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Tag: Self-Publishing

German ComicCon Berlin

by Mary Cronos

Im letzten Report – und damit sind wir schon beinah in der Gegenwart – dreht sich alles um meine Anwesenheit auf der German ComicCon in Berlin vor zwei Wochen. Ein Heimspiel gewissermaßen. Allerdings diesmal gespickt mit einigen Herausforderungen und Veränderungen.

Wie bei jedem Berliner Event bekam ich auch dieses Mal einige Leckereien für Euch mit auf den Weg – Plätzchen aus dem mütterlichen Ofen. Es gab Aby und Artemis, meine Katzen aus Nafishur und Yngwie – nicht nur zum Kuscheln, sondern nun eben auch zum Essen. Aber auch Houston Hall war vertreten: In Form von Meisen (Elvis, für die Insider unter Euch) und Vogelkäfigen sowie Herzen für die Liebe in der Romantasy. Am liebsten hätte ich sie ja selbst genascht. Aber mein treues Helferlei – extra aus Bochum angereist – hielt mich davon ab: meine liebe Freundin und Agentin Anja.

Am Freitag begann der Spaß dann mit dem Aufbau. Ich habe von meinem Vater gelernt, immer gut vorbereitet zu starten und so hatte ich mich schon via Maps mit der Umgebung vertraut gemacht. Zum Glück. Denn vor der Lieferzone war eine schier endlose Schlange von Lieferwagen und Kleinwagen, deren Besitzer darauf warteten, endlich arbeiten zu können. Kurzerhand fuhren wir ins nahegelegene Parkhaus und dank unserer unendlichen Sportlichkeit und Geschicklichkeit – und der zufälligen Hilfe durch eine zukünftige Besucherin, die in der Nähe wohnte – gelang es uns, alles mit einem Schlag mitzunehmen. Dennoch war das mit VIER Stunden der wohl längste Standaufbau in meiner Convention-Zeit. Warum? Nun, das will ich Euch erzählen.

Nach der Anmeldeschlange und der „hol Dir deine Stühle, der Tisch ist schon da“-Schlange, liefen wir mit zwei Klappstühlen quer über das Gelände bis in die hinterste Ecke der hintersten Halle. An meinen Stand auf der Phantastika (der übrigens noch keinen Tisch hatte). Der eine oder die andere von Euch mag es bemerkt haben: Die Phantastika fand dieses Jahr im Rahmen der German ComicCon in Berlin statt, um überhaupt stattfinden zu können. Als Fantasy-Autorin hatte mich das natürlich gefreut und ich fühlte mich nach dieser Ankündigung gleich doppelt zuhause.

Allerdings fragte ich mich damals im Sommer auch, ob der Stand in der Artist Alley, den ich bereits gebucht und bezahlt hatte, dann wirklich so gut passte oder ob ich nicht stattdessen lieber Teil der Phantastika sein sollte. Deshalb fragte ich damals nach. Im Sommer. Im Oktober kam dann ein ernüchterndes „dafür bin ich nicht zuständig“. Als es dann kurz vor dem Event darum ging, wo unsere Stände sein soll (innerhalb der Artist Alley kann man sagen, ob man neben einem bestimmten Kollegen besonders gern stehen möchte), fragte ich wieder. Eine Antwort erhielt ich nicht. Stellte aber dann fest, dass ich einen Platz in der Phantastika hatte (leider ohne die geringste Ankündigung – anders als meine literarischen Kollegen dort). In der hintersten Ecke. Vor einer Echtholzwand, die ich wohl kaum so nutzen konnte wie die Wand, die ich in der Artist Alley extra dazugebucht hatte. Als ich das sah (und die traurig leere Phantastika-Halle), bat ich um meinen eigentlichen Platz. Den, den ich gebucht und bezahlt hatte. Zum Glück war ein Künstlerkollege abgesprungen und so war noch ein Fleckchen (mit Wand!) frei. Juhu!

