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Tag: Berlin

German ComicCon Berlin

by Mary Cronos

Im letzten Report – und damit sind wir schon beinah in der Gegenwart – dreht sich alles um meine Anwesenheit auf der German ComicCon in Berlin vor zwei Wochen. Ein Heimspiel gewissermaßen. Allerdings diesmal gespickt mit einigen Herausforderungen und Veränderungen.

Wie bei jedem Berliner Event bekam ich auch dieses Mal einige Leckereien für Euch mit auf den Weg – Plätzchen aus dem mütterlichen Ofen. Es gab Aby und Artemis, meine Katzen aus Nafishur und Yngwie – nicht nur zum Kuscheln, sondern nun eben auch zum Essen. Aber auch Houston Hall war vertreten: In Form von Meisen (Elvis, für die Insider unter Euch) und Vogelkäfigen sowie Herzen für die Liebe in der Romantasy. Am liebsten hätte ich sie ja selbst genascht. Aber mein treues Helferlei – extra aus Bochum angereist – hielt mich davon ab: meine liebe Freundin und Agentin Anja.

Am Freitag begann der Spaß dann mit dem Aufbau. Ich habe von meinem Vater gelernt, immer gut vorbereitet zu starten und so hatte ich mich schon via Maps mit der Umgebung vertraut gemacht. Zum Glück. Denn vor der Lieferzone war eine schier endlose Schlange von Lieferwagen und Kleinwagen, deren Besitzer darauf warteten, endlich arbeiten zu können. Kurzerhand fuhren wir ins nahegelegene Parkhaus und dank unserer unendlichen Sportlichkeit und Geschicklichkeit – und der zufälligen Hilfe durch eine zukünftige Besucherin, die in der Nähe wohnte – gelang es uns, alles mit einem Schlag mitzunehmen. Dennoch war das mit VIER Stunden der wohl längste Standaufbau in meiner Convention-Zeit. Warum? Nun, das will ich Euch erzählen.

Nach der Anmeldeschlange und der „hol Dir deine Stühle, der Tisch ist schon da“-Schlange, liefen wir mit zwei Klappstühlen quer über das Gelände bis in die hinterste Ecke der hintersten Halle. An meinen Stand auf der Phantastika (der übrigens noch keinen Tisch hatte). Der eine oder die andere von Euch mag es bemerkt haben: Die Phantastika fand dieses Jahr im Rahmen der German ComicCon in Berlin statt, um überhaupt stattfinden zu können. Als Fantasy-Autorin hatte mich das natürlich gefreut und ich fühlte mich nach dieser Ankündigung gleich doppelt zuhause.

Allerdings fragte ich mich damals im Sommer auch, ob der Stand in der Artist Alley, den ich bereits gebucht und bezahlt hatte, dann wirklich so gut passte oder ob ich nicht stattdessen lieber Teil der Phantastika sein sollte. Deshalb fragte ich damals nach. Im Sommer. Im Oktober kam dann ein ernüchterndes „dafür bin ich nicht zuständig“. Als es dann kurz vor dem Event darum ging, wo unsere Stände sein soll (innerhalb der Artist Alley kann man sagen, ob man neben einem bestimmten Kollegen besonders gern stehen möchte), fragte ich wieder. Eine Antwort erhielt ich nicht. Stellte aber dann fest, dass ich einen Platz in der Phantastika hatte (leider ohne die geringste Ankündigung – anders als meine literarischen Kollegen dort). In der hintersten Ecke. Vor einer Echtholzwand, die ich wohl kaum so nutzen konnte wie die Wand, die ich in der Artist Alley extra dazugebucht hatte. Als ich das sah (und die traurig leere Phantastika-Halle), bat ich um meinen eigentlichen Platz. Den, den ich gebucht und bezahlt hatte. Zum Glück war ein Künstlerkollege abgesprungen und so war noch ein Fleckchen (mit Wand!) frei. Juhu!

Das ist die Stelle, an der Anja und ich mit einem Mal mein gesamtes Stand-Equipment holten (Yeah!). Als wir dann vor unserem Tisch standen (der liebe Helfer für uns Artists hatte sich in der Zwischenzeit um den Tisch und die Stühle bemüht – das hätte er übrigens auch gern für meinen ersten Stand gemacht, aber da wurden uns die Stühle ja schon vorher gegeben – man wusste offenbar nichts von ihm), schauten wir nicht schlecht. Auf der gesamten Länge der Alley gab es nicht eine Lücke zwischen den Tischen. Und die Querwände, die die eigentlichen Wände hinter den Standflächen stützen sollten, gingen bis 10-15cm an die Tische heran. Ergo: Um hinter oder vor seinen Stand zu kommen, musste man unter dem Tisch hindurchkriechen (oder drüber klettern – was bei aufgebautem Stand keine Alternative mehr war). Oder man riskierte es, die Wände zu erschüttern und die Feuerwehr zu erzürnen, indem man seine Tische etwas nach vorn und die Wände etwas nach hinten schob – also … 3-4 Mal pro Standortwechsel, weil man ja dann hinter allen Ständen entlang musste, nicht nur hinter seinem eigenen – denn natürlich war mein neuer-alter Stand genau in der Mitte der Reihe.

Das alles hat den Aufbaustart natürlich verzögert. Und das Dekorieren gestaltete sich natürlich auch schwieriger angesichts der Tatsache, dass wir Akrobatik benötigten, um den Tisch von beiden Seiten zu sehen und zu bestücken. Da wir wohl kriechen würden müssen, wann immer wir etwas Nahrung, eine Toilette (oder ich den Workshopraum) brauchten, musste ich leider auf das traditionelle Banner meiner Mini-Heldinnen vor dem Tisch verzichten. Aber wenigstens der Tiger konnte dank der weißen Wand hinter uns hängen (er bzw. die genutzten Powerstrips haben mich allerdings auch geärgert: immer wieder löste sich stur ein und die gleiche Ecke – egal wie gut sie festgeklebt wurde).

Als wir dann gegen 20 Uhr – dem offiziellen Ende der Aufbauzeit – endlich den Rückweg vom Gelände antraten, stand auch nur noch ein Lieferwagen vor dem Eingang. Puh! Nix wie nach Hause und hoffen, dass sich das Chaos gelohnt hat.

Nun. Es hat sich gelohnt, weil ich liebe Menschen getroffen habe. Solche, die ich zu lange nicht mehr gesehen habe; solche, die ich nicht oft genug sehen kann; solche, die ich nur online kannte; und solche, sie ich bis dato noch gar nicht gekannt hatte. Also ja: Es hat sich gelohnt. Und wenn nur für die Erfahrungen, die ich gemacht habe und die Menschen, die Yngwie und ich zum lächeln gebracht haben.

