Welcome to my World

Tag: Messe

German ComicCon Berlin

by Mary Cronos

Im letzten Report – und damit sind wir schon beinah in der Gegenwart – dreht sich alles um meine Anwesenheit auf der German ComicCon in Berlin vor zwei Wochen. Ein Heimspiel gewissermaßen. Allerdings diesmal gespickt mit einigen Herausforderungen und Veränderungen.

Wie bei jedem Berliner Event bekam ich auch dieses Mal einige Leckereien für Euch mit auf den Weg – Plätzchen aus dem mütterlichen Ofen. Es gab Aby und Artemis, meine Katzen aus Nafishur und Yngwie – nicht nur zum Kuscheln, sondern nun eben auch zum Essen. Aber auch Houston Hall war vertreten: In Form von Meisen (Elvis, für die Insider unter Euch) und Vogelkäfigen sowie Herzen für die Liebe in der Romantasy. Am liebsten hätte ich sie ja selbst genascht. Aber mein treues Helferlei – extra aus Bochum angereist – hielt mich davon ab: meine liebe Freundin und Agentin Anja.

Am Freitag begann der Spaß dann mit dem Aufbau. Ich habe von meinem Vater gelernt, immer gut vorbereitet zu starten und so hatte ich mich schon via Maps mit der Umgebung vertraut gemacht. Zum Glück. Denn vor der Lieferzone war eine schier endlose Schlange von Lieferwagen und Kleinwagen, deren Besitzer darauf warteten, endlich arbeiten zu können. Kurzerhand fuhren wir ins nahegelegene Parkhaus und dank unserer unendlichen Sportlichkeit und Geschicklichkeit – und der zufälligen Hilfe durch eine zukünftige Besucherin, die in der Nähe wohnte – gelang es uns, alles mit einem Schlag mitzunehmen. Dennoch war das mit VIER Stunden der wohl längste Standaufbau in meiner Convention-Zeit. Warum? Nun, das will ich Euch erzählen.

Nach der Anmeldeschlange und der „hol Dir deine Stühle, der Tisch ist schon da“-Schlange, liefen wir mit zwei Klappstühlen quer über das Gelände bis in die hinterste Ecke der hintersten Halle. An meinen Stand auf der Phantastika (der übrigens noch keinen Tisch hatte). Der eine oder die andere von Euch mag es bemerkt haben: Die Phantastika fand dieses Jahr im Rahmen der German ComicCon in Berlin statt, um überhaupt stattfinden zu können. Als Fantasy-Autorin hatte mich das natürlich gefreut und ich fühlte mich nach dieser Ankündigung gleich doppelt zuhause.

Allerdings fragte ich mich damals im Sommer auch, ob der Stand in der Artist Alley, den ich bereits gebucht und bezahlt hatte, dann wirklich so gut passte oder ob ich nicht stattdessen lieber Teil der Phantastika sein sollte. Deshalb fragte ich damals nach. Im Sommer. Im Oktober kam dann ein ernüchterndes „dafür bin ich nicht zuständig“. Als es dann kurz vor dem Event darum ging, wo unsere Stände sein soll (innerhalb der Artist Alley kann man sagen, ob man neben einem bestimmten Kollegen besonders gern stehen möchte), fragte ich wieder. Eine Antwort erhielt ich nicht. Stellte aber dann fest, dass ich einen Platz in der Phantastika hatte (leider ohne die geringste Ankündigung – anders als meine literarischen Kollegen dort). In der hintersten Ecke. Vor einer Echtholzwand, die ich wohl kaum so nutzen konnte wie die Wand, die ich in der Artist Alley extra dazugebucht hatte. Als ich das sah (und die traurig leere Phantastika-Halle), bat ich um meinen eigentlichen Platz. Den, den ich gebucht und bezahlt hatte. Zum Glück war ein Künstlerkollege abgesprungen und so war noch ein Fleckchen (mit Wand!) frei. Juhu!

Das ist die Stelle, an der Anja und ich mit einem Mal mein gesamtes Stand-Equipment holten (Yeah!). Als wir dann vor unserem Tisch standen (der liebe Helfer für uns Artists hatte sich in der Zwischenzeit um den Tisch und die Stühle bemüht – das hätte er übrigens auch gern für meinen ersten Stand gemacht, aber da wurden uns die Stühle ja schon vorher gegeben – man wusste offenbar nichts von ihm), schauten wir nicht schlecht. Auf der gesamten Länge der Alley gab es nicht eine Lücke zwischen den Tischen. Und die Querwände, die die eigentlichen Wände hinter den Standflächen stützen sollten, gingen bis 10-15cm an die Tische heran. Ergo: Um hinter oder vor seinen Stand zu kommen, musste man unter dem Tisch hindurchkriechen (oder drüber klettern – was bei aufgebautem Stand keine Alternative mehr war). Oder man riskierte es, die Wände zu erschüttern und die Feuerwehr zu erzürnen, indem man seine Tische etwas nach vorn und die Wände etwas nach hinten schob – also … 3-4 Mal pro Standortwechsel, weil man ja dann hinter allen Ständen entlang musste, nicht nur hinter seinem eigenen – denn natürlich war mein neuer-alter Stand genau in der Mitte der Reihe.

Das alles hat den Aufbaustart natürlich verzögert. Und das Dekorieren gestaltete sich natürlich auch schwieriger angesichts der Tatsache, dass wir Akrobatik benötigten, um den Tisch von beiden Seiten zu sehen und zu bestücken. Da wir wohl kriechen würden müssen, wann immer wir etwas Nahrung, eine Toilette (oder ich den Workshopraum) brauchten, musste ich leider auf das traditionelle Banner meiner Mini-Heldinnen vor dem Tisch verzichten. Aber wenigstens der Tiger konnte dank der weißen Wand hinter uns hängen (er bzw. die genutzten Powerstrips haben mich allerdings auch geärgert: immer wieder löste sich stur ein und die gleiche Ecke – egal wie gut sie festgeklebt wurde).