Das ist die Stelle, an der Anja und ich mit einem Mal mein gesamtes Stand-Equipment holten (Yeah!). Als wir dann vor unserem Tisch standen (der liebe Helfer für uns Artists hatte sich in der Zwischenzeit um den Tisch und die Stühle bemüht – das hätte er übrigens auch gern für meinen ersten Stand gemacht, aber da wurden uns die Stühle ja schon vorher gegeben – man wusste offenbar nichts von ihm), schauten wir nicht schlecht. Auf der gesamten Länge der Alley gab es nicht eine Lücke zwischen den Tischen. Und die Querwände, die die eigentlichen Wände hinter den Standflächen stützen sollten, gingen bis 10-15cm an die Tische heran. Ergo: Um hinter oder vor seinen Stand zu kommen, musste man unter dem Tisch hindurchkriechen (oder drüber klettern – was bei aufgebautem Stand keine Alternative mehr war). Oder man riskierte es, die Wände zu erschüttern und die Feuerwehr zu erzürnen, indem man seine Tische etwas nach vorn und die Wände etwas nach hinten schob – also … 3-4 Mal pro Standortwechsel, weil man ja dann hinter allen Ständen entlang musste, nicht nur hinter seinem eigenen – denn natürlich war mein neuer-alter Stand genau in der Mitte der Reihe.

Das alles hat den Aufbaustart natürlich verzögert. Und das Dekorieren gestaltete sich natürlich auch schwieriger angesichts der Tatsache, dass wir Akrobatik benötigten, um den Tisch von beiden Seiten zu sehen und zu bestücken. Da wir wohl kriechen würden müssen, wann immer wir etwas Nahrung, eine Toilette (oder ich den Workshopraum) brauchten, musste ich leider auf das traditionelle Banner meiner Mini-Heldinnen vor dem Tisch verzichten. Aber wenigstens der Tiger konnte dank der weißen Wand hinter uns hängen (er bzw. die genutzten Powerstrips haben mich allerdings auch geärgert: immer wieder löste sich stur ein und die gleiche Ecke – egal wie gut sie festgeklebt wurde).

Als wir dann gegen 20 Uhr – dem offiziellen Ende der Aufbauzeit – endlich den Rückweg vom Gelände antraten, stand auch nur noch ein Lieferwagen vor dem Eingang. Puh! Nix wie nach Hause und hoffen, dass sich das Chaos gelohnt hat.

Nun. Es hat sich gelohnt, weil ich liebe Menschen getroffen habe. Solche, die ich zu lange nicht mehr gesehen habe; solche, die ich nicht oft genug sehen kann; solche, die ich nur online kannte; und solche, sie ich bis dato noch gar nicht gekannt hatte. Also ja: Es hat sich gelohnt. Und wenn nur für die Erfahrungen, die ich gemacht habe und die Menschen, die Yngwie und ich zum lächeln gebracht haben.

Gelohnt hat es sich hoffentlich auch für meine Workshopteilnehmer. Wie ich drei Tage vor dem Event aus dem öffentlichen Newsletter erfuhr, hatte ich nämlich zwei davon zu halten (das hatte ich auch im Sommer vorgeschlagen, aber eine klare Ansage, welche meiner Ideen, wann und wie lang ins Programm kommen würden, erhielt ich leider nicht). Glücklicherweise bin ich spontan und in den ausgewählten Workshopthemen inzwischen schon geübt genug, um mehr oder minder frei und ohne Vorbereitung loszulegen. Glück gehabt, liebe Schüler. In meinem ersten sprach ich einmal mehr übers Fremde Welten Erschaffen und im zweiten am Sonntag dann darüber, wie aus einer Idee, einer Geschichte, ein Buch wird. Was es dafür braucht und welche Wege Euch offen stehen.

An dieser Stelle – weil man es nicht oft genug erwähnen kann: Kein seriöser Verlag will Geld von Euch! Der Verlag verdient dank Euch, nicht an Euch! Verlage, die Eure Bücher mit Eifer annehmen und dann einige tausend Euronen von Euch wollen, sind Druckkostenzuschussverlage und kein Weg, den ihr gehen solltet. Dann wählt lieber das Selfpublishing. Kostet nix bis kaum etwas, gibt Euch jede Freiheit und alle Möglichkeiten – wenn ihr den richtigen Anbieter wählt. Ja, ja, ihr merkt: Darüber kann man ne Weile reden. Zum Glück hatte ich jeweils eine Stunde.

An meinem Stand hatte ich – jenseits von meinen zwei Stunden Auslauf – kein Bedürfnis, mich aus meinem Käfig zu befreien. Stattdessen versuchte ich, so viele neugierige Blicke wie möglich in interessierte Fans zu verwandeln. Das gelang durchaus. Aber leider war die Artist Alley – vor allem am Sonntag – ziemlich leer (wenn auch nicht so leer wie die Phantastika-Halle – also doch richtig entschieden. Uff).