Gelohnt hat es sich hoffentlich auch für meine Workshopteilnehmer. Wie ich drei Tage vor dem Event aus dem öffentlichen Newsletter erfuhr, hatte ich nämlich zwei davon zu halten (das hatte ich auch im Sommer vorgeschlagen, aber eine klare Ansage, welche meiner Ideen, wann und wie lang ins Programm kommen würden, erhielt ich leider nicht). Glücklicherweise bin ich spontan und in den ausgewählten Workshopthemen inzwischen schon geübt genug, um mehr oder minder frei und ohne Vorbereitung loszulegen. Glück gehabt, liebe Schüler. In meinem ersten sprach ich einmal mehr übers Fremde Welten Erschaffen und im zweiten am Sonntag dann darüber, wie aus einer Idee, einer Geschichte, ein Buch wird. Was es dafür braucht und welche Wege Euch offen stehen.

An dieser Stelle – weil man es nicht oft genug erwähnen kann: Kein seriöser Verlag will Geld von Euch! Der Verlag verdient dank Euch, nicht an Euch! Verlage, die Eure Bücher mit Eifer annehmen und dann einige tausend Euronen von Euch wollen, sind Druckkostenzuschussverlage und kein Weg, den ihr gehen solltet. Dann wählt lieber das Selfpublishing. Kostet nix bis kaum etwas, gibt Euch jede Freiheit und alle Möglichkeiten – wenn ihr den richtigen Anbieter wählt. Ja, ja, ihr merkt: Darüber kann man ne Weile reden. Zum Glück hatte ich jeweils eine Stunde.

An meinem Stand hatte ich – jenseits von meinen zwei Stunden Auslauf – kein Bedürfnis, mich aus meinem Käfig zu befreien. Stattdessen versuchte ich, so viele neugierige Blicke wie möglich in interessierte Fans zu verwandeln. Das gelang durchaus. Aber leider war die Artist Alley – vor allem am Sonntag – ziemlich leer (wenn auch nicht so leer wie die Phantastika-Halle – also doch richtig entschieden. Uff).

Leider steht am Ende dieses Wochenendes für mich die eine Erkenntnis fest, die Lehre, die ich aus diesen drei Tagen gezogen habe: Das war die letzte German Comic Con für mich. In Berlin kann ich auch anders Präsenz zeigen. Auf der großartigen BuchBerlin oder in den tollen Buchhandlungen, um mich herum (aber davon erzähle ich Euch morgen 😉 ). Comic Con wird es für mich zukünftig nur noch in Stuttgart geben.

Ich kann nur hoffen, dass alle Besucher trotzdem viel Spaß hatten. Dass ihr das Wochenende der GCC in Berlin genossen habt. Die Location Station Berlin ist in jedem Fall eine Verbesserung gewesen. Für mich persönlich war es nur leider die einzige.

Sincerely

Sowas wie Urlaub

by Mary Cronos

Sowas wie Urlaub. Joa. Konfuzius sagte „Wähle einen Beruf, den Du liebst, und Du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr arbeiten.“ Na, wenn das so ist, brauche ich wohl keinen Urlaub mehr. Und ja, da ist etwas dran. Wenn wir uns für einen Job aufreiben, der uns keine Freude bereitet, dann haben wir Stress. Arbeiten wir aber an dem, was wir lieben, dann ist es Leidenschaft für unser Ziel, Hingabe für unsere Aufgaben.

Aber auch Arbeit, die Spaß macht, erschöpft. Vor allem, wenn sie zu 90% vor einem Bildschirm stattfindet. In diesem Jahr hatte ich die Chance, viele wundervolle Orte zu besuchen und das will ich Euch nicht vorenthalten. Ich konnte beinah täglich schreiben und habe trotzdem viel gesehen, neue Eindrücke gesammelt und Ideen entwickelt und natürlich tausende von Fotos gemacht. Ein paar davon habe ich kreuz und quer zwischen diesen Text geworfen. Die ersten drei stammen zum Beispiel aus Heringsdorf an der Ostsee, Amsterdam in den Niederlanden und Rom im bella Italia. Die Filmstreifen trennen dabei meine einzelnen Reisen voneinander. Und jeder Teilbericht endet mit einem Link zu mehr Fotos. 🙂

Aber ich warne Euch. Heute konnte ich mich wirklich nicht kurzfassen.

Roma

Und mit Italien fange ich jetzt einfach mal an. Dort war ich mit meiner lieben Mutter. Sie war noch nie zuvor so weit weg von ihrem Zuhause. Sie ist noch nie geflogen – nicht mit einer Passagiermaschine dieser Größe. Und ja, sie hat Höhenangst. Als wir auf dem Rückflug über den Alpen in ein Gewitter fliegen und wie ein Blatt im Wind trudelten, meinte sie nur: „Och, das hab ich mir schlimmer vorgestellt.“ Knallhart.

Es hat mir eine unglaubliche Freude gemacht, diese wundervolle Stadt Rom zu entdecken. Für mich war es das dritte Mal dort. Trotzdem sind wir als Teil einer Reisegruppe unterwegs gewesen. Aber meine Ortskenntnis war nicht nur für meine Mutter nützlich (wir haben uns doch ab und an abgeseilt und auf eigene Faust die Stadt erkundet), sondern auch für die Reiseführerin. Ich wurde schnell zu einer Art zweitem Guide und die (100%!) Senioren um mich herum waren so froh, jemanden zu haben, der Englisch sprechen konnte.

Ich hatte meinen Spaß und die anderen auch. Es war eine wunderschöne Zeit mit meist perfektem Wetter. Und diese Reise ist nun schuld daran, dass meine Mutter inzwischen einen Senioren-Englisch-Kurs besucht und jetzt jedes Jahr mit mir ein anderes Land sehen will. 2019 haben wir uns UK vorgenommen. Mal sehen, was genau es werden wird. Vielleicht werde ich endlich Dirleton besuchen können. Dann kann ich da wandeln, wo ich meinen Anthony und meine Mary  schon seit Monaten herumirren lasse.

Rom ist für mich etwas ganz Besonderes. Das erste Mal war ich zu meiner Schulzeit dort. Das zweite Mal während meines Studiums und nun während meines Berufslebens. Diese ewige Stadt begleitet mich also gewissermaßen durch alle Etappen meines Lebens. Und jedes Mal sehe ich etwas mehr als beim Mal davor. Seien es die imposanten Ruinen, zu denen ich schon so viele Referate gehört und gesprochen habe (und viel zu viele Texte von römischen Schriftstellern übersetzt habe), oder die Natur, die die kalten Steine mit Leben überflutet. Seien es Geheimtipps in schmalen Gassen und kleinen Gärten oder Klassiker, die noch immer nicht alle von mir gesehen wurden.

In diesem Jahr habe ich es beispielsweise endlich auf die Engelsburg geschafft und auf die „Schreibmaschine“ (da sollte jeder Autor mal gewesen sein 😉 ). Während ich zum dritten Mal dem Petersdom aufs Dach stieg, habe ich mich und meine schlechte Kondition ein weiteres Mal verflucht und oben angekommen erschöpft, aber stolz die Aussicht genossen. Auf dem Forum Romanum haben die Rosen geblüht, es war wunderschön. Bei meinem ersten Besuch war alles staubtrocken und beim zweiten Mal hatte es geregnet (und wir hatten uns in Nischen versteckt, um trotz Regen Skizzen machen zu können). Es gab also Premieren, wichtige Wiederholungen und auch solche Momente, die einmalig waren, obwohl sie – rein theoretisch – nichts Neues brachten.