Als wir dann gegen 20 Uhr – dem offiziellen Ende der Aufbauzeit – endlich den Rückweg vom Gelände antraten, stand auch nur noch ein Lieferwagen vor dem Eingang. Puh! Nix wie nach Hause und hoffen, dass sich das Chaos gelohnt hat.

Nun. Es hat sich gelohnt, weil ich liebe Menschen getroffen habe. Solche, die ich zu lange nicht mehr gesehen habe; solche, die ich nicht oft genug sehen kann; solche, die ich nur online kannte; und solche, sie ich bis dato noch gar nicht gekannt hatte. Also ja: Es hat sich gelohnt. Und wenn nur für die Erfahrungen, die ich gemacht habe und die Menschen, die Yngwie und ich zum lächeln gebracht haben.

Gelohnt hat es sich hoffentlich auch für meine Workshopteilnehmer. Wie ich drei Tage vor dem Event aus dem öffentlichen Newsletter erfuhr, hatte ich nämlich zwei davon zu halten (das hatte ich auch im Sommer vorgeschlagen, aber eine klare Ansage, welche meiner Ideen, wann und wie lang ins Programm kommen würden, erhielt ich leider nicht). Glücklicherweise bin ich spontan und in den ausgewählten Workshopthemen inzwischen schon geübt genug, um mehr oder minder frei und ohne Vorbereitung loszulegen. Glück gehabt, liebe Schüler. In meinem ersten sprach ich einmal mehr übers Fremde Welten Erschaffen und im zweiten am Sonntag dann darüber, wie aus einer Idee, einer Geschichte, ein Buch wird. Was es dafür braucht und welche Wege Euch offen stehen.

An dieser Stelle – weil man es nicht oft genug erwähnen kann: Kein seriöser Verlag will Geld von Euch! Der Verlag verdient dank Euch, nicht an Euch! Verlage, die Eure Bücher mit Eifer annehmen und dann einige tausend Euronen von Euch wollen, sind Druckkostenzuschussverlage und kein Weg, den ihr gehen solltet. Dann wählt lieber das Selfpublishing. Kostet nix bis kaum etwas, gibt Euch jede Freiheit und alle Möglichkeiten – wenn ihr den richtigen Anbieter wählt. Ja, ja, ihr merkt: Darüber kann man ne Weile reden. Zum Glück hatte ich jeweils eine Stunde.

An meinem Stand hatte ich – jenseits von meinen zwei Stunden Auslauf – kein Bedürfnis, mich aus meinem Käfig zu befreien. Stattdessen versuchte ich, so viele neugierige Blicke wie möglich in interessierte Fans zu verwandeln. Das gelang durchaus. Aber leider war die Artist Alley – vor allem am Sonntag – ziemlich leer (wenn auch nicht so leer wie die Phantastika-Halle – also doch richtig entschieden. Uff).

Leider steht am Ende dieses Wochenendes für mich die eine Erkenntnis fest, die Lehre, die ich aus diesen drei Tagen gezogen habe: Das war die letzte German Comic Con für mich. In Berlin kann ich auch anders Präsenz zeigen. Auf der großartigen BuchBerlin oder in den tollen Buchhandlungen, um mich herum (aber davon erzähle ich Euch morgen 😉 ). Comic Con wird es für mich zukünftig nur noch in Stuttgart geben.

Ich kann nur hoffen, dass alle Besucher trotzdem viel Spaß hatten. Dass ihr das Wochenende der GCC in Berlin genossen habt. Die Location Station Berlin ist in jedem Fall eine Verbesserung gewesen. Für mich persönlich war es nur leider die einzige.

Sincerely

Frankfurter Buchmesse

by Mary Cronos

Mein wahnsinnig verspäteter Berichtemarathon geht weiter. Heute will ich Euch von der Frankfurter Buchmesse erzählen.

Die Kurzfassung: Es war Buchmesse.

Jeder, der Bücher liebt und schon mal auf der Buchmesse war, weiß, was das heißt. Mehr Erklärungen sind eigentlich nicht notwendig.

Aber hey, ich bin Autorin. 😉 Ganz so einfach mache ich es Euch nicht. Außerdem war diese Messe voller besonderer Momente…

Bevor ich anfange noch zwei Bemerkungen: Ja, ich konnte mich doch wieder nicht kurz fassen… und Ja, ich erwähne und verlinke lauter Menschen und Unternehmen. Ich werde dafür nicht bezahlt. Ich wurde positiv von ihnen beeindruckt und möchte meiner Erfahrungen einfach mit Euch teilen. 😉

Und nun los.

Es fing schon außergewöhnlich an, denn das war das erste Mal, dass ich mit meinem eigenen Auto zur Buchmesse bin. Das Resultat: Es war randvoll gepackt mit so vielen Koffern und Taschen voller Leseproben, Postkarten und anderer schöner Dinge, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, wie es mir jemals möglich gewesen ist, mit einem Flixbus oder der Bahn anzureisen.

Aber ich hab das Auto nicht allein vollgeladen, denn das Cronos-Mobil wurde für die Messe zum Berliner Autorentaxi. Ich habe einfach Sophie M. Gruber und Chris Milkus (eigentlich heißt er ja Christian, aber wenn ich ihn so nenne, könnte ich eines äußert schmerzvollen Todes sterben) mit ins Auto gepackt und die beiden haben ihrerseits ihren Beitrag zu einem vollen Auto geleistet.