Leider steht am Ende dieses Wochenendes für mich die eine Erkenntnis fest, die Lehre, die ich aus diesen drei Tagen gezogen habe: Das war die letzte German Comic Con für mich. In Berlin kann ich auch anders Präsenz zeigen. Auf der großartigen BuchBerlin oder in den tollen Buchhandlungen, um mich herum (aber davon erzähle ich Euch morgen 😉 ). Comic Con wird es für mich zukünftig nur noch in Stuttgart geben.

Ich kann nur hoffen, dass alle Besucher trotzdem viel Spaß hatten. Dass ihr das Wochenende der GCC in Berlin genossen habt. Die Location Station Berlin ist in jedem Fall eine Verbesserung gewesen. Für mich persönlich war es nur leider die einzige.

Sincerely

Eine lange Woche und der Self-Publishing-Day 2018

by Mary Cronos

Wäre es einfach gewesen, wäre es keine gute Geschichte geworden.

Eine lange „Woche“

Die Woche nach Pfingsten war in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung für mich. Sie begann mit einem spontanen Pfingstbesuch durch meine Agentencrew von Mission:Change. Wir waren zum ersten Mal seit viel zu langer Zeit (Jahren) wieder alle vier vereint und haben gemeinsam die Gärten der Welt in Berlin unsicher gemacht. Schaut doch mal in die Bilder rein. Einer meiner absoluten Lieblingsplätze in der Hauptstadt. Aber die Belohnung dieses Ausflugs war mein erster Muskelkater seit langem.

Gut … seit einer Woche. Denn davor führten für mich alle Wege nach Rom. Eine der schönsten Städte, die dieser Planet zu bieten hat. Dementsprechend viele Kilometer und Stufen habe ich dort innerhalb einer knappen Woche hinter mich gebracht. Und dementsprechend viele Bilder habe ich gemacht. Wollt ihr mal reinschauen? Highlight war mein (zugegeben nicht ganz reales) Meeting mit Julius Caesar für ein Fotoshoot in Roma.

Und dann war da – nach all den anstrengenden, aber schönen Erlebnissen – diese schrecklich erschreckende Abkürzung „DSGVO“, die viele meiner geschätzten Kolleginnen und viele engagierte Blogger von ihren Webseiten gejagt hat. Bis in die Morgenstunden des Freitag habe ich an meinen verschiedenen Webseiten gesessen, Datenschutzerklärungen nach anwaltlicher Beratung eingefügt, SSL-Zertifikate beantragt und all die Dinge angeleiert, die jenseits der Internetsicherheit nun noch relevanter sind. Das kostete mich einiges an Schlaf und Nerven – genauso wie der mit all dem verbundene Serverwechsel (ich gebe gern zu: ja, ich hätte früher mit den Vorbereitungen anfangen sollen).

Kein Wunder also, dass ich nicht nein sagen konnte, als mich Christian Milkus am Freitagabend zu einem Berliner Autorentreffen eingeladen hatte. Für einen Autor – jenes Wesen, das eher als Einzelgänger verschrien ist – gibt es nämlich nichts Gesünderes und Regenerierenderes, als sich mit seinesgleichen zu treffen. Der Haken an dieser seelischen Erbauung war nur die Uhrzeit, zu der ich es nach dem Packen meines Koffers endlich ins Bett schaffte.

Das Resultat waren ganze zwei Stunden unruhigen Schlafs (begründet in der Panik zu verschlafen) bevor ich mich auf den Weg nach Düsseldorf machte – zum Self-Publishing-Day 2018. Direkt das nächste Event, auf dem ich mich als Autorin zuhause fühlen durfte.

Der Self-Publishing-Day 2018 in Düsseldorf

Den Self-Publishing-Day lernte ich dank meines ehemaligen Schützlings und meiner lieben Kollegin E.R. Swan schon früher kennen. In diesem Jahr bin ich nun recht spontan als Speaker eingesprungen. Wer mich kennt, der weiß, wie gern ich nicht nur schreibe, sondern auch rede. Bei aller Nervosität hat mir der Vortrag so auch dieses Mal viel Spaß gemacht.

Wenn ich meine Workshops und meine Vorträge vergleiche, dann merke ich, dass mir bei Vorträgen die direkte Interaktion mit meinen Zuhörern fehlt. Sie kann nicht so intensiv sein, wie bei einem Workshop. Dennoch durfte ich die Erfahrung machen, dass meine Zuhörer mir tatsächlich zuhörten. Zuhören ist keine Selbstverständlichkeit. Schon gar nicht, wenn der eigene Vortrag der vorletzte Beitrag nach einem langen (und verflucht heißen) Tag voller Input ist. Umso dankbarer bin ich all den lieben Kolleginnen und Kollegen, die weder gegangen sind, noch eingeschlafen.

