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Tag: Event

German ComicCon Berlin

by Mary Cronos

Im letzten Report – und damit sind wir schon beinah in der Gegenwart – dreht sich alles um meine Anwesenheit auf der German ComicCon in Berlin vor zwei Wochen. Ein Heimspiel gewissermaßen. Allerdings diesmal gespickt mit einigen Herausforderungen und Veränderungen.

Wie bei jedem Berliner Event bekam ich auch dieses Mal einige Leckereien für Euch mit auf den Weg – Plätzchen aus dem mütterlichen Ofen. Es gab Aby und Artemis, meine Katzen aus Nafishur und Yngwie – nicht nur zum Kuscheln, sondern nun eben auch zum Essen. Aber auch Houston Hall war vertreten: In Form von Meisen (Elvis, für die Insider unter Euch) und Vogelkäfigen sowie Herzen für die Liebe in der Romantasy. Am liebsten hätte ich sie ja selbst genascht. Aber mein treues Helferlei – extra aus Bochum angereist – hielt mich davon ab: meine liebe Freundin und Agentin Anja.

Am Freitag begann der Spaß dann mit dem Aufbau. Ich habe von meinem Vater gelernt, immer gut vorbereitet zu starten und so hatte ich mich schon via Maps mit der Umgebung vertraut gemacht. Zum Glück. Denn vor der Lieferzone war eine schier endlose Schlange von Lieferwagen und Kleinwagen, deren Besitzer darauf warteten, endlich arbeiten zu können. Kurzerhand fuhren wir ins nahegelegene Parkhaus und dank unserer unendlichen Sportlichkeit und Geschicklichkeit – und der zufälligen Hilfe durch eine zukünftige Besucherin, die in der Nähe wohnte – gelang es uns, alles mit einem Schlag mitzunehmen. Dennoch war das mit VIER Stunden der wohl längste Standaufbau in meiner Convention-Zeit. Warum? Nun, das will ich Euch erzählen.

Nach der Anmeldeschlange und der „hol Dir deine Stühle, der Tisch ist schon da“-Schlange, liefen wir mit zwei Klappstühlen quer über das Gelände bis in die hinterste Ecke der hintersten Halle. An meinen Stand auf der Phantastika (der übrigens noch keinen Tisch hatte). Der eine oder die andere von Euch mag es bemerkt haben: Die Phantastika fand dieses Jahr im Rahmen der German ComicCon in Berlin statt, um überhaupt stattfinden zu können. Als Fantasy-Autorin hatte mich das natürlich gefreut und ich fühlte mich nach dieser Ankündigung gleich doppelt zuhause.

Allerdings fragte ich mich damals im Sommer auch, ob der Stand in der Artist Alley, den ich bereits gebucht und bezahlt hatte, dann wirklich so gut passte oder ob ich nicht stattdessen lieber Teil der Phantastika sein sollte. Deshalb fragte ich damals nach. Im Sommer. Im Oktober kam dann ein ernüchterndes „dafür bin ich nicht zuständig“. Als es dann kurz vor dem Event darum ging, wo unsere Stände sein soll (innerhalb der Artist Alley kann man sagen, ob man neben einem bestimmten Kollegen besonders gern stehen möchte), fragte ich wieder. Eine Antwort erhielt ich nicht. Stellte aber dann fest, dass ich einen Platz in der Phantastika hatte (leider ohne die geringste Ankündigung – anders als meine literarischen Kollegen dort). In der hintersten Ecke. Vor einer Echtholzwand, die ich wohl kaum so nutzen konnte wie die Wand, die ich in der Artist Alley extra dazugebucht hatte. Als ich das sah (und die traurig leere Phantastika-Halle), bat ich um meinen eigentlichen Platz. Den, den ich gebucht und bezahlt hatte. Zum Glück war ein Künstlerkollege abgesprungen und so war noch ein Fleckchen (mit Wand!) frei. Juhu!