Ich glaube, das ist einer dieser Momente, in denen man bemerkt, dass auch nach der xten Wiederholung das Leben immer noch etwas Neues für uns hat; dass es sich lohnt, genauer hinzusehen, selbst wenn wir glauben, dass es sich nicht lohnt. 🙂

Übrigens habe ich natürlich mehr Bilder gemacht als diese paar hier. Wenn ihr mal etwas stöbern wollt, dann folgt einfach diesem Link hier zum Rom-Ordner auf meinem Flickr-Account.

Zoutelande / Zeeland

Meine zweite Reise in diesem Sommer führte mich zusammen mit meiner lieben Mutter (wie gesagt, das Reisefieber hat sie voll erwischt und so schenkte ich ihr eine Reise zum Geburtstag) und meiner lieben Tatjana in die Niederlande. Es ist lange her – mehr als zehn Jahre – dass ich das letzte Mal dort war. Und ich muss sagen: Ich habe mich aufs Neue in dieses Land verliebt. Ich bin noch nie zuvor so vielen offenen, freundlichen, gut gelaunten und toleranten Menschen auf einmal begegnet. Die Niederlande fühlen sich an wie eine landesweite riesige Convention (denn nur von Conventions kenne ich dieses Gefühl von Verbundenheit, guter Laune und Offenheit). Und Leute: Sowohl meine Mutter als auch ich sind Deko-Nerds hoch zehn und in den Niederlanden scheint jeder so zu sein wie wir! Jedes Haus, jeder Garten – egal wie klein – war wunderschön hergerichtet. Gewissermaßen bot jede Tür ein eigenes Postkartenmotiv.

Ihr könnt Euch sicher sein: Ich will wieder hin. Und ich weiß auch schon wann: Seit ein paar Jahren feiere ich meinen Geburtstag nicht mehr mit Parties (ich werd alt, aber „Party“ traf es noch nie wirklich) oder ähnlichem, sondern bin einfach weg. Und so weiß ich schon jetzt, dass ich meinen nächsten Geburtstag Ende März in Amsterdam verbringen werde. Ich kann es kaum abwarten!

Aber ich greife voraus. Ja, wir waren auch in Amsterdam. Aber erst am Ende unserer Reise. Am Anfang waren wir auf Zeeland. Genaugenommen an seinem südwestlichsten Zipfel in Zoutelande. So hübsch! Wir hatten dank Tatjana ein süßes, kleines Ferienhaus mit einem Garten. Jeden Morgen saß ich im Garten – oder am Meer – und habe geschrieben. Gut, „Morgen“ trifft es auch nicht so ganz. Eher: Jeden Vormittag, viele Abende und einige Nachmittage. Und an einem dieser Morgende hatte ich plötzlich Besuch. Ich schrieb gerade aus Caras Sicht an einer Szene mit Aby, als plötzlich etwas maunzend um meine Beine strich: Eine hübsche, schwarze Katze. Eine Aby! (Im letzten Filmstreifen hier ist ein Bild von ihr zu sehen.) Aby gefiel es so gut bei uns, dass sie gar nicht mehr gehen wollte. Selbst als wir von unserem Tagesausflug nach Hause kamen, lag sie noch immer gemütlich auf der Bank im Garten und hatte nur einen vorwurfsvollen Blick für uns übrig. Wie hatten wir sie nur so lang allein lassen können?

Als uns Tatjanas (und inzwischen auch meine Freundin) Alwy besuchte, kam dann auch einer der Gründe, weshalb das alles nur „sowas wie Urlaub“ ist. Neben all den Natur-, Architektur- und Landschaftsfotos, die ich demnächst in Designs, Poster und Kalender verwandeln werde, stand auch ein Fotoshoot am Strand an. Es hat super viel Spaß gemacht – auch oder vielleicht gerade, weil wir beide vollen Einsatz gezeigt haben und dafür mehr als einmal von den Wellen geduscht wurden. Hier übrigens ein paar Bilder vom Shoot.

Die Zeit in Zoutelande und allen anderen kleinen und größeren Orten auf Zeeland war wunderschön – und so, so Bild lastig. Ich würde wahnsinnig gern Kalender aus den Bildern machen. Wenn ihr gleich einen Blick auf die Bilder werfen werdet, dann verratet mir danach doch: Würde Euch ein Kalender oder ein Poster etc gefallen?

Wir haben Middelburg gesehen, Oostkapelle, Westkapelle, Domburg und Veere. Ein Ort hübscher als der andere. Und mit allen Orten verbinde ich nun etwas Besonderes. Mit Veere mein erstes Knöllchen (das war unfair, muss ich sagen. Es war voll und chaotisch und in keinem Auto lag ein Parkticket. Zu der Zeit wussten wir noch nicht, dass das in NL alles digital läuft. Und so warte ich nun auf weniger schöne Post aus den Niederlanden). Darüber hinaus war Veere – trotz des einzigen Schlecht-Wetter-Tags ganz zauberhaft. Gassen und Gärten, wie sie nur einem Fantasy-Roman entsprungen sein können. Zwischen Oostkapelle und Domburg liegt das Kasteel Westhove – früher ein Wasserschloss, heute ein Hostel -, umgeben von einem traumhaften Park. Wir haben uns vorgenommen, das nächste Mal zu kommen, wenn gerade die riesigen Rhododendronsträucher blühen (ein Teil des Waldes/Parks bestand nur aus denen). Ich glaube, dieses Kasteel stellt das perfekte Schreibexil dar. In Westkapelle werde ich vor allem den leckeren Italiener nicht vergessen. Wir sind von Zoutelande bis Westkapelle (und wieder zurück) gelaufen und waren dementsprechend hungrig. Es war so, so lecker! Middelburg ist etwas größer und bildet schon sowas wie das Zentrum von Zeeland. Es war gerade Markt, als wir da waren, und so war es ziemlich voll. Und Middelburg ist Schuld daran, dass ich zwei ganz handfeste Erinnerungen an diese Reise besitze: Zum einen habe ich in einem kleinen Antiquariat eine viel zu preiswerte, schöne alte Kamera gekauft. Zum anderen bin ich über eine Buchhandlung hergefallen (Was? Aber Mary, das ist doch alles auf Niederländisch!). Nun ja … Im Rahmen meiner Recherchen für mein Krimi-Projekt stieß ich auf einen niederländischen Illusionisten, der mich mit seinen „Illusies“ inspiriert und begeistert. Und rein zufällig hat er auch mit seinem Partner in Crime ein Buch herausgebracht, in dem er viele Illusies und Mindfucks erklärt. Perfekt für mich. Und mit etwas Übung ist Niederländisch wirklich nicht schwer. Ergo hab ich die Gunst der Stunde genutzt und mir sein Buch geholt. Wie der Kerl heißt, wollt ihr wissen? Victor Mids. Vor einer Weile hatte er auch mal ein paar Folgen seiner Serie in Deutschland gedreht. Da hieß sie Mindmagic („Mindfck“ war uns prüden Deutschen offenbar zu provokant – in Sat1 . . .). Aber ich schweife ab!

