wie die Beine ihres Zelts sich mehr und mehr verbogen und schließlich vollständig brachen…

Dramatisch. Aber ich sollte von vorn anfangen. Vorn, das ist in diesem Fall das Hochwasser, das zu dieser Zeit vielen Orten im Harz schwer zusetzte. Erschrocken sahen wir die Nachrichten und fragten uns, wie wir trockenen Fußes zum Festival Fantasia nach Schierke kommen sollten. Wir – das waren in diesem Fall meine Mutter und ich, denn sie hatte sich bereiterklärt, mich auf meine Reise in dieses fantastische Königreich der Feen und Elfen zu begleiten.

Wir waren unglaublich froh und erleichtert, als wir es am Freitag trockenen Fußes in ein trockenes Schierke schafften und von der Sonne und vielen freundlichen Menschen begrüßt wurden. Die Tourist Info war so freundlich, eine große Ladung Nafishurbücher für mich in Empfang zu nehmen, so dass ich nicht 50 Bücher mittels Flixbus transportieren musste (das wäre neben dem Kameraequipment, Leseproben und was ein Autor und Fotograf sonst noch so braucht auch schwierig geworden). Bis auf einen kurzen Schauer am Freitag Abend vor dem Event und einem kurzen Schauer am Sonntag Abend am Ende des Events blieb es zum Glück sonnig und trocken. Eigentlich war das Wetter perfekt für dieses besondere Fantasy-Event, das im Freien stattfand. Das Einzige, das zumindest unserem Lesezelt Schwierigkeiten machte, war der Wind, der immer wieder in Böen unter unser Dach blies. Am Sonntagnachmittag war es dann tatsächlich so weit und unser Zelt gab den Geist auf.

Aber bis zu diesem Zeitpunkt folgte eine Lesung der Nächsten. Dank einiger Werbeunterstützung durch ganz großartige Händler (Besonders dank Dragonfairy’s Glücksdrachen) hatte ich immer neugierige Zuhörer (sogar einen Feuerdrachen, der von den Dragonfairies zu mir herübergeflogen ist und sich auf meiner Schulter niedergelassen hatte). Aber ich habe nicht nur aus Nafishur berichtet und unsere Gäste mit Cara, Ginga und Dariel bekannt gemacht. Ich hatte auch die Freude, Wissen weitergeben zu können. Mein Schreibworkshop war ein voller Erfolg und uferte in ein angeregtes 3Stunden-Gespräch aus.

Ich hatte und habe selbst viel Unterstützung auf meinem Weg erfahren und ich bin dankbar genug dafür, um so viel Wissen und Gedanken wie möglich an andere, zukünftige Autoren weiterzugeben. In diesem Sinne auch eine herzliche Einladung an die Leser meines Blogs: Wenn ihr Fragen habt: Immer her damit. 🙂

Ich habe es eben schon angedeutet: Ich war nicht nur als Autorin in Schierke, sondern auch als Fotografin. Das Resultat sind über 400 Fotos mit unglaublichen Wesen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Ich habe Feen und Elfen gleichermaßen ins Bild gebannt wie Vampire und Hexen. Vor mir kämpften Krieger und zauberten Druiden. Wer alle Bilder sehen will, kann gern in mein Album schauen.

Das Festival Fantasia hat uns wirklich verzaubert. Nicht zuletzt durch all die wunderbaren Menschen (und alles andere an Wesen), die wir dort kennenlernen durften. Neben Dragonfairy’s Glücksdrachen samt ihren süßen Schwausis (dazu bald mehr, denn wir haben eine gemeinsame Überraschung für Euch) haben sich uns noch so einige andere liebe Menschen ins Gedächtnis und ins Herz gebrannt: Leslie-Ann mit ihrer Mutter und ihren wunderschönen, nostalgisch-romantischen Schmuckstücken, Cartara mit ihrem besonders elfenhaften Kunsthandwerk, den verrückten Hutmacher mit Hüten jenseits von jeder Vorstellungskraft und Sinari-Fae, die mit ihrer Kunst aus jedem eine Fee machen kann. Und das sind nur die, die mir gerade einfallen. Es war uns ein Fest, Euch alle kennenzulernen. Ihr habt das Festival vor allem auch für meine Mutter zu etwas ganz Außergewöhnlichem und Guten gemacht. Es ging uns mit oder ohne Lesezelt gut wie lange nicht. Als wir kein Obdach mehr für die restlichen Stunden hatten, wurden wir von Annett und Marko und ihren Drachen freundlich aufgenommen und eingeladen, bei Sinari Fae doch eine spontane kleine Lesung zu halten.

Es war wirklich eine schöne Zeit! Vielen Dank an alle, die sie uns versüßt haben.

Sincerely

Cover Cover Cover – mit Saal Digital

by MaryCronos

Vor einigen Tagen hatte ich das Glück, einen Gutschein von Saal Digital für ein Fotobuch zu bekommen. Ein großartiges Timing, da ich lauter Premadecover gebastelt habe und daraus sehr gern ein schönes Portfolio bauen wollte. Inzwischen ist das fertige Buch bei mir angekommen und ich möchte es mir zu gern näher mit Euch ansehen.