Ich kann Euch nur empfehlen, Autoren auf Reisen mit einzupacken. Mit Autoren wird es nie langweilig. Jeder Stau und jede Rast werden zu einem Abenteuer, einer neuen Geschichte, die erzählt werden will. Also ist es wohl nur zu verständlich, dass eine Buchmesse mit einem Autorentrio jede Menge Stoff zum Erzählen bietet.

Unser Abenteuer begann sonnig und harmlos. Mit einem Picknick auf halbem Weg irgendwo in Thüringen und viel Spaß (und einigen totalen Verkehrschaoten) auf der Straße. Spannend wurde es nach unserer Ankunft. Wir hatten uns eine nette AirBnB-Wohnung gesucht, die ganz in der Nähe der Messe lag. Von den Bildern im Web wussten wir, dass sie verteufelt schick sein würde. Aber wir wussten auch, dass sie wirklich gut geschützt war. Zuerst mussten wir einen unter Büschen gut versteckten Schlüsselsafe finden und „knacken“, um an den Wohnungsschlüssel zu kommen. Dann mussten wir es irgendwie schaffen, die Massen an Messegepäck in die oberste Etage des Altbaus zu schleppen (an dieser Stelle zahlte sich Chris Anwesenheit enorm aus! Danke nochmal an dieser Stelle, Chris 🙂 ). Und als wir dann endlich oben waren und auch das zweifache Schloss (Schlüssel und Funksender) geöffnet hatten, stand die nächste Herausforderung an: Es hatte geheißen, dass unsere Wohnung per Kamera überwacht wäre und wir bitte bei unserer Ankunft diese einfach ausschalten und bei unserer Abreise wieder anschalten sollen.

Tja. Toll.

Ich erinnere mich noch, wie Sophie irgendwann murmelte „Wo würde ich mich verstecken, wenn ich eine Kamera wäre?“. Wir suchten ungelogen fast eine Stunde lang nach der verfluchten Kamera. Man wird irgendwann etwas paranoid und wir fragten uns, ob sie vielleicht in Teilen der Deko versteckt wäre. Irgendwann gaben wir frustriert auf und ich schrieb unserem Vermieter. Der entschuldigte sich wortreich und beichtete, dass er die Kamera am Tag zuvor beim Reinigen der Wohnung zerstört hätte und vergessen hatte, uns Bescheid zu geben.

Die ganze Panik umsonst. 😀

Oder vielleicht auch nicht ganz umsonst. Immerhin ist das eine gute Geschichte für Euch.

Was auch gut für Euch ist, sind meine neuen Nafishurpostkarten. Habt ihr die schon gesehen? Hier könnt ihr sie bestaunen.

Ich bin verliebt in den tollen Druck. Mit Visitenkarten und Postkarten werde ich wohl nur noch zu Moo gehen (nicht, ich werde nicht dafür bezahlt, das zu sagen. Ja, ich sage gern, wenn ich mit der Leistung und dem Service eines Anbieters zufrieden bin. Ich empfinde das als öffentliches Feedback und nicht als Werbung). Die Karten soll Euch schon einen ersten Blick in meine Welt bieten, während ich zusehe, dass die nächsten beiden Bände endlich fertig werden. Immerhin habe ich (beide zweiten Bände zusammengenommen) schon ungefähr 600 Seiten fertig – und die Cover. 🙂 Und ich habe mir lauter kleine und größere Trostpflaster ausgedacht, damit ihr mit mir der Veröffentlichung entgegenfiebert.

Aber ich schweife ab. Zurück zur Buchmesse!

Traditionell verbrachte ich den Mittwochabend beim Pub’n’Pub. Ich konnte meine Messemitbewohnerin Sophie als Begleitung gewinnen und so groovten wir uns schon mal ins Netzwerken ein, genossen es, von Buchmenschen umgeben zu sein und blieben – wie immer – viel zu lang. Es war wieder ein schöner Start in die Buchmessezeit. Ein Start, den ich nie verpassen will. Mein oberstes Ziel war es, rechtzeitig zum Pub’n’Pub in Frankfurt zu sein. Das hatte ich ja zum Glück geschafft. 🙂

Damit der Bericht nicht ganz so sehr ausartet wie der vom Dienstag über meine Reisen, werde ich jetzt nicht chronologisch von jedem Tag berichten, sondern Euch rückwirkend an meinen Highlights teilhaben lassen. 🙂

Einer meiner großen Gründe für eine gelungene tolle Buchmesse ist mein Buch-Zuhause Nafishurs: BoD – Books on Demand. Nicht nur, durfte Nafishur auch diesmal wieder den Stand zieren. BoD hat mich zusammen mit zwei wunderbaren Kolleginnen (und nun dank dieser Aktion auch Freundinnen) zur Gesprächsrunde auf die Bühne der Halle 3.0 geladen. Emma. K. Sterlings, Juliana Fabula und ich haben uns sofort gut verstanden und während wir unserem gemeinsamen Auftritt am Messesonntag entgegenfieberten, waren wir so voller Feuereifer, dass wir direkt noch ein weiteres, ausgesprochen spontanes Event angeleiert haben: Ein Fantasy Meet&Greet.

Wir schrieben lauter liebe Kolleginnen und Kollegen der Fantasy an und unsere Idee stieß auf breite Begeisterung: Ein Treffen von so vielen Fantasy-AutorInnen und LeserInnen wie möglich. Und das mal eben auf der Buchmesse – nur zwei Wochen vorher angefragt. Ganze zehn von uns fanden dann tatsächlich einen gemeinsamen Termin. Es grenzt an ein Wunder! Und es war wundervoll, was da entstand. Wir hatten jede Menge Spaß und sind einstimmig der Meinung: Das müssen wir wiederholen! Ihr werdet also wohl nun häufiger von Messe Fantasy-Meet&Greets hören. Immer gut aufpassen. Denn auf so einem Meeting trefft ihr uns Fantastologen direkt im Rudel! Wenn sich das mal nicht lohnt. 🙂

Als es dann Nachmittag wurde, die Freude des Meet&Greets der Nervosität vor der Gesprächsrunde wich, fragte mich Thorsten, die Pressestimme von BoD: Sag mal, Mary, hättest Du auch Lust auf eine Lesung? Wir haben irgendwie eine Stunde statt einer halben auf der Bühne bekommen.