Das ist die Stelle, an der Anja und ich mit einem Mal mein gesamtes Stand-Equipment holten (Yeah!). Als wir dann vor unserem Tisch standen (der liebe Helfer für uns Artists hatte sich in der Zwischenzeit um den Tisch und die Stühle bemüht – das hätte er übrigens auch gern für meinen ersten Stand gemacht, aber da wurden uns die Stühle ja schon vorher gegeben – man wusste offenbar nichts von ihm), schauten wir nicht schlecht. Auf der gesamten Länge der Alley gab es nicht eine Lücke zwischen den Tischen. Und die Querwände, die die eigentlichen Wände hinter den Standflächen stützen sollten, gingen bis 10-15cm an die Tische heran. Ergo: Um hinter oder vor seinen Stand zu kommen, musste man unter dem Tisch hindurchkriechen (oder drüber klettern – was bei aufgebautem Stand keine Alternative mehr war). Oder man riskierte es, die Wände zu erschüttern und die Feuerwehr zu erzürnen, indem man seine Tische etwas nach vorn und die Wände etwas nach hinten schob – also … 3-4 Mal pro Standortwechsel, weil man ja dann hinter allen Ständen entlang musste, nicht nur hinter seinem eigenen – denn natürlich war mein neuer-alter Stand genau in der Mitte der Reihe.

Das alles hat den Aufbaustart natürlich verzögert. Und das Dekorieren gestaltete sich natürlich auch schwieriger angesichts der Tatsache, dass wir Akrobatik benötigten, um den Tisch von beiden Seiten zu sehen und zu bestücken. Da wir wohl kriechen würden müssen, wann immer wir etwas Nahrung, eine Toilette (oder ich den Workshopraum) brauchten, musste ich leider auf das traditionelle Banner meiner Mini-Heldinnen vor dem Tisch verzichten. Aber wenigstens der Tiger konnte dank der weißen Wand hinter uns hängen (er bzw. die genutzten Powerstrips haben mich allerdings auch geärgert: immer wieder löste sich stur ein und die gleiche Ecke – egal wie gut sie festgeklebt wurde).

Als wir dann gegen 20 Uhr – dem offiziellen Ende der Aufbauzeit – endlich den Rückweg vom Gelände antraten, stand auch nur noch ein Lieferwagen vor dem Eingang. Puh! Nix wie nach Hause und hoffen, dass sich das Chaos gelohnt hat.

Nun. Es hat sich gelohnt, weil ich liebe Menschen getroffen habe. Solche, die ich zu lange nicht mehr gesehen habe; solche, die ich nicht oft genug sehen kann; solche, die ich nur online kannte; und solche, sie ich bis dato noch gar nicht gekannt hatte. Also ja: Es hat sich gelohnt. Und wenn nur für die Erfahrungen, die ich gemacht habe und die Menschen, die Yngwie und ich zum lächeln gebracht haben.

Gelohnt hat es sich hoffentlich auch für meine Workshopteilnehmer. Wie ich drei Tage vor dem Event aus dem öffentlichen Newsletter erfuhr, hatte ich nämlich zwei davon zu halten (das hatte ich auch im Sommer vorgeschlagen, aber eine klare Ansage, welche meiner Ideen, wann und wie lang ins Programm kommen würden, erhielt ich leider nicht). Glücklicherweise bin ich spontan und in den ausgewählten Workshopthemen inzwischen schon geübt genug, um mehr oder minder frei und ohne Vorbereitung loszulegen. Glück gehabt, liebe Schüler. In meinem ersten sprach ich einmal mehr übers Fremde Welten Erschaffen und im zweiten am Sonntag dann darüber, wie aus einer Idee, einer Geschichte, ein Buch wird. Was es dafür braucht und welche Wege Euch offen stehen.

An dieser Stelle – weil man es nicht oft genug erwähnen kann: Kein seriöser Verlag will Geld von Euch! Der Verlag verdient dank Euch, nicht an Euch! Verlage, die Eure Bücher mit Eifer annehmen und dann einige tausend Euronen von Euch wollen, sind Druckkostenzuschussverlage und kein Weg, den ihr gehen solltet. Dann wählt lieber das Selfpublishing. Kostet nix bis kaum etwas, gibt Euch jede Freiheit und alle Möglichkeiten – wenn ihr den richtigen Anbieter wählt. Ja, ja, ihr merkt: Darüber kann man ne Weile reden. Zum Glück hatte ich jeweils eine Stunde.

An meinem Stand hatte ich – jenseits von meinen zwei Stunden Auslauf – kein Bedürfnis, mich aus meinem Käfig zu befreien. Stattdessen versuchte ich, so viele neugierige Blicke wie möglich in interessierte Fans zu verwandeln. Das gelang durchaus. Aber leider war die Artist Alley – vor allem am Sonntag – ziemlich leer (wenn auch nicht so leer wie die Phantastika-Halle – also doch richtig entschieden. Uff).