Wie schon bei meinen anderen Fotobüchern von Saal Digital bin ich auch dieses Mal wieder begeistert. Ich habe die Hochglanzversion gewählt. Dementsprechend empfindlich ist die Oberfläche. Aber dennoch sind nirgends Kratzer oder sonstige Schäden zu sehen. Das Papier ist auf allen Seiten in sehr gutem Zustand.

Ich habe Cover gewählt, die von ihrer Farbe und ihren Kontrasten her eine möglichst große Vielfalt abdecken. Auch hier kann ich sagen: die Farb- und Kontrastwiedergabe ist ausgezeichnet. Gelungen finde ich auch die Bindung: Die aufgeschlagenen Seiten können vollkommen flach liegen, so dass auch ein Panoramabild ohne Verlust sichtbar wäre.

Auch die filigranen Muster sind gestochen scharf. Das Ergebnis ist wirklich mehr als zufriedenstellend. Was meint ihr? Gefällt Euch das, was ihr von meinen Covern seht? 🙂

Ich bin wirklich begeistert und kann Saal Digital nur empfehlen. Probierts doch auch mal aus?

Sincerely

P.S.: Nachdem ich nun noch einen zweiten Test mit einem Acryldruck gemacht habe, habe ich die Bilder nochmal in Flickr hochgeladen. So habt ihr die besten Möglichkeiten, alles nochmal genau unter die Lupe zu nehmen:

Saal Digital Test

Hallo Verlagsautor

by MaryCronos

Und kaum ist der Bericht vorüber, hab ich auch schon eine weitere Neuigkeit für Euch. Nun ja… Um ehrlich zu sein, weiß ich das schon ein paar Tage. Aber eins nach dem anderen. Ich wollte nicht, dass diese Neuigkeit in meinem Travelreport untergeht. Und ich hatte mir vorgenommen erst ein gewisses Manuskript fertigzustellen, bevor ich es Euch verrate. Also *Trommelwirbel*

Ich habe dank meiner wunderbaren Agentur Langenbuch & Weiß meinen ersten Verlagsvertrag unterschrieben. Es ist mir eine riesige Freude und Ehre und ich kann es kaum erwarten, dieses Buch publiziert und druckfrisch in meinen Händen zu halten. Was kann ich verraten? Es wird zuerst als Ebook und Print on Demand (also auf Eure Bestellung hin – wie Nafishur) erhältlich sein – ab Januar 2018. Und wenn es Euch gefällt und die Verkaufszahlen stimmen, wird es voll und ganz in das Taschenbuchprogramm von Droemer Knaur aufgenommen. Das Genre ist historische Romance (mit einem Fantasybackground, denn ich brauche wohl immer etwas Fantastisches in meinen Geschichten…). Besonders begeistert bin ich, dass mir der Verlag erlaubt, mein Cover selbst zu designen – und das bei meinem Verlagsdebüt! 11Wer mich kennt, weiß, dass ich auch Coverdesigner bin und natürlich nicht nur die Geschichten meiner lieben Kollegen „anziehen“ will, sondern nach Möglichkeit auch meine eigenen.

Ich kann es kaum erwarten! Der erste Schritt ist nun getan. Nach einigen Monaten exzessiven Recherchierens und Schreibens habe ich nun schlappe 519 Seiten, die ich nun nochmal am Stück lesen und prüfen werde, bevor sie in das Verlagslektorat gehen. Und dann habe ich endlich wieder Zeit für Nafishur! Das ist direkt die zweite gute Nachricht. Beide zweiten Bände haben schon so einiges an Seiten und ich werde jede freie Minute nutzen, um so schnell wie möglich voranzukommen. Mein erklärtes Ziel ist es, die beiden nächsten Bände noch vor Weihnachten erscheinen zu lassen. Aber ich gebe zu, das ist… ambitioniert. Drückt mir die Daumen! Übrigens… Wenn dem so ist, werde ich im Herbst nach Testlesern für Nafishur Ausschau halten. Meldet Euch gern bei Interesse. 🙂

Ich freu mich riesig und ihr Euch hoffentlich auch. Wer übrigens schon im Sommer in die zweiten Bände von Nafishur hineinschnuppern will, sei nochmal auf das Festival Fantasia hingewiesen, auf dem ich so einiges anbiete – unter anderem zwei Lesungen aus den noch unveröffentlichten zwei zweiten Bänden! Was ich sonst noch so zwischen Feen und Elfen anstelle, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.

Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part VIII: Mr. Amell

by MaryCronos

Mister Segarra. Aufgeladen. Der Erkenntnis steigt.

Die Erkenntnis nämlich, dass dieser Tag unser letzter sein würde. Zumindest, wenn British Airways ihre Computerprobleme rechtzeitig in den Griff kriegen würden. Denn irgendein Hacker oder Virus hat deren Server lahmgelegt und über das Wochenende fielen nahezu alle Flüge aus. Der Gedanke, vielleicht erst später zurück zu können, störte uns jetzt nicht sonderlich stark. Das nennt sich dann ›höhere Gewalt‹.