Was für eine Frage! Klar! Und natürlich war es nicht schwer, Emma und Juliana auch dafür zu begeistern. Warum nicht zu dritt lesen? … Gut, leider – und ich muss zugeben, dass ich darüber wirklich traurig war – haben wir bei unserer Gesprächsrunde „etwas“ überzogen und so fiel letztlich meine Lesung hinten runter. Aber dafür konnte unser Thema „Mit Fantasy begeistern“ Euch ja offensichtlich sehr begeistern. 🙂 Das Publikum war klasse! Neugierig, wach und gut gelaunt. Ihr wart toll! Und so viele! Soweit ich das überblicken konnte, waren alle Sitzplätze belegt und ihr standet noch rings um das Auditorium herum.

Hoffentlich konnten Euch unsere Antworten inspirieren und motivieren. Es gilt, was ich immer gern sage: Meldet Euch, wann immer ihr eine Frage zum Schreiben oder Veröffentlichen habt. Ich gebe meine Tipps gern weiter.

Übrigens habe ich durch meine liebe Cronos-Heldin Lisa von L.C.’s Bookshelf ein Video der Gesprächsrunde. Allerdings hat meine Kamera kein schickes Richtmikro und so sind wir nur schlecht zu verstehen. Ich habe mich deshalb noch nicht entschieden, ob ich es hochladen soll. Was meint ihr? Versuchen? Neugierig?

Aber nicht nur während meiner Bühnenpräsenz und beim M&G wart ihr zahlreich dabei. Am Samstag war ich bei zwei Bloggertreffen, die jede Menge Spaß gemacht haben und mir viele tolle neue Kontakte beschert haben. (Ich kam immer noch nicht zum Sichten der Dutzenden von Visitenkarten. Bitte seht es mir nach. Ich habe noch nicht aufgegeben. Meldet Euch auch gern einfach bei mir. Ich beiße nicht – nur meine Protagonisten).

Die besonderen Momente waren aber vor allem die, in denen ich liebe Menschen getroffen habe. Einzeln. So ganz schlicht für uns. Es ist immer wieder erstaunlich, wie es einem gelingt, bei einem solchen Event mal mehr mal weniger geplant bestimmten Personen immer wieder in die Arme zu laufen. Einige dieser meist ziemlich spontanen Treffen habe ich in meinen Filmstreifen verewigt. Seien es Autoren und Autorinnen oder engagierte Bloggerinnen oder Instagrammer. Oder einfach nur glückliche Leser.

Ich habe so viele tolle Kolleginnen und Kollegen getroffen: Jenny (Liza Grimm) und Nina ganz zufällig; Mira, Katrin, Ireen und all die andern Fantasten nicht nur auf dem Meet&Greet, Emily (mein lieber ehemaliger Schützling, die nun sehr gut allein klar kommt mit bereits zwei Veröffentlichungen und einigem mehr in der Pipeline) und einige mehr. Natürlich sind auch Zippi und ich wieder ineinander gepurzelt. Vielleicht unter anderem, weil wir uns gegenseitig bei unseren Veranstaltungen angefeuert haben (und wahrscheinlich, weil sich Kinderschokolade-Junkies gegenseitig anziehen). Ich habe tolle neue Blogger kennengelernt und ein paar meiner vertrauten Buchbegeisterten getroffen – und sogar ein paar Heroes erwischt!

Für die Unwissenden unter Euch: Die Heroes of Cronos sind meine handverlesenen VIP-Blogger. Ihr findet sie auch auf meiner Autorenseite 🙂 . Um ein Hero zu werden braucht ihr keine beeindruckende Reichweite (auch wenn ich dagegen natürlich nichts einzuwenden habe). Ihr braucht das Herz am rechten Fleck, Liebe, Leidenschaft und Engagement für Bücher – im Idealfall auch für meine – und ein gewisses Niveau. Ich lege Wert auf eine gute Sprache, einen guten Stil und lasse mich immer gern von einem schönen Blog beeindrucken. Dafür teile ich dann gern mit Euch. Sei es mein Merchandise, seien es exklusive Informationen oder Vorabkapitel und und und.

Mein zweites Großhighlight und gewissermaßen zweites Zuhause während der Messe war der Stand von Greenlightpress und dessen treue, liebe Seelen. Allen voran Andy und Ireen. Aber auch Jenny und … ach verflucht! Ihr ALLE! Ich habe Euch so wahnsinnig gern und vermisse Euch so wahnsinnig sehr!

Ihr anderen müsst wissen: Als ich am Mittwochnachmittag von einer langen Autofahrt geschafft aber glücklich in Frankfurt gelandet war und mich mit Sophie auf den Weg zum Pub’n’Pub machte, kam mir so ein blöder Gedanke: Wie schaffst Du das ganze Merchandise (Postkarten, Lesezeichen, Leseproben, Bücher, Portfoliobücher, Stempel und und und) eigentlich täglich zur Messe und zurück? Durch die Sicherheitskontrollen und aus dem vierten Stock im Altbau?
Daraufhin schrieb ich dem lieben Andy – Euch vielleicht bekannt als Andreas Suchanek – in meiner Verzweiflung und er bot mir Asyl an seinem Stand an. So kam es, dass ich meine Bücher bei BoD hatte, doch den Rest bei Andy und gewissermaßen dort lebte. Ich muss auch sagen, dass die FBM für mich in diesem Jahr eigentlich (mit Ausnahme von einem kurzen gezielten Ausflug zu Droemer Knaur in Halle 3.1) ausschließlich auf Teilen der Agora und in ca 40% der Halle 3.0 stattfand.