Amsterdam

Da unser Trip durch die Niederlande zwei Hauptstationen hatte – Zoutelande und Amsterdam -, teile ich meinen Bericht an dieser Stelle. 🙂

Ich kann nicht ansatzweise alles aufzählen, das ich erlebt habe. Aber ich wollte wenigstens ein paar Anekdoten mit Euch teilen. Morgen ist mein Bericht wieder kürzer. Versprochen.

Zum Ende unserer Reise hin (und mit Blick auf den Geburtstag meiner Mutter) zog es uns weiter nach Amsterdam. Mit einem kurzen, chaotischen Zwischenstop in Utrecht, wo ich kurzzeitig Panik schob, als wir Gabriel Bluewing zu Cronos I (oder kurz: mein Auto) nicht mehr fanden. Google hatte die Marke irgendwie falsch gesetzt gehabt und als das Navistimmchen sagte „Sie haben ihr Ziel erreicht“, war mein Auto nirgends zu sehen. Letztlich gelang es uns natürlich doch noch, unsere Schritte zurückzuverfolgen und Bluewing zu finden. Puh! Das hätte den „Urlaub“ ziemlich ruiniert.

In Amsterdam erwartete uns schönster Sonnenschein. Kein Wunder, dass wir am Abend einen Hitzestich hatten. Aber es war doch nur so wenig Zeit für so viel Stadt! Dementsprechend: Ich freu mich auf einen kühleren Besuch im März. Aber für ein erstes Kennenlernen war es toll. Wir konnten uns gar nicht satt sehen. Deshalb wählten wir auch die Hop-On-Hop-Off-Tickets und fuhren bei jeder Gelegenheit durch die Grachten. Mein Lieblingsgag vom Fahrer unseres Wassergefährts: Es heißt, die Kanäle sind drei Meter tief: Ein Meter Wasser, ein Meter Matsch und ein Meter Fahrräder. 😀

Und ja: Wenn Du ein Fahrrad hast, dann bist Du der King in NL. Egal ob auf dem Land oder in der Stadt.

Wie dumm, dass ich kein Fahrrad hatte.

Überlebt hab ich zum Glück trotzdem. Und fasziniert mehretagige Fahrrad-Parkhäuser neben architektonischen Glanzstücken bewundert. Man kann sagen: Die Niederlande sind Mary-freundlich. Ich konnte viel Schreiben, hab tolle Fotos machen können, hatte ein schönes Fotoshoot und hab unglaublich viel Inspiration mitgenommen. Und wenn ihr noch ein paar besagte Bilder sehen wollt, dann schaut doch wieder in den passenden Flickr-Ordner.

Übrigens: Wenn man zum Sightseeing verreist, kann man ja gar nicht genug sehen. So haben wir auf dem Hinweg noch Xanten mitgenommen und auf dem Rückweg die Burg Linn in Krefeld. Beide sind den Besuch definitiv wert und vor allem Xanten hat uns total beeindruckt. Dort wird nach und nach ein römischer Ort ausgegraben und auf und um die Ruinen herum entstehen einzelne Gebäude (klassische Wohnhäuser, Tavernen, Tempel etc) wieder neu und begehbar. Wir haben in einer echten römischen Taverne gespeist. Nach neun Jahren Lateinunterricht und dann nochmal so langem Studium eine ziemlich coole Erfahrung. Ich hab früher in Italien und Griechenland, sowie Syrien, Ägypten und Klein Asien viele Ausgrabungen gesehen. Aber zu erleben, wie das Ganze wirklich „lebendig“ aussieht und funktioniert, ist nochmal was ganz anderes. Solltet ihr noch nicht wissen, was ihr bei Eurem nächsten Tagesausflug unternehmt: Schaut mal vorbei. Es macht Spaß und ihr lernt was dabei. 🙂 Übrigens dank vieler Spiel- und Lernmöglichkeiten auch toll für Kids!

Natürlich ist meine Kamera auch dort zum Einsatz gekommen: Xanten und Burg Linn.

Zingst / Born am Darß

Man könnte meinen, gegen diese beiden Reisen können meine kleinen, kurzen Intermezzi an der Ostsee nicht ankommen. Doch schön und literarisch sowie fotografisch ergiebig waren sie trotzdem. Mein erster Kurztripp führte mich mit meiner lieben Freundin Clari in die Umgebung von Zingst. Einem kleinen Paradies für Fotografen. Ich habe es noch nie zu Horizonte Zingst geschafft (stets ein ungünstiges Timing in Anbetracht meiner anderen Cons). Aber dieses tolle Fotografie-Event hat mich neugierig gemacht und als Clari (ebenfalls ein Workaholic ohne ein Verständnis für das Wort „Pause“ oder „Urlaub“) fragte, ob ich auch mal eine kurze Alltagspause gebrauchen könnte, fuhren wir spontan an die Ostsee nach Zingst. Oder genaugenommen nach Born am Darß.

Wir haben die halbe Fast-Insel erkundet: Ahrenshoop (der anscheinend einzige Ort dort mit Handyempfang – am Strand jedenfalls), Prerow (einem Urlauber unfreundlichen Ferienort), Wiek am Darß (unser Nachbarörtchen) und natürlich Born am Darß selbst. Und wir haben den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft unsicher gemacht. Eigentlich hatte ich ja nach Zingst gewollt. Aber um uns herum war es so schön, dass ich nicht bis nach Zingst gekommen bin. 😀 Das nächste Mal dann.

Unser sehr kurzer Kurztrip wurde musikalisch begleitet durch ein großes Unwetter mit Donner und Krachen und heulende Sturmböen. Aber zwischendurch gab es genug Sonnenschein und Sternenglanz für ein paar schöne neue Bilder. Die schönsten Bilder entstanden dabei an unserem ersten Abend und an unserem letzten Morgen. Am Abend mit einem Segelboot direkt vor der untergehenden Sonne – ein Traum in Kitsch und Glutrot. Am Morgen gab es bei Sonne und Sturm beeindruckende Wellen. Ich bin auf den Wellenbrechern weiter ins Wasser gelaufen für bessere Bilder. Und was soll ich sagen: „ins Wasser“ traf es leider besser, als ich geplant hatte. Denn die Sturmflut hat doch höhere Wellen produziert, als ich geahnt hatte… Mein einziges Ziel: Rette die Kamera! Ich stand also mit zusammengekniffenen Augen auf Holzpfosten zwischen sehr hohen Wellen und hielt die Kamera weit über meinen Kopf.