Leider, leider aber hob unser Flieger dann relativ pünktlich am Montag ab. Aber noch ist mein Bericht am Sonntag. Noch steht uns ein Tag bevor. Und auch der hatte es wieder in sich. Nach einem Muffin-Frühstück an einem unglaublich leckeren Stand auf dem HVFF stellten wir uns dann doch mal in eine Schlange: In die zu Stephens Panel.

Stephens Panel war genauso ein Highlight wie tags zuvor das mit John. Eigentlich teilte er sich die Bühne mit James, mit dem er die HVFFs gemeinsam veranstaltet. Doch die Zwei sollten nicht lange allein bleiben. Der erste, der sein Panel crashte, war sein Cousin Robbie, der Werbung für ihren neuen gemeinsamen Film Code 8 machte (ich freu mich schon sehr darauf! Der Trailer verspricht einen guten Film). Kaum war er verschwunden, tauchte Emily alias Felicity auf. Und kaum hatte sie sich verabschiedet, tauchte Josh hinter Stephen auf und rächte sich für das Staffelfinale. Die beiden waren auf der Bühne besser als jedes Comedyprogramm. Ich bin der Meinung, sie sollten ein eigenes TV-Format bekommen, in dem sie sich einfach unterhalten. Ein paar meiner Bilder geben Euch da einen guten Eindruck, denk ich.

Den Rest des Events verbrachten wir damit, zwei Fotoshoots zu absolvieren, Selfies zu machen und Mission:Change-Flyer zu verteilen. Wer weiß, wer unser neues Target wird? Wir arbeiten jedenfalls hart an einer Überraschung.

Ich muss sagen, dass ich bei allen Conventions und Messen noch nie einen Star so persönlich kennengelernt habe wie Stephen in diesen paar Tagen. Das zufällige Treffen im Pub mal außenvor, hatte er für drei tolle Events gesorgt, die alle von ihm und einem seiner Freunde ausgerichtet wurden, völlig verschieden waren und ihn immer etwas anders zeigten. Er war engagiert und motiviert wie kein anderer. In jeder freien Minute saß er an seinem Autogrammtisch und versprach, nicht zu gehen, bevor nicht jeder Fan sein Autogramm bekommen habe. Auf der FC-Party feierte er seine Mutter, die ebenfalls da war und die erfolgreich gegen ihren Krebs kämpft. Stephen ist ein unglaublich offener, freundlicher Mensch, der stets zuerst an andere zu denken scheint und erst dann an sich. Jemand, der so oft es geht, seine Familie und seine Freunde um sich hat und der auch das Glück hat, Familie und Freunde zu haben, die sein Leben, seine Reisen, seine Events mitmachen. Und seine Frau wird wahrscheinlich wahnsinnig, weil er sich auch privat für seine Fans Zeit nimmt… und weil er ständig die gleichen Shirts anzieht. Aber auch Cass zu treffen, war ein Vergnügen. Es war toll, die beiden zusammen zu sehen.

Als wir am späten Nachmittag Olympia den Rücken zukehren, schlurfen wir nur noch in Richtung Appartement. Passend zu unserer Abschiedsstimmung sind dunkle Wolken aufgezogen und zum ersten Mal in einer Woche regnet es. Wir lassen uns auf unser Bett fallen und versinken Meter tief im Con Blues. Mehr als ein Jahr haben wir uns auf diese Woche gefreut und nun ist sie plötzlich um. Wie ein Rausch oder ein Traum, aus dem man zu früh aufwacht, weil der verfluchte Wecker klingelt.

Ein Grund mehr, diesen Bericht zu schreiben, ihn gründlich und lang zu schreiben und unsere Erinnerungen auf eine Woche aufzuteilen. Aus diese Weise haben wir noch etwas länger was davon. Und ich hoffe, auch denen, die nicht dabei waren, hat es Spaß gemacht, das alles zu lesen.

Jetzt zum Ende zu kommen ist genauso schwer, wie vor einem Monat den Koffer zuzumachen und den Weg zum Flughafen anzutreten. London ist uns in der einen Woche ein gutes Zuhause gewesen. Wir haben jede Minute davon genossen. Und es zeigt sich am letzten Tag genauso british-höflich wie am ersten. Wieder hatte ich an der Station Hilfe mit meinem Koffer und war mehr als dankbar dafür.

Ein letztes Mal hörten wir ›Please mind the gap between the train and the plattform‹ und dann fuhr der Zug unter Terminal 4 ein. Wir waren mehr als zu früh, aber sicher ist sicher – und natürlich brachte uns das nichts. Wir warteten und warteten, bis endlich eine Info zu unserem Flug angezeigt wurde und dann war die Schlange so lang, dass wir dann doch rennen mussten, um noch rechtzeitig durch den Securitybereich zu kommen. Oh und natürlich hatte mein Koffer auch auf dem Rückweg noch sein beachtliches Übergewicht – zumal nun noch ein Fuck-Cancer-Shirt und ein Nocking Point Weinglas darin waren.