Leider steht am Ende dieses Wochenendes für mich die eine Erkenntnis fest, die Lehre, die ich aus diesen drei Tagen gezogen habe: Das war die letzte German Comic Con für mich. In Berlin kann ich auch anders Präsenz zeigen. Auf der großartigen BuchBerlin oder in den tollen Buchhandlungen, um mich herum (aber davon erzähle ich Euch morgen 😉 ). Comic Con wird es für mich zukünftig nur noch in Stuttgart geben.

Ich kann nur hoffen, dass alle Besucher trotzdem viel Spaß hatten. Dass ihr das Wochenende der GCC in Berlin genossen habt. Die Location Station Berlin ist in jedem Fall eine Verbesserung gewesen. Für mich persönlich war es nur leider die einzige.

Sincerely

Hallo Verlagsautor

by Mary Cronos

Und kaum ist der Bericht vorüber, hab ich auch schon eine weitere Neuigkeit für Euch. Nun ja… Um ehrlich zu sein, weiß ich das schon ein paar Tage. Aber eins nach dem anderen. Ich wollte nicht, dass diese Neuigkeit in meinem Travelreport untergeht. Und ich hatte mir vorgenommen erst ein gewisses Manuskript fertigzustellen, bevor ich es Euch verrate. Also *Trommelwirbel*

Ich habe dank meiner wunderbaren Agentur Langenbuch & Weiß meinen ersten Verlagsvertrag unterschrieben. Es ist mir eine riesige Freude und Ehre und ich kann es kaum erwarten, dieses Buch publiziert und druckfrisch in meinen Händen zu halten. Was kann ich verraten? Es wird zuerst als Ebook und Print on Demand (also auf Eure Bestellung hin – wie Nafishur) erhältlich sein – ab Januar 2018. Und wenn es Euch gefällt und die Verkaufszahlen stimmen, wird es voll und ganz in das Taschenbuchprogramm von Droemer Knaur aufgenommen. Das Genre ist historische Romance (mit einem Fantasybackground, denn ich brauche wohl immer etwas Fantastisches in meinen Geschichten…). Besonders begeistert bin ich, dass mir der Verlag erlaubt, mein Cover selbst zu designen – und das bei meinem Verlagsdebüt! 11Wer mich kennt, weiß, dass ich auch Coverdesigner bin und natürlich nicht nur die Geschichten meiner lieben Kollegen „anziehen“ will, sondern nach Möglichkeit auch meine eigenen.

Ich kann es kaum erwarten! Der erste Schritt ist nun getan. Nach einigen Monaten exzessiven Recherchierens und Schreibens habe ich nun schlappe 519 Seiten, die ich nun nochmal am Stück lesen und prüfen werde, bevor sie in das Verlagslektorat gehen. Und dann habe ich endlich wieder Zeit für Nafishur! Das ist direkt die zweite gute Nachricht. Beide zweiten Bände haben schon so einiges an Seiten und ich werde jede freie Minute nutzen, um so schnell wie möglich voranzukommen. Mein erklärtes Ziel ist es, die beiden nächsten Bände noch vor Weihnachten erscheinen zu lassen. Aber ich gebe zu, das ist… ambitioniert. Drückt mir die Daumen! Übrigens… Wenn dem so ist, werde ich im Herbst nach Testlesern für Nafishur Ausschau halten. Meldet Euch gern bei Interesse. 🙂

Ich freu mich riesig und ihr Euch hoffentlich auch. Wer übrigens schon im Sommer in die zweiten Bände von Nafishur hineinschnuppern will, sei nochmal auf das Festival Fantasia hingewiesen, auf dem ich so einiges anbiete – unter anderem zwei Lesungen aus den noch unveröffentlichten zwei zweiten Bänden! Was ich sonst noch so zwischen Feen und Elfen anstelle, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.

Sincerely

Beinah auf dem neuesten Stand

by Mary Cronos

Wie geht’s Euch nach meinem Post von Sonntag? Ich muss zugeben, er hat mich auch ganz schön nachdenklich gemacht. Aber heute ist wieder ein Bericht dran und keine weiteren Sonntagsgedanken. Also hin zu guten Nachrichten: Hey, wir haben gut aufgeholt! Inzwischen bleiben mir nur noch drei Septemberwochen zum Berichten und dann kann ich Euch endlich erzählen, was in den kommenden Wochen so bei mir ansteht. Aber ich ahne es schon. Wenn ich jetzt Besserung gelobe, wird die Pause zu den nächsten Blogposts am Ende noch größer. Ihr werdet es merken, wenn ich all die Termine aufzähle, die kommen werden. Und wahrscheinlich wollen die meisten von Euch lieber neue Bücher als mehr Blogbeiträge.