Zur Ruhe kam ich deshalb aber trotzdem nicht. Das lag sicher auch an all den vielen neuen Menschen, die ich nun zu meinen Freunden zählen darf. Und an den vielen Lesern, denen ich von Nafishur erzählen konnte. Aber vor allem lag es – einmal mehr – an Andy. Beispielsweise hatte ich mir an keinem Abend etwas vorgenommen. Komisch, dass ich dennoch jeden Abend unterwegs war. Zwei dieser Abendaktivitäten hat Andy zu verantworten.

Nummero Eins war die Verleihung des Skoutz-Awards. Andy war mit seinem Das Erbe der Macht nominiert in der Kategorie Fantasy und schon den gesamten Messetag über hibbelig. Dass am Messefreitag die Verleihung sein sollte, war total an mir vorbeigegangen und als ich es dann endlich raffte, wurde ich kurzerhand von ihm eingeladen, mitzukommen. Keine Chance nochmal nach Hause zu gehen und irgendwie die Spuren des Messetages zu beseitigen. Keine Chance nein zu sagen, weil das einfach so unendlich lieb war – und ich total neugierig. Also hab ich etwas improvisiert und plötzlich saßen wir auch schon mitten in der Verleihung. (Wir alle haben Andy alle mit ganz viel Engagement geholfen, damit er nicht so nervös war. … … Gut. … … Vielleicht auch eher das Gegenteil.) Als es dann endlich soweit war und die Shortlist der Fantasy vorgestellt wurde, waren wir alle fix und fertig. Und dann kam die Laudatorin ewig nicht zum Punkt. Zum Entscheidenden. Und überhaupt! Dann redet sie davon, dass das Ergebnis in keiner Kategorie so deutlich war wie hier und der Sieger einen großen Abstand zu seinen Kontrahenten hat. Ich habe Andy zu dieser Zeit gefilmt und auch ohne das Video seh ich noch genau vor mir, wie seine Schultern in dem Moment sinken. Gewinnen? Mit großem Abstand vor Das Lied der Krähen? Offensichtlich hielt er den Gedanken für zu optimistisch. … Bis es dann plötzlich sein Name war, der ausgesprochen wird. (Andy, nur zur Information: Ich hab gerade einen ziemlich verschwommenen Blick. So wässrig.) WAS FÜR EIN ABEND! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ANDY! DU HAST DIESEN PREIS VERDIENT! Für deine Geschichte, für deine Bücher, für deine Liebe zur Literatur und zu uns Buchmenschen, für deine liebe, hilfsbereite Art und einfach alles an Dir. Mach weiter so!

Dagegen stinkt der zweite Abend ja jetzt regelrecht ab. Aber für mich war auch der etwas ganz Besonderes. Am Samstag hatte Andy ein paar Plätze bei einem Italiener um die Ecke bestellt – für die fleißigen Helfer und Autoren an seinem Stand. Und wer wurde wieder mitgeschleppt? Irgendwie waren wir am Ende zwölf statt acht. Das brachte die Trattoria ganz schon zum Rotieren. Aber ein guter Italiener findet immer einen Weg und so schaffte man es tatsächlich – trotz vollem Haus – uns alle unterzubringen. Es war ein wunderschöner Abend. Vor allem, weil er – so wie schon der Freitagabend – so völlig unverhofft über mich hereinbrach. Und er endete damit, dass „die Alten“ nicht noch in einen Pub gingen, sondern schon mal in Richtung ihrer Hotels. Vor dem Maritim an der Messe standen wir dann noch … wie lange? Eine halbe Stunde oder länger vor dem Eingang und philosophierten im wahrsten Sinne des Wortes über Gott und die Welt – und über Bücher natürlich auch.

Also liebe Greenlightpress. Nochmal hier und vor allen: Vielen, vielen Dank für alles.

Und wo ich gerade von Andy und Ireen gesprochen habe … Ein kleines Event im September habe ich unterschlagen und so kommt jetzt ein kleiner …

EXKURS:

Habt ihr schon von der Schreib-WG gehört? Nicht? Das sind Andreas Suchanek, I. Reen Bow, Christian Handel und Nica Stevens. Vier Autoren, die an verschiedenen Orten Deutschlands für ein paar Tage zum gemeinsamen Schreiben ihr Lager aufschlagen. Natürlich nicht, ohne das angemessen per Social Media zu würdigen. Und natürlich nicht ohne ein Meet&Greet mit Lesern und anderen Autoren als Höhepunkt. Das erste Mal fand die Schreib-WG im September in der Nähe von Leipzig statt und ich war als Gastautorin eingeladen. Wir hatten jede Menge Spaß. Zum Beispiel bei unserer Vorstellungsrunde, die irgendwie den gesamten Abend dauerte (und bei dem Ireen vor allem neugierig auf unsere schmutzigen Seiten war – kleiner Insider 😉 ). Oder auch beim kollektiven Pizza Essen mit nur einem einzigen Messer. Oder aber bei der Besichtigung des Schlosses im Dunkeln. Wirklich schaurig! So schaurig, dass wir sogar Geister gesehen haben. Und selbst dazu wurden. Glaubt ihr mir nicht? Seht selbst! (Und nein, das ist kein Photoshop, das schwöre ich.)

Begleitet hat mich übrigens spontan Ally J. Stone. Und das war ein Glücksfall. Wir kannten uns zwar schon durch unsere Berliner Autorenclique, aber wir hatten ja keine Ahnung! Die Hin- und Rückfahrt haben wir genutzt, um für das kommende Jahr lauter tolle Projekte zu planen, Pläne zu schmieden – und lauthals unser (zu 95% übereinstimmenden) Lieblingssongs mitzusingen.