Aber der Vortrag war nicht mein einziges Highlight an diesem Tag. Davor hatte ich die Freude, mein erstes Radiointerview zu führen – mit dem Literaturradio vom Freien Deutschen Autorenverband – LV Bayern. Gestern ging es Online und so will ich gar nicht viel darüber verraten – außer dem Link zum Interview: Hört mal rein. Übrigens finden sich dort auch lauter andere interessante Interviews, die während des SP-Days aufgenommen wurden – und auch viele andere spannende Inhalte. Stöbert doch mal durch die Website – nach meinem Interview. 😉

Darüber hinaus habe ich lauter großartige Menschen wiedergesehen und neu kennengelernt. Im Nu hatte sich unsere schreibwütige Rotte zusammengefunden. Und ich hab die armen Mädels wahrscheinlich nahezu tot gequatscht. Trotzdem sind sie in der Nacht freiwillig mit mir zum Rheinufer gekommen, um das große Feuerwerk zum Abschluss des Düsseldorfer Japantages zu sehen. Für mich – und auch die anderen – war es tatsächlich das erste Mal, dass wir dieses besondere Feuerwerk live zu Gesicht bekommen haben. Es war phänomenal. Und statt es einfach für mich zu genießen, kam ich auf die verrückte Idee, es live in meiner Instagramstory zu teilen (mit der linken Hand) und parallel Fotos zu machen (mit der rechten Hand). Ich bin gespannt, ob die Bilder brauchbar sind. Ich hoffe es sehr.  … [Nach der Sichtung und Bearbeitung:] Ja, ein paar Bilder haben auch frei Hand geklappt. Schaut doch auch da mal rein.

Eigentlich sollte man meinen, eine lange Woche, eine sehr kurze Nacht und ein aufregender Tag würden für Müdigkeit sorgen, aber was soll ich sagen: Stattdessen folgte noch eine entspannte Plauderei bei Pizza und Wein bis zwei Uhr in der Nacht. Es gibt schließlich nichts besseres, als im Sommer die Zeit des Tages zu genießen, in der man sich ungestraft durch Hitze im Freien aufhalten kann – und das dann auch noch mit einer reizenden Kollegin.

Allerdings sorgt jede lange Nacht in mir automatisch für eine latente Panik, am kommenden Morgen zu verschlafen. Vor allem, wenn man in einem Einzelzimmer übernachtet und am nächsten Tag pünktlich auschecken muss. Geschlafen hab ich trotzdem diesmal wie ein Stein. Und was soll ich sagen: Ich bin pünktlich aufgewacht (wenn man in diesem Stadium schon von „wach“ reden kann) und hatte die Freude, dieses Abenteuer mit einem tollen Frühstück ausklingen zu lassen, bei dem ich direkt noch weitere Schreib- und Literaturwütige kennenlernte.

Tja, und das war meine vergangene Woche.

Ein spontaner Sonntag

Nein.

Noch nicht ganz.

Wenn ich nämlich in NRW bin, dann gibt es so einige Freunde, die Ansprüche erheben. 😀 Und ich auch. Meine liebe Agentenfreundin Tatjana holte mich ab und machten uns auf den Weg nach Xanten (eine relativ spontane Idee). Nun ja. Wie das so mit spontanen Ideen ist: Sie können durch noch spontanere Ideen abgelöst werden.

Erste Planänderung: Zwischenstopp auf der Burg Linn bei Krefeld. Das Schild an der Autobahn – zusammen mit Tatjanas Ortskenntnis und Empfehlung – sorgten dafür, dass ich eine wunderschöne mittelalterliche Burg kennenlernen durfte. Zusammen mit dem kleinen aber feinen dazugehörigen Jagdschloss. Ein paar Bilder habe ich auch hier gemacht – ihr kennt mich. Ich kann nicht ohne. 🙂 Wollt ihr mal reinschauen? Die Küche im Jagdschloss ist zauberhaft!