Wir haben es beide gut überstanden. Aber was für ein Abenteuer! (Übrigens ein Abenteuer in Weiß, was die Dusche noch etwas … unangenehmer machte …)

Wie schon angedeutet, war unser Besuch in Prerow eher enttäuschend. Irgendwie hatte dort offenbar niemand ein Interesse daran, Geld zu verdienen. Das Tourismusbüro kannte die Zeiten der Kutschen und Tingelbahnen nicht. Cafés und Restaurants hatten über Mittag zu. Und Geschäfte räumten trotz interessierter Kunden noch vor Ladenschluss alles zusammen und verschlossen ihre Türen. Irgendwie kamen wir uns seltsam unwillkommen vor.

Born am Darß – Heimat unserer Ferienwohnung – war da ganz anders. Ein idyllisches Örtchen, das größer ist, als man denkt. Und lauter kleine Überraschungen für seine Besucher bereithält.

Vom Nationalpark hatten wir nicht so viel. Das war am Tag bevor das Unwetter am Abend über uns hereinbrach. Dementsprechend war überall eine Affenhitze. Vor allem am Strand. Der Rundwanderweg um den Leuchtturm wurde deshalb von uns drastisch gekürzt. Wir haben uns lieber auf die Waldstücke konzentriert. Schatten ist ein nicht zu unterschätzendes Gut.

Was für Bilder ich unter vollem Einsatz fabriziert habe, könnt ihr in diesem Flickr-Ordner sehen.

Heringsdorf

Wie ihr merkt, hat es mir die See in diesem Jahr besonders angetan. Es zog mich noch einmal mehr an die Küste und wieder war es die Ostseeküste. Genauer: Heringsdorf auf Usedom.

Zuhause waren die letzten Monate vor allem voller Design-Aufträge und ich kam viel seltener zum Schreiben, als ich es geplant hatte. Umso wichtiger war mir, dass ich trotzdem einen Weg finde, mit Nafishur voranzukommen. Da schlug mir meine Mutter ein Schreibexil vor. (Ich habe ja den Verdacht, dass es ihr einfach Spaß macht, mit mir zu verreisen, aber das kann ich auch nur zurückgeben.)

Die Folge ihrer Idee zumindest, war ein sehr kurzfristiger Ausflug nach Heringsdorf. Unsere Nachbarin kam mit ihrer Tochter von dort wieder und schwärmte, bis wir kurzerhand unsere Koffer packten. Und das Unterfangen gelang: Sowohl das Hotel, als auch der Strand (abends/nachts) boten wunderbare Plätze zum Schreiben. Vor allem das Hotel war wirklich eine Überraschung. Sommerterreassen, Sommergarten und Wintergarten, x kleine Nischen und Ecken, wo man wunderbar in andere Welten abtauchen konnte. Und da das Wetter recht gut war, war der Wintergarten vollkommen leer: Ein gläserner Palast auf dem Dach des Hotels, der komplett begrünt war. Ich kam mir vor wie in Nafishur.

Und ich habe meiner Mutter ein bisschen Fotografie beigebracht. Auf diese Weise entstanden so einige Bilder von mir beim „Schreiben“, die überhaupt nicht gestellt sind. Niemals nicht. Ich guck immer so, wenn ich schreibe. 😀 Aber so habe ich endlich mal ein paar nette, neue Bilder für meine Websites und Social Medias. Ich finde, meine Mutter hat sich wirklich gut geschlagen. Ihr Metier ist eigentlich die Leinwand (ich liebe ihre Bilder und muss sie Euch mal zeigen bei Gelegenheit) und meine Kamera war ihr zu schwer und kompliziert. Dennoch hat sie das wirklich gut hinbekommen. Ich bevorzuge mich eigentlich hinter der Kamera und so ist es gar nicht so einfach, es hinzukriegen, dass ich sage: Ja, das gefällt mir.

Und natürlich hab ich auch selbst fotografiert. 🙂 Vor allem am Abend und bei Nacht. Was meine Mutter und ich so festgehalten haben, das zeige ich Euch hier.

Auf dem Rückweg haben wir einen kleinen Umweg gemacht und sind noch nach Stralsund gefahren. Wir mussten feststellen, dass es beinah zehn Jahre her war, dass wir das erste und letzte Mal im Ozeaneum waren. Und es hat sich gelohnt, wieder hinzugehen. Man kann dort wirklich ausgesprochen coole Unterwasserfotos machen. Hier findet ihr ein kleines Best Off. Ich kann einen Besuch dort nur empfehlen – jung und alt. Alles ist behindertengerecht und ausgesprochen kinderfreundlich. Es gibt unendlich viel zu entdecken.

Traurig und verdammt gut gemacht fand ich ein Aquarium zwischen denen mit all den seltenen Fischen und anderen Meeresbewohnern, in dem etwas anderes schwamm: Von weiten dachtest Du „oh, Quallen, cool!“ und dann bist du näher rangegangen und musstest erkennen: Nein, das ist Plastikmüll. In x Formen und Farben. Und daneben hingen Schilder wie bei den anderen Becken. Mit Erklärungen zu den einzelnen Müllstücken. Wie lange der Müll braucht, um zersetzt zu werden. Wie viel davon in den Weltmeeren schwimmt. Wie schädlich Mikroplastik ist. Etc.

Traurig. Aber ein sehr kluger Zug vom Ozeaneum, wie ich finde.

Berlin

Meine letzten Worte in diesem Bericht gelten meiner eigenen Stadt. Zufällig wohne ich in einer Stadt, die für viele andere ein Urlaubsziel ist. Was man täglich um sich hat, das scheint selbstverständlich zu werden.

Gar nicht gut.

Und gar nicht richtig.

Ihr müsst Euch nicht nach Rom oder Amsterdam sehnen. Schaut Euch um. Auch das eigene Zuhause kann Oasen und Geheimnisse bieten. Mir fällt das immer dann auf, wenn ich Freunde zu Gast habe, denen ich meine Stadt zeige. Dann werde ich zum Touristen. Im letzten Jahr war es meine liebe Arantza, der ich meine Stadt zeigte (ehemals aus Spanien, lebt sie heute in München). Und diesmal war es meine liebe Sammi, die mich besucht hat. Sie ist Neuseeländerin und hat einen Europatrip gemacht, der es in sich hatte. Sie hat mir versprochen, bald wieder zu kommen.

Außerdem habe ich mit meiner Mutter die Botanische Nacht besucht. Das hatte ich schon seit Jahren vor. Es sind einige schöne Bilder entstanden. Aber ich muss ehrlich sagen: Ich kann mir nicht vorstellen, das jemand, der einmal in den Gärten der Welt am anderen Ende Berlins war, wieder in den Botanischen Garten geht. Im Vergleich ist er leider irgendwann im Laufe der Zeit hängengeblieben.