Übrigens: Die nächste Schreib-WG findet in Berlin statt. 😉 Mehr dazu, wenn ich dann durch meine Berichte durch bin und zu meinem Ausblick komme. 🙂

Nun aber rasch wieder zurück zur Messe! Es bleiben nähmlich noch zwei Kleinigkeiten zu erwähnen. 🙂

Zum einen habe ich meinen neuen Lieblingsitaliener in Frankfurt gefunden! Nein, es ist nicht der, bei dem ich mit der Greenlightpress war. Der war super lecker. Aber er hat es nicht weiter geschafft, als auf Platz Zwei. Platz Eins ist nun die Pizzaria Trattoria da Michele. Unglaublich nette Bedienung. Wunderschönes gemütliches (und sauberes!) Ambiente. Das leckerste Pizza Pane, das ich seit langem gegessen habe (und ich war gerade erst in Rom, wie Ihr Euch vielleicht erinnert). Es wurde immer leckerer, je häufiger es uns einfach nachgefüllt wurde. Die Pasta war perfekt und der Preis unschlagbar. Und das alles keine fünf Gehminuten von unserer kleinen Wohnung entfernt. Es war einfach perfekt und ich habe diesen Abend dort sehr genossen.

Natürlich auch dank meiner charmanten Begleitung. Tanya, die ich auf dem Self-Publishing-Day in Düsseldorf kennengelernt hatte, wohnt rein zufällig in der Nähe von Frankfurt und so kam sie für mich nach Frankfurt Rödelheim. Eigentlich hatten wir mehr im Zentrum reserviert, aber ich war so spät dran, dass ich unsere Verabredung nicht hätte einhalten können. Dazu kam ein nagender Hunger und so kam mir Tanya zum Glück etwas entgegen und wir suchten irgendwas in der Nähe. Ohne große Erwartungen. Und wurden dann umgehauen. Ich freu mich schon jetzt darauf, nächstes Jahr wieder hinzugehen. Tanya, bist Du wieder dabei? 🙂 Wir sollten daraus eine Tradition machen! Ich hab mich so gefreut, Dich wiedergesehen zu haben. Auch wenn es nur kurz war.

Die zweite „Kleinigkeit“ ist größer als gedacht, glutrot und lernt zurzeit, Feuer zu spucken: Yngwie!

Er ist Euch vielleicht schon auf meinen Postkarten aufgefallen oder auf einigen der Fotos hier im Beitrag. Mein neuer Feuerdrache! Am Messesamstag war ich mit Annett und Marko von den Dragonfairy’s Glücksdrachen verabredet. Ich ahnte ja schon, dass die zwei etwas vorhatten. Schließlich wollten sie unbedingt schon sehr genaue Beschreibungen von Yngwie haben (den lernt ihr alle in Nafishur II kennen). Aber damit hätte ich nun nicht gerechnet.

Yngwie ist ein wunderschöner, mit viel Herzblut und Können hergestelltes Drachen-Unikat nach den Vorgaben meiner Bücher und der Schwarm aller Buchmenschen. Noch während ich mit Annett und Marko auf der Agora saß, um etwas zu essen (mit Yngwie auf meiner Schulter), ging es los. … Nein, sogar noch früher. Als ich den Versuch aufgab, von Sebastian (Fitzek) seine Black Stories signiert zu bekommen und nach den beiden suchte). Schon auf dem Weg nach draußen zog der „Kleine“ alle Blicke auf sich. Bei all den Foto-Anfragen kam ich mir mehr vor wie seine Managerin und das „lästige Beiwerk“ auf dem Bild. Aber er schaffte es mit seinem Charme, den neugierigen Zuschauern auch immer Visitenkarten oder/und Leseproben in die Hand zu drücken.

Ich kann mein Glück kaum fassen, Fans zu haben, die zu so unglaublichen Dingen fähig sind. Yngwie wird mich von nun an auf jedes Event begleiten und er schaut mir auch jetzt gerade über die Schulter. Wenn das kein Ansporn ist, weiterzuschreiben. Schließlich sollt ihr ihn auch möglichst bald richtig kennenlernen.

Und Annett, Marko: Ihr seid unglaublich! Und so so lieb und talentiert und engagiert! Tausend Dank für dieses Prachtstück von einem Drachen!!!

Ihr Lieben, es war einfach eine großartige Zeit. Nahezu perfekt und wie Erholung für die Seele und Fitness für den Körper. Ich war angeschlagen während der Messe und irgendwie funktionierte es trotzdem. Erst danach ließ sich die blöde Erkältung wieder voll blicken. Wahrscheinlich, als die Endorphine nachließen und der Messeblues einsetzte.

Es war einfach schön.

Es war Buchmesse.

Danke.

Sincerely

Nach der Comic Con ist vor der Comic Con

by Mary Cronos

photo_2016-10-19_19-21-46bWahnsinn! Was für ein Wochenende! Das war nicht mein erster Stand auf einer Messe oder Con. Aber das erste Mal, dass ich nicht für Mission:Change oder mit anderen Autoren oder Künstlern gemeinsam einen hatte, sondern einfach nur für mich – für Colors of Cronos in its basics.

photo_2016-10-19_19-28-25bEs hat unglaublich viel Spaß gemacht, das Wochenende mit Euch zu verbringen! Ich freue mich, dass mein Stand eigentlich nie leer war, dass ich unzähligen Fantasyfans von Nafishur erzählen konnte und dass Euch meine Kunst gefallen hat. Auch meine süßen Mini-Heroines! Das habe ich zur Bestätigung genommen, um aus dieser Idee mehr zu machen: Mehr Heldinnen, mehr Sprüche, mehr Produkte. Ines, meine liebe Assistentin, und ich haben in der Hinsicht viele tolle Ideen und Inspirationen mitgenommen. Mit etwas Glück (und genug Zeit) werde ich vielleicht schon auf der Comic Con in Dortmund mehr für Euch haben.