Als wir im voll belegten Flieger saßen und unser Gepäck verstaut hatten, machten wir unser erstes von drei Kreuzen. Als wir in Berlin Tegel beide unsere Koffer vom Band hievten, das zweite und als wir es dann auch noch durch den Berufsverkehr quer durch die Stadt geschafft hatten und endlich auf unserer Terrasse saßen, da kam das dritte Kreuz. Und das Fernweh.

London war großartig. Alles dort. Vor allem das öffentliche Rauchverbot. Und die Tatsache, dass uns das Wetter stets genau das gab, was wir brauchten, dass immer, wenn wir hungrig wurden, unsere neue Lieblingskette eine Filiale in der Nähe hatte und dass wir bei allem, was wir gesehen haben, noch so so viel übrig haben, dass wir uns das nächste Mal unbedingt ansehen müssen. Unser Besuch hat unsere Neugier nicht gesättigt. Es hat sie angestachelt. Und genau so sollte Reisen sein: Es sollte immer Lust auf mehr machen.

Und ein letztes Mal für diese Reportage hier der Link zu den Fotos – diesmal des Heroes and Villains Fanfest London 2017:

Heroes and Villains Fan Fest 2017
Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part VII: Mr. Amell

by MaryCronos

Mister Barrowman. Tropisch. Der Respekt steigt.

Respekt! Innerhalb von vier Tagen gelang es dem Veranstalter nicht nur, ein neues, komplexeres Sicherheitskonzept und Taschenkontrollen zu organisieren, der Einlass generell ging so flüssig und angenehm von statten, wie ich es noch nie auf einer Convention erlebt hatte. Als VIP hatten wir den Luxus, schon eine Stunde vor den Normalpass-Gästen das Areal betreten zu können. Wir streunten also entspannt durch die Gegend und machten uns schon gedankliche Einkaufslisten.

Das erste Panel, das wir unbedingt miterleben wollten, war das von John Barrowman (auch hier war die Organisation einfach genial). Und John enttäuschte uns nicht. Er tanzte in einem Tardis-Kleid und Highheels auf die Bühne und war genauso, wie wir es uns vorgestellt hatten: gut gelaunt, freundlich, mitfühlend und voller Witze. Der Höhepunkt seines Panels war dann eine kleine Gesangseinlage.

Nach dem Panel lernten wir das System der HVFFs kennen: Wie funktionieren die Fotoshoots und wie die Autogramme und wie ist das mit den Selfies am Autogrammstand? Genial ist es! Ich war noch nie auf einem Event, auf dem ich so wenig anstehen musste. Nun war ich VIP, aber auch davon abgesehen, funktionierte es einfach. Dazu kamen Helfer, die wussten was sie taten und es schafften, vom Morgen bis zum Abend nicht nur freundlich zu sein, sondern auch noch glücklich zu lächeln und Antworten auf Fragen zu geben.

Und die beste Erfindung sind die Selfies. Sie müssen nicht etwa selbst gemacht werden mit einem Handy. Ich kann das Bild auch mit meiner Spiegelreflex machen lassen – vom Helfer oder einer Freundin, die mit in der Reihe steht. Für die Bilder kann man sich mehr Zeit lassen, man kann sich kurz oder auch einen Moment länger unterhalten (je nach Länge der Schlange) und hat so viel mehr davon. Natürlich fehlt die gute Beleuchtung des Fotosets und wer nur sein Handy hat, der ist mit der Bildqualität vielleicht nicht ganz so zufrieden, aber dafür sind die Selfies auch immer etwas preiswerter als die normalen Fotos.

Begeistert haben uns Stephen und sein Cousin Robbie, John und Collin und – für mich eine positive Überraschung, weil ich ihn vorher so gar nicht kannte – Josh. Ich muss feststellen, dass die Schauspieler, die die übelsten Kerle spielen, die nettesten Menschen sind. Mehr als über all unsere persönlichen Highlights freuten wir uns über ein Geschenk, dass Josh für unsere gemeinsame, liebe Freundin Riet möglich machte: Wir konnten eine Videonachricht von ihm an Riet aufnehmen.

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr Euch für Freunde eine Überraschung ausdenkt und sie dann mehr als erwartet aufgeht? Wenn sich Euer Freund wie verrückt freut? So sehr, dass ihr beide jedes Mal, wenn ihr Euch wieder erinnert, die gleiche große Freude spürt? So ging und geht es uns – Dank Josh. Zumal er nicht nur einen kurzen Gruß in die Kamera schickte, sondern eine halbe Unterhaltung. Er ist ein toller Mensch, der sich für jeden einzelnen Fan Zeit nimmt und einem das Gefühl vermittelt, dass es hinter einem keine Schlange mit hundert weiteren Fans gibt.