Damit bin ich für heute am Ende angekommen. Ich hoffe, ich habe Euch nicht erschlagen. Sollte ein Link nicht funktionieren (nicht ohne Anmelden zB), dann sagt bitte Bescheid. 🙂

Morgen habe ich eine kleine Überraschung für Euch. Und ich verspreche, da fasse ich mich kürzer. 🙂

Sincerely

Etwas Optimismus bitte

by Mary Cronos

Jedes Mal, wenn ich die Nachrichten sehe oder eine Dokumentation, schelte ich mich dafür, nicht dankbar genug zu sein. Nicht alles in meinem Leben läuft rund. Und mir würde sofort jede Menge einfallen, dass mir zu schaffen macht. Und doch. Ist das nicht klagen auf hohem Niveau?

Es gibt genug schlechte Nachrichten auf der Welt. Genug, das uns den Tag verderben kann. Vielleicht ist es an der Zeit, auch etwas Gutes in die Welt hinaus zu rufen. Zu überlegen, was gut ist, was gelingt, was funktioniert, obwohl es eben nicht selbstverständlich ist. Ich habe lange keinen Sonntagsgedanken mehr geschrieben und vielleicht ist es mal wieder Zeit dafür.

Ich habe mir nun jedenfalls das Ziel gesetzt, positiver auf mein Leben zu sehen. Und dazu gehört aktuell meine Heimat Berlin. Gerade von Xaver ordentlich auf den Kopf gestellt, gescheitert im Öffi-Verkehr und regelmäßig in den Nachrichten für all das, das hier nicht funktioniert, nicht fertig gebaut wird, nicht so ist, wie es sein soll. Berlin ist laut, unfreundlich und eine permanente Baustelle? Ich finde, Berlin ist lebendig, ehrlich und der Inbegriff von Wandel und Erneuerung. Ich mag diese so andere Weltstadt. Ich mag es, ihren Puls zu fühlen. Berlin ist eine Stadt der Gegensätze. Alt und modern, laut und leise, grün und bebaut. Vom gläsernen Riesen Sonycenter kann man das alte Brandenburger Tor sehen. Vom Berliner Dom ist es nur ein Katzensprung zum Fernsehturm. Kirchen, Synagogen und Moscheen sind Oasen der Ruhe im Trubel der Großstadt. Auf jeden Betonklotz kommt ein ebenso großer Park, Wald oder See. Ich liebe es, wie man im Brustton der Überzeugung von Müggelbergen, Teufelsberg und Kienberg spricht – auch wenn ab dem Harz abwärts niemand in diesen „Bergen“ auch nur Hügel sehen würde. Ich mag die Schlagfertigkeit von Busfahrern und die Allwissenheit der Taxifahrer. Ich mag die Musiker in den Ubahnen, die den Soundtrack zu meinem Alltag spielen, und den Laierkastenspieler, der mich beim Heimkommen in Köpenick empfängt. Ich genieße es, nur mit einem BvG-Ticket eine Weltreise machen zu können, weil jeder Stadtteil wie eine ganz eigene Stadt in einem eigenen Land ist. Wie jeder Kiez so unglaublich individuell ist – wie eine eigene Welt.

Berlin ist ein ganz besonderer Flecken Erde mit ganz besonderen Menschen. Geradeheraus. Stur. Humorvoll – wenn man den gleichen Humor hat. Ich bin dankbar, hier zu sein. Ich bin dankbar für den täglichen Wahnsinn, der sich hier Alltag nennt. Ich bin dankbar für das Leben, das mich hier umwirbelt, ohne an mir Anstoß zu nehmen. Ich bin dankbar für all die Originale, die mein Leben und damit auch meine Geschichten bereichern – einfach nur, weil sie mir begegnen. Fremde werden zu Fremden mit Lebensgeschichten und manchmal sogar zu Freunden.

Berlin, ick liebe Dir.

Sincerely

Frohe Weihnachten

by Mary Cronos

Um Euch nicht noch länger auf ein Wort von mir warten zu lassen, nur ein kurzes.

weihnachtsgruss-sIch wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest! Genießt die Festtage, verbringt so viel Zeit wie möglich mit den Menschen, die Euch wichtig sind. Egal wie viel Weihnachtsstress um Euch herum herrscht und wie viel Ihr eigentlich noch erledigen müsst, denkt immer daran, dass nichts so wenig selbstverständlich ist wie Zeit mit geliebten Menschen. Wir mussten gerade erst lernen, wie schnell Menschen aus dem Leben gerissen werden können, wie schnell sie nicht mehr unmittelbarer Teil unseres Alltags sind. Nutzt die Zeit. Genießt sie. Genießt jeden Augenblick mit denen, die Euch gut tun und denen Ihr gut tut. Lasst den verbrannten Kuchen verbrannten Kuchen sein… packt die letzten Geschenke etwas schluderiger ein… aber nehmt Euch dafür die Zeit, einander in den Arm zu nehmen und Euch gegenseitig zu versichern, wie wichtig Ihr einander seid. Das ist so viel wichtiger, als alle Geschenke und stressigen Vorbereitungen. Gesegnete Weihnachten!


This time only a short Christmas-Message – but in two languages 🙂

I’m wishing everyone a happy merry Christmas! Enjoy these holidays, use your freetime to be with those people, that are important to you. Don’t care about your xmasbussiness, about the cake or presents… Focus on what really matters: Your beloved ones. Don’t take them for granted. In Berlin we realized one more time that they aren’t in these days. Use your time wisely – not for big xmas preparations or things like that. Use them to give your beloved ones a long and warm hug and tell them how much you love them. This will be the only present that matters. Blessed Christmas to everyone!

Sincerely

the wingscriber pls sig

Nach der Comic Con ist vor der Comic Con

by Mary Cronos

photo_2016-10-19_19-21-46bWahnsinn! Was für ein Wochenende! Das war nicht mein erster Stand auf einer Messe oder Con. Aber das erste Mal, dass ich nicht für Mission:Change oder mit anderen Autoren oder Künstlern gemeinsam einen hatte, sondern einfach nur für mich – für Colors of Cronos in its basics.

photo_2016-10-19_19-28-25bEs hat unglaublich viel Spaß gemacht, das Wochenende mit Euch zu verbringen! Ich freue mich, dass mein Stand eigentlich nie leer war, dass ich unzähligen Fantasyfans von Nafishur erzählen konnte und dass Euch meine Kunst gefallen hat. Auch meine süßen Mini-Heroines! Das habe ich zur Bestätigung genommen, um aus dieser Idee mehr zu machen: Mehr Heldinnen, mehr Sprüche, mehr Produkte. Ines, meine liebe Assistentin, und ich haben in der Hinsicht viele tolle Ideen und Inspirationen mitgenommen. Mit etwas Glück (und genug Zeit) werde ich vielleicht schon auf der Comic Con in Dortmund mehr für Euch haben.