Der September fing für mich schon turbulent an. Am ersten Septemberwochenende war nicht nur die Einschulung meines lieben Neffen, nein, es war Brandenburgtag bei mir in Hoppegarten und damit das erste mal in einer Gemeinde und nicht in einer Stadt. Ich war als Fotograf unterwegs, um dieses Ereignis im Bild festzuhalten. Es gab viele Bühnen, jede Menge Programm (inklusive Konzerten von Mungo Jerry, Frida Gold und Tim Bendzko und natürlich der Botschafterin des diesjährigen Brandenburgtags Leona Heine und einem großen Feuerwerk mit Lasershow). Man kann sagen: Es war ein wirklich gelungenes Wochenende. Auch wenn ich mir danach dringend Urlaub wünschte – ca 15 kg Equipment auf der Schulter und am Samstag von 8 Uhr morgens bis Mitternacht unterwegs… das hinterlässt eben Spuren. Für mich waren die schönsten Entdeckungen in Verbindung mit diesem Wochenende zum einen Leona Heine and Friends (wirklich wunderschöne Musik) und meine zwei Mit-Fotografen. Aber auch die Pferderennen und -paraden und all die Künstler und Kreativen an den Ständen waren es wert. Schade nur, dass ich eigentlich in 90% der Zeit nur durch den Sucher geguckt habe – aber das war der Job. 🙂 Und hier habt ihr einen winzigen Einblick in den Samstagabend des Brandenburgtags – die Konzerte und das Feuerwerk. Das wird mir sicher am längsten im Gedächtnis haften bleiben.

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In der vergangenen Woche folgte dann ein Personalausflug mit meiner Abteilung (ihr erinnert Euch vielleicht an meinen kleinen, aber feinen Nebenjob) nach Neuzella. Wir haben das Kloster besichtigt, gut gegessen und die Ortseigene Brauerei kennengelernt (samt Bierverkostung – aber wer mich kennt, weiß, dass ich eine Limonadenverkostung gemacht habe: die „Himmelspforte“ kann ich nur empfehlen. Eine Himbeerlimonade. Sehr fruchtig und lecker).

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Die Woche begann also imposant. Und so endete sie auch – im Renn-Klub von Hoppegarten am Samstag. Es war mir eine Freude und ein besonderes Erlebnis, dort fotografieren zu können. Abgesehen vom Brandenburgtag, an dem die Rennen aber nur ein Highlight unter vielen waren, war ich in meiner Kindheit das letzte Mal auf der Rennbahn – und damals natürlich nicht auf der Tribüne des Renn-Klubs. Ich freue mich über die neuen Bekanntschaften und die Freunde, die ich gefunden habe. Um so dankbarer bin ich meinem Kollegen Jürgen Sendel, der mir diesen Auftrag übertrug.

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Wie ihr seht, liegt auch heute wieder das Gewicht auf den Bildern. Ich habe in den Sommermonaten auch fleißig geschrieben, aber da darf ich Euch ja noch nichts verraten. Ich kann nur sagen, dass es mir riesig Spaß macht, Cara und die anderen durch Nafishur zu begleiten und zu entdecken, was sie entdecken – vor allem, da manche Ideen inzwischen schon 10 Jahre alt sind und wirklich dringend geschrieben gehören; und es ist spannend, Anthony und Mary durch die Geschichte zu begleiten und dunkle, mythische Geheimnisse Schottlands aufzudecken. 🙂

Heute nun bin ich auf dem Weg zur Photokina in Köln. Vor zwei Jahren war ich das erste Mal dabei und sofort begeistert. Ich bin gespannt, was mich in diesem Jahr erwarten wird, wen ich kennenlernen darf und was ich Neues erfahren werde. Ich werde mir Mühe geben, Euch zeitnah davon zu berichten (auf Instagram bestimmt auch schon zwischendurch). Aber wie ich anfangs schon schrieb: Ich verspreche lieber nichts. 😉

Sincerely

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P.S.: Schon wieder hab ich was vergessen! Und dann auch noch sowas Schönes! Einige Autoren und Illustratoren haben sich zusammengeschlossen, um eine Anthologie zu veröffentlichen, die Herzenswünsche e.V. unterstützen soll. Inzwischen ist es fast soweit. Eine meiner Illustrationen dafür ist fertig und die andere fast. Hier ein erster kleiner Einblick. Ich halte Euch auf dem Laufenden, wenn die Anthologie erscheint. 🙂

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