Auch unser Zusammentreffen mit Robbie bekam noch eine besondere Note: Wir gaben ihm einen Druck meiner Zeichnung von ihm und Stephen. Dank seiner Frau Italia wissen wir auch, dass der Druck es sicher zu ihnen nach Hause geschafft hat. Meine persönliche Herausforderung ist – und das geb ich nicht gern zu –, dass seine Frau meinte, meine Zeichnung zeige zwar klar Robbie, würde sie aber irgendwie an Ian Somerhalder erinnern. Wer mich kennt, weiß, welchen Einfluss Ian auf mein Leben hatte und auch hat. Ich bin ein Perfektionist und ich wollte Robbie und nicht Ian zeichnen. Ich werde wohl weitere Robbies zeichnen, um Ian aus meinen Zeichnungen zu verbannen…

Passenderweise: Ich glaube, jeder Autor überlegt, wer wen spielen würde, sollte das eigene Buch jemals verfilmt werden. Da Ian – so sehr er auch wie Dariel aussieht – inzwischen zu alt für diese Rollte ist, hatte ich tatsächlich Robbie als ›Zweitbesetzung‹ ersehen. Also ja: Sie haben auch jenseits meiner Zeichnungen eine deutliche Ähnlichkeit. Das ist mir wenigstens ein kleiner Trost.

Das Highlight am Samstag war aber natürlich Stephens Nocking Point Party, seine Weinparty. Insider könnten verwirrt sein: Hä? Mary trinkt doch gar keinen Alkohol? Was will sie auf einer Weinparty?

Nun. Ich habe Freunde, die gern Wein trinken und einer muss sie sicher nach Hause bringen. Außerdem hatte ich am Nachmittag auf dem HVFF spontan Andrew (Stephens Freund und Mitbegründer des Weinlabels) gefragt, ob sie nicht noch einen Fotografen gebrauchen können – und schon hatte ich eine sinnvolle Aufgabe für den Abend. Die Stimmung war ausgelassen, die Musik laut, die Gäste irgendwann recht angeheitert. Dafür sorgten auch die investigativen Fragen, die Nick seinem besten Freund Stephen und dessen Familie stellte, und die Fotos von nackten Hintern und anderen schonungslosen Tatsachen. Wir lernten James kennen, den Veranstalter von HVFF und lernten, dass das Event erfreulicherweise auch nach Deutschland kommen wird. Der Haken: Damit hab ich keine Ausrede mehr, um erneut nach London zu fahren.

Jenseits davon war meine schönste Zeit an diesem Tag eigentlich die eine Stunde, die ich allein vor dem Eingang der Party wartete, weil Ines ein VIP war und ich nicht (das hielt ich als Nicht-Wein-Trinker dann doch für zu übertrieben). Während drinnen fleißig Prominente angeschwärmt wurden, unterhielten wir uns gut in unserer Schlange aus ›Normalos‹, alberten mit der Security herum merkten gar nicht, wie schnell die Zeit verging.

Ich finde, es gibt immer zwei Wege, mit einer Situation umzugehen, die einem im ersten Moment nicht gefällt: Meckern und Zetern oder das Beste draus machen. Natürlich kann man schmollend und genervt in einer Schlange warten. Man kann sich aber auch stattdessen mit den Menschen um sich herum anfreunden, zusammen Gummiebärchen essen und sich auf das freuen, was vor einem liegt. Diese ehrenvolle Einstellung kann niemand immer haben. Manche Tage sind einfach doof. Aber je häufiger es klappt, negative Momente in positive Chancen zu verwandeln, desto besser wird der Tag.

Heute hab ich die Bilder der Nocking Point Party für Euch – die vom HVFF gibt’s erst morgen. 😉

Nocking Point Party London 2017
Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part VI: Mr. Amell

by MaryCronos

Mister Amell. Heiß. Die Begeisterung steigt.

Der Freitag sollte ursprünglich für mich ein entspannter Tag werden. Eigentlich hatte ich vorgehabt, mit am Vormittag in einen der schönen Parks zu setzen und zu schreiben. Stattdessen fand ich mich am Morgen zusammen mit Ines am vorderen Ende einer Schlange wieder, die gern britisches Fernsehpublikum im Studio von Loose Women werden wollte. Wenig später wurden wir von einem hochmotivierten Einheizer in beste Stimmung versetzt und lachten schon, bevor John Barrowman als Batmans Robin ins Studio tänzelte und Stephen Amell von Backstageschwertkämpfen sprach. Wir wurde Zeuge einer Musical-reifen Dirty Dancing Szene mit John und lachten so viel wie lange nicht mehr. Alles in allem ein toller Start in den Tag.

Danach machten wir uns im Stechschritt auf den Weg nach Olympia – nein, nicht als Sportler. Wir wollten uns unsere Tickets für das Heroes and Villains Fanfest abholen, das Samstag und Sonntag dort stattfinden würde. Als wir ankamen, stellten wir verwirrt fest, dass es keine richtige Schlange gab. Schon hier begannen wir zu ahnen, wie gut die Organisation dieses Events klappen würde. Wenige Minuten nach unserer Ankunft verließen wir Olympia auch schon wieder – mit unseren VIP-Bändchen (wir haben uns dank eines Sonderangebots diesen Luxus leisten können und hätten keine bessere Entscheidung treffen können) und viel Vorfreude.