Hätten wir zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, was unsere zweite Planänderung vorsehen würde, hätten wir uns beim Frühstück und auf der Burg Linn weniger Zeit gelassen. Denn kaum hatten wir Xanten erreicht und von Ferne einen Blick auf die römischen Überreste geworfen, kam uns ein neuer Gedanke. Wir waren

Gar nicht so weit weg von den Niederlanden. Und das wiederum hieß: Wir waren nicht weit weg von dem, was uns an diesem heißen Tag Kühlung verschaffen konnte: Der Nordsee. Kurzerhand rechneten wir mittels Navi aus, was so möglich war und es stellte sich heraus: Wenn wir direkt losführen, dann hätten wir eine gute Stunde am Stand von Zoutelande.

Fünf Stunden im Auto für eine gute Stunde am Strand? Manchmal macht man solch verrückte Dinge. Zumindest wenn die Reisebegleitung stimmt und einem auch das Autofahren selbst Spaß macht. Manchmal, das war am vergangenen Sonntag fällig.

Der Hinweg lief super. Keine Staus oder andere Ärgernisse auf der Straße. Wir lagen super in der Zeit. Zu schaffen machten uns nur die Gewitterwolken, die sich über uns zusammenbrauten. Aber da sowohl Tatjana als auch ich hoffnungslose Optimisten sind, fuhren wir dennoch stur weiter. Immerhin waren wir inzwischen schon fast da!

Kaum kam das erste Hinweisschild für Zoutelande verzogen sich die düsteren Wolken und hinterließen nur eine dunkle Vorahnung am Horizont. Unsere Stunde am Strand erhielt schönsten Sonnenschein, der zusammen mit dem Wasser der Nordsee an den Füßen und der milden Seeluft im Gesicht eine wirklich schöne Mischung ergab. Allerdings zogen am Ende unserer Frist von der See aus neue dunkle Wolken auf. Wir beschlossen, etwas früher als geplant den Rückweg anzutreten.

Dass diese Entscheidung bahntechnisch meine Rettung war, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wir klopften uns lachend den Sand von den Füßen und blickten mit einem Staunen im Gesicht dem drohenden Unwetter entgegen. Vom Auto aus sah es nicht mehr ganz so beängstigend aus wie am Strand.

Beängstigend hingegen waren die nicht enden wollenden Umleitungen und der viel zu lange Stau wegen einer Brückensperrung auf dem Rückweg. Hilflos musste ich zusehen, wie aus unserer guten Stunde Puffer immer weniger Minuten wurden.

Tatjana hat am Steuer wahre Wunder vollbracht und mich dann ganze fünfzehn Minuten vor der Abfahrt meines Zuges am Bahnhof rausgeschmissen und so kam ich gerade noch rechtzeitig auf dem Bahnsteig an.

Happy End

Die Woche – oder vielmehr Wochen – waren eine Herausforderung. Die Wochenenden auch. Auf seine ganz eigene, besondere Weise. Aber ich will nicht eine Minute davon missen. Und wäre es nicht so spannend und knapp am Ende geworden, wäre die Geschichte doch auch nur halb so schön zu erzählen gewesen. Wer als Autor Wert auf einen Spannungsbogen in seiner Geschichte legt und seinen Protagonisten dafür das Leben schwer macht, darf sich eben nicht beschweren, wenn er selbst in seinem Leben ähnlichen Spannungsbögen ausgesetzt ist.

Wieder in Berlin bekam ich übrigens diesen beeindruckenden Himmel zu sehen. Bilder aus Zoutelande bekommt ihr erst Ende Juli zu sehen. Da werde ich nämlich das nächste Mal dort sein. Und dann nicht nur für eine Stunde. 🙂

Sincerely

Nach dem Examen ist vor der RingCon

by Mary Cronos

Das Wichtigste vorab: Ich hab mein Examen bestanden! Wahnsinn! Was für ein Ritt! Immer wieder während der Vorbereitung und auch in den Prüfungen hatte ich so viele glückliche „Zufälle“, dass man wirklich problemlos von Wundern sprechen kann. Ich bin unendlich dankbar. Für die Unterstützung von Oben und auch für die ganz irdische Unterstützung hier unten. Besonderer Dank (und meine Gratulation) gilt dabei meiner lieben Freundin und Mitleidenden Clarissa. Wir haben es beide geschafft und das ist großartig! Ein weiteres besonders großes Dankeschön gilt meiner Mutter, die mich rund um die Uhr unterstützt hat, mir für lange Monologe als Zuhörer diente und teilweise doch recht trockene Lektüre über sich ergehen ließ (ohne sie wäre ich wohl jedes Mal nach einer Seite eingeschlafen. Mein Dank gilt aber auch Euch allen, die ihr mir bei meiner Umfrage geholfen habt. Vielen Dank für Eure ehrlichen, teilweise sehr persönlichen und bereichernden Antworten! Meine Prüfer waren so begeistert, dass sie mir die Veröffentlichung der Ergebnisse dieser Studie empfohlen haben! Ich habe mir übrigens vorgenommen – denn das finde ich nur fair -, dass ich meine Umfrage auch selbst beantworten werde – in meinem nächsten Blogbeitrag.