photo_2016-10-19_19-22-26bIch weiß, dass es u.a. in Facebook viel Kritik an der GCC Berlin gab. Bitte bedenkt, dass das eine Premiere war! Ich bin mir sicher, ihr hattet dennoch viel Spaß. Von meinem Stand aus habe ich zumindest mehr zufriedene, glückliche Gesichter gesehen, als genervte oder frustrierte. Gebt dem Veranstalter die Chance, es nächstes Jahr besser zu machen.
Mein persönliches Highlight war die Begegnung mit dem Knight2000 – kurz
K.I.T.T. – am Freitag, nachdem wir unseren Stand aufgebaut hatten. Dieses Auto ist der Held meiner Kindheit (nicht etwa sein Fahrer). In beruflicher Hinsicht kann ich gar nicht ein einzelnes Highlight benennen. Eher eine ganze Lichterkette voll davon: Menschen, die begeistert stehen blieben und staunend auf meine Zeichnungen zeigten; Leser, die meine Leseproben noch am Samstagabend lasen und mir dann unbedingt noch am Sonntag sagen mussten, dass sie die Leseproben toll fanden und die Bücher kaufen werden; Künstler und Schreiberlinge, die am Anfang stehen, und denen ich Tipps geben oder Mut machen konnte; Kollegen, die nun nicht nur Kollegen, sondern neue Freunde sind (vor allem meine tollen Standnachbarinnen Nicole Piringer und Melanie Stoll waren mit ihren lieben Begleiterinnen eine Bereicherung an diesem Wochenende). photo_2016-10-19_19-28-19Toll waren auch die Besuche von Superman, Batman, Captain America und vielen anderen Helden. Sogar Castiel kam vorbeigeflattert. Und neben allen Cosplayern hatte ich auch die Ehre, ein Original an meinem Stand zu Gast zu haben: Freddy Krüger. Ich bin zwar kein Horrorfan (außer ich schreibe es selbst), aber ich fühlte mich doch geehrt, seinen Besuch überlebt zu haben. 😀

Ich hoffe sehr, demnächst noch mehr tolle Dinge für Euch bereithalten zu können: Mehr Merch, mehr Kunst, mehr Bücher, Lesungen, Vorträge. Wer weiß, was kommt. In jedem Fall weiß ich jetzt, dass mir Comic Cons Spaß machen und das sie wie ein gutes Buch sind: Man kann gar nicht schnell genug so viel wie möglich erleben… und zugleich will man nicht, dass es aufhört (nur, dass man nach einem Wochenende kurzfristig reif für die Insel ist).

Nun steht direkt die Buchmesse in Frankfurt an und die Zeit rast dahin. Ich habe kaum noch Platz für Aufträge in diesem Jahr – zumindest was so aufwendige Arbeiten wie Zeichnungen angeht. Wer also geplant hatte, eine Zeichnung durch mich anfertigen zu lassen, sollte sich schnell melden. Je nach Komplexität werde ich nicht mehr als 3-4 weitere Zeichenaufträge vor Weihnachten annehmen können. Wer also noch seine Chance nutzen will, der melde sich auf contact@colors-of-cronos.de.

Für alle NRWler unter Euch: Denkt dran, dass ich an Halloween die Buchhandlung Lehmkul in Witten heimsuchen werde für eine Lesung und einen Vortrag in Sachen Bücher Schreiben und Veröffentlichen. Wer also Zeit hat, sollte mal vorbeischauen. 😉 Ich freu mich auf Euch!

photo_2016-10-19_19-24-13

Sincerely

the wingscriber pls sig

Voll im Bild

by Mary Cronos

Na das ging doch verhältnismäßig schnell oder? Eigentlich wollte ich Euch schon in der vergangenen Woche berichten. Daran hinderte mich allerdings eine ausgesprochen sture Grippe. Ich bin immer noch ziemlich erledigt, aber inzwischen kann ich zumindest wieder am PC sitzen und halbwegs korrekte Sätze produzieren. Ob sie auch schon wieder zu lesen Spaß machen,  sei Euch überlassen.

Vor zwei Wochen um diese Zeit besuchte ich die Photokina in Köln. Für alle Unwissenden: Die Photokina ist eine große Fotografiemesse, die nur alle zwei Jahre stattfindet. Für mich war es nun das zweite Mal dort und ich habe jede Minute davon genossen. Kennt ihr das Gefühl, wenn man nach einer langen Reise nach Hause kommt? Man ist müde und aufgekratzt zugleich und öffnet die Tür und weiß, dass man angekommen ist. Mir geht das so, wenn ich am ersten Tag auf einer Messe ankomme, mein Ticket scanne und die erste Halle betrete. Ich fühle mich auf solchen Events zuhause. Wie ein Fisch im Wasser. Ich bin umgeben von Menschen, die die gleiche Leidenschaft teilen wie ich und wo immer man stehen bleibt, ergeben sich interessante Gespräche und neue Bekanntschaften. Dieses Gefühl ist berauschend.

img_5364

Eine kleine Begebenheit bleibt mir besonders im Gedächtnis – neben all den tollen Kameras, den Vorträgen und lieben Menschen: Ich blieb mit einer neuen Bekanntschaft spontan stehen, um ein Bild zu fotografieren. Dafür mussten wir uns auf die andere Seite des Gangs gehen und quasi über den Besucherstrom hinweg das Bild machen. Auf jeder anderen Messe würden wir wohl jetzt noch dort stehen und auf unsere Lücke im Strom warten, um abzudrücken. Auf einer Fotografiemesse aber verstehen 90% der Anwesenden das Anliegen und auch die Schwierigkeit. Geschlossen blieb der Strom in beiden Richtungen stehen und ließ uns die Bilder machen – mit aller Geduld und ohne die Augen zu verdrehen. Man grüßte, lachte und der Strom floss weiter seines Weges. Das ganze dauerte nur wenige Sekunden. Aber so viel Rücksicht auf einen Fotografen erlebe ich in meinem Alltag nicht und es hat mir gezeigt, wie schön es ist, in dem Gewässer zu schwimmen, für das man gemacht ist.

