Schreibexil an der Nordsee

Im August hatte ich Urlaub. Schreiburlaub, um genau zu sein. Und diese Präzisierung ist nötig, denn ein Schreiburlaub ist etwas ganz anderes als ein richtiger Urlaub.
Warum, werdet Ihr in diesem Artikel erfahren.
Die Wirkungen des Schreiburlaubs sind allerdings vergleichbar mit denen eines regulären Urlaubs: Die Arbeit zuhause bleibt liegen. Und wenn man dann aus seinem „Urlaub“ zurück ist, stapelt sich diese Arbeit bis zur Decke und der tolle Erholungseffekt ist verpufft. In Sekunden.

So ähnlich ging es mir diesmal auch. Deshalb kommt dieser Beitrag gewissermaßen mit einem Monat Verspätung. Dabei hab ich mich so auf diesen Bericht gefreut! Er gibt mir die Chance, meine Woche an der Nordsee, im Wangerland, nochmals Revue passieren zu lassen. Und mit etwas Glück, bringt das dann auch etwas vom Urlaubsfeeling zurück.

„Urlaub.“

Ich hab ja behauptet, Schreiburlaub sei etwas anderes. Gemeinsam mit einem regulären Urlaub hat der gemeine Schreiburlaub die nervigen Vorbereitungen wie: Wäsche waschen, aufräumen, Koffer packen, sich überall abmelden und Bescheid geben. Man fährt weg, wird schwer zu erreichen sein, sieht einen anderen Teil der Welt als während des Alltags.
Auch das Übernachten in fremden vier Wänden und die Suche nach einer guten Futterquelle haben beide Formen der ungewöhnlichen Alltagsbeschäftigung an sich.

Aber da hören die Gemeinsamkeiten dann auch schon auf. Zumindest für mich bedeutet „Schreiburlaub“ so etwas wie „Schreibexil“.

Das Wegfahren hat zwei verschiedene Gründe für mich: Zum einen lasse ich mich gern von neuen Orten und ihrer Schönheit und Atmosphäre inspirieren. Zum anderen muss ich, um wirklich konzentriert schreiben zu können, möglichst weit weg von meinen anderen Jobs sein und damit von meinem Büro.

 

Bei meinem kleinen Tripp ins Wangerland, an die Nordseeküste, hat das ganz gut geklappt. Wir (ich hatte wie so oft meine Mutter dabei und zusätzlich wählte Sabrina zusammen mit ihrer Familie den gleichen Ort) hatten uns eine weniger touristenüberflutete Ortschaft ausgesucht. Dementsprechend gut standen unsere Chancen auf ein paar ruhige Tage. Dazu ein netter Strandkorb am Wasser (dank fehlendem Sandstrand wunderbar ruhig).

Ich hab die Zeit sehr genossen und Nafishur III in dieser Zeit und bis Ende August so um die 20.000 Worte wachsen lassen. Ein gutes Gefühl und ich freu mich schon sehr darauf, Euch Nafishur – Custos Abest zu präsentieren.

 

Diesen erfreulichen Wordcount habe ich nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass Sabrina und ich uns ein knallhartes Schreibduell geliefert haben.

 

Wir haben uns nichts geschenkt und hart gekämpft und täglich unser bestes gegeben. Fertig geworden sind unsere Manuskripte nicht. Aber wir sind ein gutes Stück weitergekommen.

 

Wollt Ihr Euch auch mal mit mir duellieren? Ich suche noch jemanden für ein NaNoWriMo-Battle-Partner. 😉 Meldet Euch gern.

Und so ganz nebenbei hab ich es auch noch geschafft, ein Fotoshoot mit Sabrina zu absolvieren. Und den Fotomuffel Sabrina dazu zu bringen, sich fotografieren zu lassen, ist wirklich harte Arbeit.

 

Von einem Urlaub im klassischen Sinne kann also ganz gewiss nicht die Rede sein. Mehr eine intensive Arbeitszeit entfernt vom heimischen Büro.

Sincerely

Mary Cronos

Autorin, Künstlerin, Podcasterin

Mary ist ein kreatives Chaos in Person. Neben ihrer Autorentätigkeit bietet sie ihren Kolleginnen und Kollegen auch Dienstleistungen wie Coaching und Beratung, Cover- und Werbedesign, Portrait- und Eventfotografie sowie Illustrationen an. 2019 startete sie darüber hinaus ihren Kreativpodcast Carpe Artes und zum 1.1.2020 Fakriro – die Messebühne für Selfpublisher.

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