Aber es gibt noch mehr Neuigkeiten. Zum einen läuft gerade wieder ein Gewinnspiel beim lieben Parviz Khosrawi, bei dem ihr mit einem simplen Kommentar unter seinen Beitrag meine Bücher gewinnen könnt – inklusive Widmung und Signatur. Also schaut vorbei, wenn ihr Facebook habt!
Mit diesem kleinen Gewinnspiel will ich mein Examen mit Euch feiern – und meine erste Lesung: Auf der RingCon 2015 am 08.11., 13-14 Uhr. Damit verbunden: Damit ich während der Con genugbuttonfever nafishur quad Bücher zum signieren und verkaufen habe, habe ich die Restbestände der ersten Auflage von Nafishur zu mir geholt. Deshalb ist es zurzeit nur auf Amazon als Ebook zu finden. Aber keine Panik: Ihr könnt jederzeit ein Exemplar bei mir ordern und in Kürze wird die zweite Auflage (wieder Taschenbuch, aber voraussichtlich einen Tick größer) erscheinen; dann auch für jeden Buchhändler sichtbar und überall zu bestellen!

Da Convention-time immer etwas Besonderes ist, habe ich dort auch etwas Besonderes für Euch! Ich habe ein paar coole Nafishur-Buttons designt und hoffe, sie gefallen Euch. Lesezeichen und Postkarten etc werde ich natürlich auch im Gepäck haben. Dazu kommt dann wieder – Besucher der RPC in diesem Jahr werden es vielleicht wissen – einige süße Versuchungen aus Nafishur kommen: Dariel- und Cara-Muffins, fabriziert von einer begabten, kreativen Food-Bloggerin.

Aber an meinem Stand wird es nicht nur um Nafishur gehen. Ich werde mich bemühen Zeichnungen, Poster, Postkarten und anderes von meiner Kunst für Euch mitzubringen (mal sehen, wie viele Convention-Gäste ich noch gezeichnet bekomme) und der Verkauf meiner Kunst wird wieder ganz im Zeichen von Mission:Change stehen. Diesmal führt uns unsere Mission nach Schottland, in die Welt von Outlander. Unsere aktuelle Aktion unterstützt Bloodwise in UK und direkt vor Ort die Kölner Klinikclowns e.V.. Beide Organisationen werden je 50% unseres Gewinns als Spende erhalten.

Sincerely

the wingscriber pls sig

Nafishur – „Sneak Peek“

by Mary Cronos

Nafishur und auch die dazugehörigen Bücher sind voller Geheimnisse und Überraschungen.
Ich habe mir vorgenommen, Euch diese während dieser Woche vorzustellen. Heute Teil VI: „Sneak Peek“

Die sechste Besonderheit: Sieben Bände im Voraus planen…

Achtung, wer jetzt nicht damit rechnet, dass die Folgebände in Nafishur spielen, sollte nicht weiterlesen. 😉

Denn hier seht ihr die Arbeitstitel aller sieben Doppelbände:

Band 1 Der verborgene Schlüssel – Praeludium

Band 2 Der verschwundene Wächter – Custos Absens

Band 3 Zwischen den Porten – Inter Portas

Band 4 Das Geheimnis des Bruders – Secretum Fratris

Band 5 Schatten der Geschichte – Umbra Historiae

Band 6 Am Ende der Zeit – Finis Temporis

Band 7 Das Achte Element Octavum Elementum

Mehr werde ich Euch aber noch nicht verraten. Jetzt ist spekulieren angesagt. Wer allerdings meinen Eintrag über die Besonderheit „Hidden Secrets“ gelesen hat UND wenigstens einen der Nafishur Praeludium Bände besitzt und bis zum Ende liest, der wird bald zumindest zu den zwei zweiten Bänden mehr erfahren. 😉

Sincerely

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Nafishur – „Back to the Roots“

by Mary Cronos

Nafishur und auch die dazugehörigen Bücher sind voller Geheimnisse und Überraschungen.
Ich habe mir vorgenommen, Euch diese während dieser Woche vorzustellen. Heute Teil V: „Back to the Roots“