Nach einem stärkenden Zwischenstopp zusammen mit einer fröhlich-bunten Meute Amellscher Fans, machten wir uns auf den Weg zum Tape London. Dort würde in Kürze Stephens Fuck Cancer Party starten, ein Charityprojekt, dass er motiviert durch den Kampf seiner Mutter gegen den Krebs ins Leben gerufen hat. Die Stimmung war gut, jeder bekam zum Einlass sein FC-Shirt – die Eintrittskarte. Aber während die anderen noch warten mussten, durfte ich den Club schon betreten – denn ich war einer der offiziellen Fotografen für das Event. Ich habe mich sehr darüber gefreut, diese Chance zu bekommen. Allein schon, weil ich Events nur wirklich genießen kann, wenn ich meine Kamera benutzen darf.

Das Tape ist eine wirklich tolle Location. Gemütliche Sitzecken, ein tolles DJ-Pult und stilvolle Beleuchtung – auch wenn letztere unsere Kameras doch vor einige Herausforderungen gestellt hat. Mein Highlight der Party war eigentlich die Musik (Sorry, Stephen): Favoriten und Dauerohrwürmer wechselten sich ab. Gefühlt zu jedem zweiten Song hatten Ines und/oder ich eine Geschichte. Darüber hinaus war meine Lieblingsbeschäftigung neben dem Fotografieren das Unterhalten der Gäste. Zu beiden Seiten des DJs waren Kastenartige Konstruktionen aufgebaut, deren Streben erst blau und später rot leuchteten. Ich stellte mich am liebsten in diese Kästen/Käfige. Von dort aus konnte ich sowohl den VIP-Bereich und den DJ, als auch die Menge der feiernden Gäste fotografieren – und die Stimmung aufheizen. Zumindest hoffe ich das, ich weiß ja nicht, ob ich Euch eher genervt habe. Zumindest flogen mir keine Fuck-Cancer-Muffins ins Gesicht. Ich deute das als ein gutes Zeichen.

Schade fand ich, dass sich Stephen und seine Familie und Freunde früh in einen separaten Raum zurückzogen. Aber verständlich war es trotzdem. Die Schlange der Fans, die auf kostenlose Fotos und Autogramme hofften und den VIP-Bereich belagerten anstatt zu feiern, wurde und wurde nicht kürzer. Schade für die, die einfach nur in seiner Gesellschaft feiern wollten. Zumal er ja an den kommenden beiden Tagen für Fotos und Autogramme rund um die Uhr zur Verfügung stehen würde.

Als wir irgendwann – wegen vorübergehender Taubheit – schreiend vor dem Club über unseren Heimweg diskutierend, fiel die Wahl schließlich auf ein gemeinsames Taxi nach Olympia. Zu sechst war das ein erschwinglicher Preis und Ines und ich konnten ›Eine Fahrt mit einem Londoner Taxi‹ auf unserer To-Do-Liste abhaken.

Nach dieser Woche waren wir erledigt. Aber wir ahnten schon, dass das Wochenende auch nicht ruhiger werden würde. Aber lest selbst. Morgen.

Werft einen Blick auf die abendliche Party:
Fuck Cancer Events London 2017
Sincerely

The Cronos Travel Diaries – Part V: London

by MaryCronos

London Baker Street. Hitzig. Die Ekstase steigt.

›Wenn man alles Unmögliche ausschließt, muss das, was übrigbleibt, so unwahrscheinlich es auch ist, die Wahrheit sein.‹ So unwahrscheinlich es auch ist, dass man eine Begegnung mit der Queen, eine Entdeckungstour durch meine Lieblingsstadt oder die Vielfalt von Camden Market noch toppen kann… so unwahrscheinlich es auch ist, etwas zu finden, das auf irgendeine Weise höher ist als das London Eye… am vierten Tag begegneten sowohl Ines als auch ich unserem jeweiligen Highlight. Ich dem King of Deduction und sie Oliver Queen alias Stephen Amell.

Wie wo was? Wo begegnet man denen denn in freier Wildbahn? Nun, das geht in etwa so…

Unsere erste Station an diesem sonnigen Sommertag, war die 221B Baker Street. Die Straße, die in meinem Kopf interessanter ist als irgendeine andere in London. Ich werde mich bemühen, es mit meinen Beschreibungen nicht zu sehr zu übertreiben, aber versprechen kann ich nichts. Ich mag die Figur des Sherlock Holmes einfach schon zu lang. Sollte irgendjemand einen wahren Sherlock dieser Tage kennen, dann würde ich mich freuen, ihm vorgestellt zu werden. Ich wäre neugierig, was er deduzieren würde.

Das Sherlock Holmes Museum in der Baker Street ist wirklich eine Augenweide für Holmes-Freaks wie mich. Selbst der kleine Shop ist mit so viel Liebe zum Detail gestaltet. Und die Wohnung von Holmes und Watson wirkt, als wären sie gerade wegen eines Falls unterwegs und würden jeden Augenblick zurücksein. Selbst das Personal passte dazu. Ich rechnete jeden Augenblick damit, dass Mrs Hudson um die Ecke biegt und sagt ›I’m not your housekeeper!‹.