Messen und Conventions sind für mich wie kleine Inseln, die nicht außerhalb meines Alltags liegen – dafür sind es inzwischen zu viele – aber die mein Leben bereichern und mir immer wieder deutlich machen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das tut unglaublich gut und ich kann es jedem nur empfehlen.

Aber die Fotografie hielt mich nicht allein in Atem. Die Fantasyleser unter Euch werden es wissen: An besagtem Wochenende erschien auch der neue Harry Potter. Die Buchhandlung Lehmkul in Witten – in der an Halloween auch meine Lesung und mein Vortrag stattfinden werden – richtete eine Mitternachtslesung aus. Vor dem Verkauf der neuen Bücher, wurde aus den vorangegangenen Bänden gelesen. Dazu gab es Schokoschnatze, Butterbier und andere magische Leckerein. Also fuhr ich nach der Messe am Freitag nach Witten, um die Nacht in einer Buchhandlung zu verbringen, bevor es dann mit dem Messeleben weiterging. Das war meine Chance, schon einmal Wittens Fantasyleser kennenzulernen und sie nach Nafishur einzuladen. Ich bin gespannt, wen ich Ende Oktober wiedersehen werde.

img_5315

Rückblickend war der Schlafmangel vielleicht einer der Gründe, weshalb es diese blöde Grippe jetzt so leicht bei mir hat. Und wenn ich jetzt nicht „ganz leicht“ im Verzug wäre in meiner Vorbereitung für die kommenden Events, dann würde ich sagen: Das war es wert.

Ach, ich sage es trotzdem!

Jetzt versuche ich an einem Wochenende (dem kommenden) alles aufzuholen, was ich in den vergangenen zwei Wochen verpasst habe. Drückt mir die Daumen, dass es mir gelingt. Ich will möglichst viele Zeichnungen, Composings und Illustrationen für Euch dabeihaben… und ein paar Mitbringsel für Besucher meines Standes in der Artist Alley (H1-D68) auf der German Comic Con Berlin parat haben.

steampunktitelbild2

Das ist beispielsweise mein neuestes Composing. Die Idee dazu stammt aus einem Workshop von Dom Quichotte und Matthias Schwaighofer vor knapp zwei Jahren. Ich hab das Bild über Buchveröffentlichungen und Examina völlig vergessen und nun habe ich es mir von vorn gebaut mit dem, was ich heute kann. Hey, ihr Steampunkautoren da draußen: Ich würde Euch wahnsinnig gern ein passendes Buchcover designen!

Daneben habe ich mich nicht lumpen lassen und Miniheroines erfunden. Ich finde sie zuckersüß – dabei sind sie knallharte Heldinnen. Schaut bei mir auf der Comiccon vorbei und lernt sie kennen. Drei Damen zeige ich Euch schon jetzt – sie sind meine persönlichen Favoritinnen. Ich bin gespannt, ob ihr erkennt, welche männlichen Helden hier Modell gestanden haben…

heroines-cards

 

Darüber hinaus werde ich auf der Messe passend zu den Miniheldinnen Miniworkshops anbieten. Zum fotorealistischen Zeichnen. Wie verleiht man seinen Zeichnungen leben? Worauf sollte man bei Details wie Augen oder Lippen achten? Wie sehen Haare nicht wie Perücken aus? Wie zeichnet man Haut, die nicht aussieht wie Plastik, und wie Fell, Schuppen oder Federn? Besucht mich und findet es heraus. Ich bin noch dabei, das Programm zusammenzustellen und werde Euch dann auf all meinen Kanälen informieren und ein Programm posten. Meine zauberhafte Assistentin Ines wird mich auf die Comic Con begleiten und wenn das Wlan der Messe nicht zusammenbricht, dann werden wir uns auch live von dort melden – vielleicht sogar einige Miniworkshops oder Quicktipps live übertragen.

In Berlin werde ich „nur“ als Künstlerin sein, nicht als Autorin (auf der German Comic Con in Dortmund wird das wahrscheinlich anders sein). Aber ich habe natürlich dennoch Nafishur dabei: Lesezeichen, Leseproben, Postkarten mit Leseleckerbissen und Buttons und andere schöne Mitbringsel aus dieser anderen Welt. Und wer mir sein Exemplar von Nafishur vorbeibringt, dem signiere ich es auch sehr gern.

Und zu guter Letzt noch eine Autorenmeldung. 🙂 Seit heute bin ich ein Wing. Der ein oder andere von Euch weiß ja um meine Vorliebe für Flügel… Nun bin ich selbst einer geworden – für AuthorWing. Das ist ein Projekt, das angehende Autoren auf ihrem Weg zur ersten Veröffentlichung unterstützen will. Wir Wings stehen dabei unseren Schützlingen mit Rat und Tat und viel Ermutigung zur Seite. Wie ich finde eine tolle Idee. Ich bin gespannt, wie sich AuthorWing entwickeln wird. Ich habe dort auch eine eigene Seite, die findet ihr hier.

Also dann. Ich zeichne mal weiter, um noch etwas mehr für Euch zu haben. Wir sehen uns auf der Comic Con oder in der Woche darauf in Frankfurt auf der Buchmesse (hach! Wieder eine Messe!)!

Sincerely

the wingscriber pls sig