Die fünfte Besonderheit: Die Grundidee und die drei Hauptcharaktere entstanden bei einem Rollenspiel.

nafishur logo newEines schönen Abends – es war wohl Anfang des Jahres 2008 – wollten drei Freunde ein neues RPG (ein geschriebenes Rollenspiel – ähnlich einem improvisierten Drehbuch) spielen. Laura alias Keks, Chrissy und Mary. Mary sollte sich dafür eine Geschichte ausdenken. Die ersten Fragen waren deshalb: Was soll es für eine Geschichte sein? Wen wollt ihr spielen? Keks wollte – wie wir alle im Twilight-Fieber – ein Vampir sein. Mary auch. Aber zwei Vampire wären langweilig. Also entschied sie sich für das spannende Pendant: Den Vampir-Jäger. Chrissy konnte sich nicht entscheiden: Vampir oder Hexe? Hey, warum nicht beides! Das war die Geburtsstunde von Ginga, Dariel und Cara.

Zu diesem Zeitpunkte hatte Ginga übrigens noch lila Haare. Dariel beschrieb sie immer gern als „die mit dem Lavendelhaar“. Dariel „klaute“ ich mir aus einer Buchidee, die ich schon zwei Jahre zuvor zu Beginn meines Studiums niedergeschrieben hatte (Arbeitstitel: Black & White). Ich mochte die Figur und ich ging ja nicht davon aus, dass aus diesem Rollenspiel jemals ein Buch werden würde (heute hab ich zwei Buchprojekte mit dem gleichen Protagonisten… was ich daraus wohl mache? Mir fällt schon was ein, versprochen! 😉 ).

Eigentlich gab es am Anfang zwei Haupt- und zwei Nebencharaktere: Die Hauptgeschichte sollte sich um Magnus und Cara spinnen. Dariel und Ginga waren gewissermaßen Dekoration der Szenerie und sollten die Geschichte beleben. Aber Charaktere machen selten das, was für sie vorgesehen ist. Weder im echten Leben noch in Büchern. Es kam wie es kommen musste: Dariel und Ginga entwickelten einen so speziellen Charakter, dass sie eine eigene Geschichte entstehen ließen. Eine zweite. Das gegenwärtige Resultat: Ihr könnt die Geschichte nicht nur aus Caras Sicht, sondern auch aus Dariels Sicht lesen.

Unsere kleine Geschichte dauerte an und jeden Abend „spielten“ wir weiter (wir unterhielten und agierten also via Skype und anderen Messengerdiensten miteinander, als seien wir eben nicht wir, sondern unsere Figuren). Und die Geschichte gefiel uns von Tag zu Tag besser. Bis wir den Entschluss fassten, tatsächlich ein Buch daraus zu machen. Zu dieser Zeit dachten wir an ein Gemeinschaftswerk: Chrissy sollte Caras Position einnehmen, ich Dariels. Unser Studium funkte uns für Jahre dazwischen (lästig, dieses ganze Lernen und Prüfungen bestehen 😉 ). Letzten Endes trat Chrissy schweren Herzens von unserem Projekt zurück. Aber ich bin ihr von Herzen dankbar für die vielen Abende, an denen wir gemeinsam nach und nach Nafishur ersponnen (ich hab die Arme manchmal stundenlang zugesponnen mit Ideen).

Vor ungefähr drei Jahren reifte dann der Entschluss: Ich schreibe nicht einfach für mich. Ich will, dass andere die Geschichte von Dariel, Cara und Ginga kennenlernen. Seit dem nahm ich alles mit, was ich an wissen über das Bücher Schreiben und Veröffentlichen kriegen konnte. Und so oft es meine Zeit erlaubte, schrieb ich.

Mit diesen Jahreszahlen im Gepäck blickt Nafishur auf eine lange Entstehungsgeschichte zurück. Aber keine Sorge! Die nächsten Bänden brauchen nicht so viel Zeit. Nicht zuletzt, weil in den vergangenen Jahren nicht die Geschichte eines Doppelbandes entstand, sondern die Geschichte der gesamten Reihe. Aber davon ein anderes Mal…. morgen vielleicht?