Ich konstatiere, dass mir eine Violine recht gut zu Gesicht steht. Vielleicht sollte ich es mal damit versuchen… aber noch ein ›Hobby‹ mehr? Als Autor bin ich dann wohl auch eher Dr. Watson. Dazu passt ja auch meine Verehrung für Holmes Verstand. Auf den Fotos aus der Baker Street jedoch, ist es Ines, die Watsons Hut trägt. Da konnte ich Sherlock einfach nicht aus der Hand geben.

Aber ich versprach, mich zurückzuhalten. Unsere Mittagspause verbrachten wir in meinem so erkorenen Lieblingspark: Regents Park. Die Atmosphäre war toll. Wir genossen ein Picknick im Halbschatten und hofften auf Eichhörnchenfotos. Die flauschigen Kerlchen trauten den komischen Ausländerinnen aber nicht und beobachteten uns lieber nur mit Sicherheitsabstand. Schön wars trotzdem.

Nach einem kleinen Abstecher in die North Gower Street (die Straße, in der Benedict Cumberbatch seine 221B hat), machen wir uns auf den Weg zu unserer ersten echten britischen Teaparty in Fitzrovia. Dort trafen wir uns mit zwei reizenden Mitstreitern: Cat und Michael, die am Wochenende das gleiche Mammut-Stephen-Amell-Programm erwarten würde wie uns.

Dementsprechend war die Gesprächsthematik während des Tees klar. Nun ja. Wer mich kennt, weiß, dass man mich mit Tee jagen kann und so bestellte ich zum Gram aller wahren Briten eine heiße Schokolade. Was soll ich machen? Die Küchelchen und anderen Köstlichkeiten, die sich auf unseren Tisch verirrten, machten so satt, dass wir auch ohne Tube danach nach Hause hätten rollen können.

Und als wir so gen Ausgang kugelten,  sahen wir einen schwarzen Van mit getönten Scheiben vor dem Eingang stehen. Wir ahnten, dass dieser Van zu einem wichtigeren Hotelgast gehören könnte. Dennoch – oder gerade deswegen – sahen wir zu, dass wir auf die andere Straßenseite kamen. Natürlich ist das eine tolle Chance, jemanden aus der Nähe zu sehen, den man sonst nur im Fernsehen sieht. Aber jeder von uns hat schon mal nach einer längeren Anfahrt in ein Hotel eingecheckt – vielleicht sogar mit, zumindest aber als Kinder. Das ist Stress pur. Ist das Gepäck komplett da? Hat die Reservierung geklappt? Die Kinder sind müde, die Eltern auch. In so einer Situation braucht niemand Menschen, die nach Fotos oder Autogrammen betteln.

Wir freuten uns also über den kurzen Anblick aus der Ferne – denn just, als wir die Straßenseite gewechselt hatten, fuhren zwei weitere schwarze Limousinen vor und unter anderem Stephen stieg aus – und beschlossen, stur unseren eigenen Tagesplänen zu folgen. Einer dieser Pläne sah vor, dass Cat Ines in einem Pub ihr erstes Bier bestellte. Gesagt getan. Wir liefen ziellos ein paar Querstraßen weiter, bis uns ein Pub gefiel. Wir standen nur wenige Minuten vor dessen Tür – Cat und Ines je mit einem halben Bier in der Hand –, als zwei Gestalten die Straße hinaufkamen, die uns gleich erschreckend bekannt vorkamen: Stephen und seine Frau Cassandra steuerten Hand in Hand direkt auf den Pub zu. Wir traten die Flucht in den Pub an, nur um dann an der Bar gewissermaßen mit den beiden zusammenzustoßen. Es dauert nur Sekunden, bis Stephen erst sein Fuck-Cancer-Charity-Shirt an Cat erkennt und dann sie selbst.

Eine gute halbe Stunde mit guten Gesprächen später verlassen sechs Menschen diesen Pub. Zwei mit einem freundlichen Gruß auf den Lippen (Stephen und Cass), zwei mit einem abwesenden Grinsen im Gesicht (Ines und Cat) und zwei mit einem Handy in der Hand, um ›Stell Dir vor, was uns gerade passiert ist‹-Nachrichten zu verschicken (Michael und ich). Und so trug es sich zu, dass Ines und ich am Montag die Queen und am Donnerstag den Queen trafen. Ein besonderes Erlebnis, das sich weder planen noch wiederholen lässt und an das keine Begegnung der kommenden Tage heranreichen kann. Aber was sich am Wochenende noch so zugetragen hat, erfahrt ihr im letzten Teil meines Travel Reports. Denn der Pub war nur der Beginn unserer Amell-Zeit.

 

Weil wir an diesem Tag verhältnismäßig viel genascht und wenig gelaufen waren (noch keine gut 30.000 Schritte, wie an den anderen Tagen), hängten wir noch einen abendlichen Spaziergang durch den berühmten Hyde Park dran. Aber wir waren uns einig, dass uns St. James und Regents Park besser gefallen hatten. Der Hyde Park erinnerte mich an den Berliner Tiergarten und wir waren froh, noch in der Dämmerung am anderen Ende angekommen zu sein und nicht erst in völliger Dunkelheit. Nichts desto trotz tat uns und unseren erhitzten Gemütern der kleine Auslauf gut.

Der Donnerstag war in seiner Zusammensetzung genau die richtige Mischung aus London-Erfahrungen und Stephen – und mit ihm der Übergang hin zum Event-lastigen Wochenende.

Wie immer an dieser Stelle der Link zu den Bildern des Tages:

London Tag 4


London Baker Street. Hot. The ecstasy rises.

„If one excludes everything that is impossible, what remains is as unlikely as it is to be the truth.“ It is also unlikely that a meeting with the Queen, a discovery tour through my favorite city or the variety of Camden Market can be topped… as unlikely as it is to find something that is somehow higher than the London Eye … on the fourth day both Ines and I met our respective highlight. For me it was the King of Deduction and for her it was Oliver Queen aka Stephen Amell.
How? Where? What? Where does someone encounter them in the wild? Well, let’s talk about it …
Our first stop on this sunny summer day was the 221B Baker Street. The street which is more interesting for me than any other in London. I will try not to exaggerate it with my descriptions, but I can promise nothing. I like the figure of Sherlock Holmes just too much. If anyone knew a true Sherlock these days, I would be gladly to be introduced to him. I would be curious what he would deduce.
The Sherlock Holmes Museum at Baker Street is really a feast for Holmes freaks like me. Even the small shop is designed with so much attention to detail. And the apartment of Holmes and Watson looks as if they were on the road because of a case and would be back at any moment. Even the staff fit in. I expected Mrs. Hudson to turn around the corner at any moment and say, „I’m not your housekeeper.“
I must say that a violin looks quite good on me. Maybe I should try it some times … but another „hobby“? As an author, I am probably more Dr. Watson. My worship for Holmes brain fits well there. However, on the photos from Baker Street it’s Ines who is wearing Watson’s hat. I could not give Sherlock out of my hands. But I promised to hold back. We spent our lunch break in my favorite park: The Regents Park. The atmosphere was great. We enjoyed a picnic in half shade and hoped for squirrel photos. The fluffy guys did not trust the strange foreigners and rather watched us in a safe distance. It was nice. After a short detour to North Gower Street (the street where Benedict Cumberbatch has his 221B), we head off to our first real British Teaparty in Fitzrovia. There we met with two lovely companions: Cat and Michael, who would expect the same mammoth „Stephen Amell program“ at the weekend as us. Accordingly, the conversation was clear during the tea. Oh well. Anyone who knows me knows that I don’t like tea and so I ordered to the grief of all true Brits a hot chocolate. What should I do? The little cakes, scones, sandwiches and other delicacies sated us so much that we could have rolled home without a tube.

As we were heading to the exit, we saw a black van with tinted windows in front of the entrance. We suspected that this van could belong to an important hotel guest. Still – or just because of it – we watched that scenario from the other side of the road. Of course, this is a great opportunity to see someone close up, who is usually only seen on TV. But every one of us knows how much stress it means to check in after a long journey to a hotel- with kids. Is the baggage complete? Did the reservation work? The children are tired, the parents too. In such a situation nobody needs people who are begging for photos or autographs.

So we were happy about the short sight from afar – just as we had changed the road, two more black limousines were arriving and surprisingly Stephen Amell stepped out. After a few seconds watching them get into their hotel, we decided to follow our own schedule. One of those plans included ordering Ines first beer in a pub. Said and done. We walked aimlessly a few crossroads, until we liked a pub. We were standing just a few minutes in front of that door – Cat and Ines with half a beer in their hands- when two persons came up the street, which looked strangely familiar to us: Stephen and his wife Cassandra heading to the pub hand in hand. We stepped into the pub, just to bump into them at the bar. It only took seconds before Stephen first recognized his Fuck-Cancer-Charity-Shirt (which Cat was wearing that day) and then her.
A good half hour with good talks later, six people left this pub. Two with a friendly greeting on the lips (Stephen and Cass), two with an absent grin on their faces (Ines and Cat) and two with a cell phone in their hands, to send ‚Imagine what happened to us‘ messages (Michael and I). And so it happened that Ines and I met the Queen on Monday and another Queen on Thursday. A special experience that can neither be planned nor repeated and to which no meeting of the coming days can reach. You will find out what happened during the weekend in the last part of my travel report. The pub was just the beginning of our Amell time.

Because on this day we had a lot of nibbles and just a little walk (not as good as 30,000 steps, as on other days), we finished the day with an evening stroll through the famous Hyde Park. But we agreed that we liked St. James and Regents Park better. The Hyde Park reminded me of the “Berlin Tiergarten” and we were glad to have arrived at the other end at dusk and not only in complete darkness. Nevertheless, the small tour did good to us and our heated minds.
Thursday was in its composition exactly the right mixture of London experiences and Stephen – and with it the transition to the event-heavy weekend.
As always at this point: The link to the pictures of the day is within the picture above or here.

Sincerely

Hallo Welt!

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