Sincerely

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Nafishur – „Hidden Secret“

by Mary Cronos

Nafishur und auch die dazugehörigen Bücher sind voller Geheimnisse und Überraschungen.
Ich habe mir vorgenommen, Euch diese während dieser Woche vorzustellen. Heute Teil III: „Hidden Secrets“

Die dritte Besonderheit: Überall in Nafishur sind geheime Informationen versteckt.

story dummyIch lade all meine Leser ein, die schwarz-weißen Pixelgrafiken, die sogenannten QR-Codes auszuprobieren. Dazu ist lediglich ein Smartphone (oder Tablet mit Kamera) nötig. Es gibt unzählige kostenlose Apps, die diese Codes durch simples Abfotografieren lesen können. Warum das ganze interessant sein könnte? Weil hinter jedem Code ein Link auf meine Website steckt; genaugenommen ein Link zu einer verborgenen Seite innerhalb meiner Website. Dort finden sich dann zusätzliche Informationen, Grafiken, Illustrationen, Grundrisse, Lagepläne, ungekürzte Versionen der Kapitel, Interviews oder Kommentare von mir zu bestimmten Szenen. Das Beste: Die Inhalte der Links bleiben nicht beim Alten. Immer wieder gibt es Neues zu entdecken! Also probiert es aus!

Dieser QR-Code hier führt Euch zum Beispiel direkt zu einer längeren Leseprobe von beiden ersten Bänden Nafishurs. Ideal zum Ausprobieren – dieser Idee und der Geschichten. 🙂

Sincerely

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Nafishur – „2 Points of View“

by Mary Cronos

Nafishur und auch die dazugehörigen Bücher sind voller Geheimnisse und Überraschungen.
Ich habe mir vorgenommen, Euch diese während dieser Woche vorzustellen. Heute Teil I: „2 Points of View“

Die erste Besonderheit: Nafishurs Geschichte kann man aus zwei unterschiedlichen Sichtweisen lesen in zwei unterschiedlichen Büchern.

Du als Leser kannst entscheiden, wem der beiden Du auf ihrer Reise folgen willst: Dem Vampir-Jäger Dariel, der vor allem mit dem neuen, untoten Leben und dessen Verursacherin Ginga zu kämpfen hat; oder der Halbvampirin Cara, die in die Welt der Magie eintaucht einem Familiengeheimnis auf der Spur ist, dessen Ausmaß sie noch nicht erahnen kann. (Natürlich freue ich mich auch, wenn Du beide Erzählungen liest – auf diese Weise wirst Du als aufmerksamer Leser sicher das eine oder andere Rätsel etwas früher lösen können oder ein paar kleine Geheimnisse von Dariel und Cara aufdecken).

Um es in Anlehnung an eine inzwischen recht bekannte Werbung zu sagen: Zwei unterschiedlich-gleiche Geschichten: In der einen trifft ein Mann auf seinen schlimmsten Albtraum, in der anderen glaubt eine Frau zu träumen. In der einen wird der Tod gefürchtet und in der anderen das Leben verteidigt. Heute teilen sie sich nichts außer dem Cover-Design und der Autorin. Lies sie beide und entscheide Dich! 😉

wendecover

 

deshalb ergeben die Buchrücken beider Bände zusammen einen Buchrücken – nämlich den zu Band I. Diesen gewieften Trick entdecken natürlich nur die Besitzer der Taschenbuchausgaben. Aber auch Ebook-Besitzer dürfen Cara und Dariel in ihr Oberstübchen gucken, Geheimnisse vor allen anderen aufdecken und merken, wie leicht man sich missverstehen kann und wie wichtig es ist, mit einander zu reden (was weder Cara noch Dariel gern machen).

Sincerely

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Nafishur Praeludium – EBook Update

by Mary Cronos

ebook sommer werbung IIHallo all ihr lieben Wartenden,

Cara und Dariel liegen Amazon seit dem heutigen Nachmittag zur Prüfung vor. Ich hoffe sehr, dass sie morgen (Sonntag) Abend dann für Euch bereitliegen.

Ich bin sehr gespannt und hoffe, die Ebook-Formatierung ist mir geglückt. Sollten die Dateien in irgendeiner Form fehlerhaft sein, wird das selbstverständlich kurzfristig repariert und so weit ich weiß, können EBook-Käufer dann auch nachträglich ihre Version aktualisieren. Ich bin zumindest sehr gespannt.

Dariel, Cara und die anderen würden sich zumindest sehr freuen, Euch in den Sommerurlaub begleiten zu dürfen. Vielleicht nehmen sie Euch dann auch mit auf eine Reise in eine völlig andere Welt. Lasst Euch überraschen.

 

Sincerely 
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