photo_2016-10-19_19-22-26bIch weiß, dass es u.a. in Facebook viel Kritik an der GCC Berlin gab. Bitte bedenkt, dass das eine Premiere war! Ich bin mir sicher, ihr hattet dennoch viel Spaß. Von meinem Stand aus habe ich zumindest mehr zufriedene, glückliche Gesichter gesehen, als genervte oder frustrierte. Gebt dem Veranstalter die Chance, es nächstes Jahr besser zu machen.
Mein persönliches Highlight war die Begegnung mit dem Knight2000 – kurz
K.I.T.T. – am Freitag, nachdem wir unseren Stand aufgebaut hatten. Dieses Auto ist der Held meiner Kindheit (nicht etwa sein Fahrer). In beruflicher Hinsicht kann ich gar nicht ein einzelnes Highlight benennen. Eher eine ganze Lichterkette voll davon: Menschen, die begeistert stehen blieben und staunend auf meine Zeichnungen zeigten; Leser, die meine Leseproben noch am Samstagabend lasen und mir dann unbedingt noch am Sonntag sagen mussten, dass sie die Leseproben toll fanden und die Bücher kaufen werden; Künstler und Schreiberlinge, die am Anfang stehen, und denen ich Tipps geben oder Mut machen konnte; Kollegen, die nun nicht nur Kollegen, sondern neue Freunde sind (vor allem meine tollen Standnachbarinnen Nicole Piringer und Melanie Stoll waren mit ihren lieben Begleiterinnen eine Bereicherung an diesem Wochenende). photo_2016-10-19_19-28-19Toll waren auch die Besuche von Superman, Batman, Captain America und vielen anderen Helden. Sogar Castiel kam vorbeigeflattert. Und neben allen Cosplayern hatte ich auch die Ehre, ein Original an meinem Stand zu Gast zu haben: Freddy Krüger. Ich bin zwar kein Horrorfan (außer ich schreibe es selbst), aber ich fühlte mich doch geehrt, seinen Besuch überlebt zu haben. 😀

Ich hoffe sehr, demnächst noch mehr tolle Dinge für Euch bereithalten zu können: Mehr Merch, mehr Kunst, mehr Bücher, Lesungen, Vorträge. Wer weiß, was kommt. In jedem Fall weiß ich jetzt, dass mir Comic Cons Spaß machen und das sie wie ein gutes Buch sind: Man kann gar nicht schnell genug so viel wie möglich erleben… und zugleich will man nicht, dass es aufhört (nur, dass man nach einem Wochenende kurzfristig reif für die Insel ist).

Nun steht direkt die Buchmesse in Frankfurt an und die Zeit rast dahin. Ich habe kaum noch Platz für Aufträge in diesem Jahr – zumindest was so aufwendige Arbeiten wie Zeichnungen angeht. Wer also geplant hatte, eine Zeichnung durch mich anfertigen zu lassen, sollte sich schnell melden. Je nach Komplexität werde ich nicht mehr als 3-4 weitere Zeichenaufträge vor Weihnachten annehmen können. Wer also noch seine Chance nutzen will, der melde sich auf contact@colors-of-cronos.de.

Für alle NRWler unter Euch: Denkt dran, dass ich an Halloween die Buchhandlung Lehmkul in Witten heimsuchen werde für eine Lesung und einen Vortrag in Sachen Bücher Schreiben und Veröffentlichen. Wer also Zeit hat, sollte mal vorbeischauen. 😉 Ich freu mich auf Euch!

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Sincerely

the wingscriber pls sig

Bilder über Bilder machen den Sommer…

by Mary Cronos

Und mein Bericht geht weiter. Allerdings werde ich den Juli und den August in einen Bericht packen. Autoren können sich schwer kurzfassen, aber ich werde mir Mühe geben und im Grunde kann man die beiden Monate als ein einziges großes Fotoshoot bezeichnen. Die Monate standen ganz im Zeichen der Fotografie. Ich habe verschwundene Friedhöfe besichtigt, einer aufstrebenden Hoppegartner Sängerin und ihrer Band zu schönen neuen Coverbildern verholfen, die Gärten der Welt unsicher gemacht und als ich in Berlin nichts Neues mehr fand, hab ich in Dresden weiterfotografiert (natürlich findet man in Berlin immer Motive, aber in Dresden und seiner Umgebung auch). 😀

leona-shoot

Besonders mit Leona Heine und später dann auch zusammen mit ihrer Band haben die Shoots viel Spaß gemacht. Wir haben jede Menge gelacht und dabei auch noch schöne Fotos gemacht. Wer sich wie ich von Ihrer Stimme und ihren selbstgeschriebenen Songs verzaubern lassen will, sollte unbedingt mal hier vorbeischauen. Auch die Bilder auf dem Cover ihrer brandneuen Single „Weites Land“ sind von mir.

leona-cd

Ihr merkt es schon. In diesem Beitrag gibt es ein deutliches Übergewicht an Bildern. Die folgenden Bilder stammen aus einigen Fototouren mit meiner lieben Freundin und Mission-Agentin Ines. Ein paar Tage verbrachte sie mit mir in Berlin (wir haben nicht nur gearbeitet, sondern bei der Gelegenheit die Premiere vom neuen Teenage Mutant Ninja Turtles Movie (OT) geschaut), danach fuhren wir gemeinsam nach Dresden (unter anderem waren wir hier im Auftrag von Mission Change unterwegs, um ichhelfe.jetzt noch nachträglich persönlich ihren Scheck zu überreichen). Aber die meiste Zeit über testeten wir ein paar Ideen mit meiner Kamera aus.

Wer mich kennt, weiß, dass ich zu jenen Wesen gehöre, die sich zwar auch mal auf einer Bühne als Agent ausgeben, aber im Grunde ihres Herzens lieber hinter der Kamera stehen. Um so erstaunlicher, dass Ines dennoch auch ein paar ansehnliche Bilder von mir gezaubert hat. Und damit sie sich heute nicht allein geniert, zeig ich Euch eine Auswahl von uns beiden – damit wir beide rot anlaufen können. Die Bearbeitung der Bilder stammt übrigens aus dieser Woche. Ein kleiner „Voraus-Zurück-Blick“: Ich hatte die Freude, zwei Webinaren von Laura Helena Photography zu folgen und inspiriert durch ihre wunderschönen, fantasievollen Bilder, sind meine Bildlooks entstanden. Ich bin gespannt, wie sie Euch gefallen.

ines-and-me

Ich denke, man sieht uns an, dass wir beim shooten jede Menge Spaß hatten. 🙂 Die Locations waren übrigens die Gärten der Welt und der Potsdamer Platz in Berlin und die Klosterruine Altzella in der Nähe von Dresden. Aber ich habe in meinem Bilderwahn im Sommer nicht nur Fotos produziert, sondern auch viel gezeichnet (leider nicht genug, denn ich wollte viel viel schneller sein, aber so schnell geb ich nicht auf 😉 ). Wie nutzt man eine Sommergrippe richtig? Richtig! Man setzt sich gemütlich in seinen Lieblingssessel, legt die Beine hoch, klappt seinen Laptop auf und beginnt hyperrealistisch zu zeichnen. Stopp. Irgendwas daran klingt komisch. Aber anscheinend ist das für mich die richtige Therapie. Es ging mir schnell wieder besser und ganz nebenbei habe ich endlich mein Bild von George Clooney beendet und ein Portrait von Alexander Skarsgard komplett gezeichnet. Letzterer wurde durch die Tarzanpremiere spontan zum Motiv. Ich hoffe, auch die beiden gefallen Euch. Ines Besuch inspirierte mich auch direkt zur nächsten Zeichnung: Stephen Amell als Arrow und sein Cousin Robbie Amell in seiner Rolle aus Code 8, dem Film, den die beiden gerade zusammen realisieren. Ihr habt schon Zeichnungen von mir gesehen, in denen die Augen farbig waren und der Rest klassisch schwarz-weiß. Ihr kennt vielleicht auch mein Bild von Mario Goetze mit dem WM-Pokal. Auch dieses mal kommt wieder etwas Farbe ins Spiel. Diesmal ist es farbiges Licht. Meine Handykamera weigert sich, diese Tatsache richtig abzubilden, aber ein paar erste Eindrücke findet ihr auf meinem Instagramaccount. Die anderen beiden, bereits fertigen Herren zeige ich Euch auch gern hier nochmal:

george-clooney003 alexander-skarsgard003

Wo wir gerade von Zeichnungen sprechen: Im August bekam ich das erste Mal Fanpost. Eine Anfrage nach einem Autogramm mit einer kleinen Skizze. Ich fühle mich geehrt und vielleicht lesen Hans und Ulrike ja auch diesen Beitrag. Ich werde mich sehr gern in Eure Sammlung einreihen und zusätzlich möchte ich an dieser Stelle schon mal verraten: Ich werde auch auf der German Comic Con in Dortmund sein. Ich würde mich freuen Euch dort kennenzulernen!

Jenseits dieser primär visuellen Informationsflut gab es für mich vor allem ein wichtiges Ereignis, das eine spontane (und strenggeheime) Reise wert war: Unser Mission:Change Agentin Anja feierte im Juli ihre Silberhochzeit und wir alle waren eingeladen.  Offiziell konnte ich nicht teilnehmen. Offiziell. Um so größer wurden ihre Augen, als ich plötzlich mit den anderen zusammen vor ihr stand. Dieser Blick allein und ein paar verdrückte Tränchen waren die 12 Stunden im Linienbus wert. 🙂 Ich liebe Überraschungen! … vor allem, wenn ich sie plane. 😀

Wie ihr merkt, war mein Sommer alles andere als tatenlos. Nicht erwähnt bleiben an dieser Stelle das Romanschreiben im Garten, der U-Bahn und eigentlich überall, wo sich gerade etwas Zeit ergab. Soweit aber nun erstmal zum Juli und August. Ich hoffe, ich habe keine wichtigen Ereignisse vergessen. Am Sonntag folgt ein kleiner Ausbrecher und Dienstag dann voraussichtlich mein Blick auf den September. Er mag ja erst halb um sein, aber jetzt schon gibt es einiges, auf das ich zurückblicken kann. 🙂

Sincerely

the wingscriber pls sig

 

P.S.: Anscheinend werden meine Bilder nicht mehr in der richtigen Größe angezeigt seit dem jüngsten Update. Ich werde versuchen, schnell eine Lösung zu finden, damit ihr etwas mehr von den Bildern in meinen aktuellen Beiträgen habt.

Edit: Ich hab tatsächlich noch was vergessen! Der Beitrag ist geplant und ich könnte das einfach noch unauffällig ändern. Aber ich habe mich gerade selbst der Vergesslichkeit überführt. So viel Ehrlichkeit muss sein. Und unterschlagen will ich es auch nicht. Auf der Suche nach ein paar süßen Figuren in einem eigenen Stil probierte ich erst im PowerPuff-Style herum (vielleicht kennt jemand von Euch ja – durch Kinder oder Enkel die Powerpuffgirls), um dann einen eigenen Style zu finden. Was haltet ihr von den drei Mädels. Wer für die drei Modell stand, verrate ich nicht (dazu hätte ich fragen müssen und momentan ist es 2:55 in der Nacht), aber ich versichere Euch, es gibt eine Geschichte hinter dem Look dieser drei Mädels. 🙂

rinery-generationen

Zeit – Tick Tack

by Mary Cronos

Ist es denn zu glauben! Habe ich wirklich zwei Monate hier geschwiegen? Ich fange diesmal gar nicht erst an, mich zu entschuldigen. Stattdessen berichte ich Euch lieber, was mich so sehr in Atem gehalten hat.

Binz – Rügen

Den Anfang machte mein kleiner Geburtstagsurlaub auf Rügen. Ich habe die Zeit sehr genossen und meine neue Kamera erprobt. Wir sind täglich mindestens 10 km gewandert – mit entsprechend vielen Zwischenstopps für Fotos. Langzeitbelichtungen, Möwen im Anflug, Abendstimmungen. Es gab viel zu sehen und viel festzuhalten – und diesmal einfach so zum Spaß. Ja, diese Sache mit dem Urlaub könnte mir gefallen. Vielleicht mach ich das jetzt öfter. So alle 2-3 Jahre. 😀 Ab und an Zeit für sich selbst, für das Zur Ruhe Kommen… das tut wirklich gut und schenkt viel Kraft.

Bispinger Heide

Kurz danach hieß es, im Center Parcs Bispinger Heide den 6. Geburtstag meines Lieblingsneffen (gut, er ist auch mein einziger, aber der Kleine ist für mich der Größte) feiern. Da gab es dann noch mehr Fotomotive: Verliebte Papageien, müde Flamingos, aufmüpfige Gänse… und natürlich mein Lieblingsmodell. Zeit für die Familie. Auch etwas, das man sich von Zeit zu Zeit nehmen sollte. Zeit mit den Menschen verbringen, die unwiderruflich zu einem gehören und die man gar nicht lange genug bei sich haben kann.

Berlin

Dann hatte ich die Freude, ein paar Freunde zu treffen. Vor allem eine von Ihnen habe ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen. Beinah ein Jahr ist unser letztes Treffen her. Zusammen haben wir Berlin unsicher gemacht und ich muss zugeben, dass auch hier eine gewisse neue Kamera nicht ganz unbeteiligt war (muss sich um eine Art von Sucht handeln). Aber es gab nicht nur etwas fürs Auge. Unsere Füße konnten ein Lied davon Singen – und unsere Mägen zum Glück auch. „Nudeln gehen immer!“ Und Zeit mit seinen Freunden zu verbringen ist eine nicht zu unterschätzende Bereicherung.

Wofür hab ich noch Zeit investiert? In Wettbewerbe. Zugegeben habe ich beide nicht gewonnen, aber den Versuch war es wert. Und auch wenn ich inzwischen wieder x Dinge gefunden habe, die ich beim nächsten Mal besser oder zumindest anders machen werde, gefallen mir meinen ersten beiden kompletten Illustrationen durchaus. Was meint ihr?

TMNT. Out of the Shadows

Das eine war eine Illustration für einen Kanaldeckel als Werbeaktion für den neuen Teenage Mutant Ninja Turtles. Out of the Shadows und das andere war für den Wettbewerb eines Wiener Klosters. Er stand unter dem Motto „Die Macht der Gier“.

 

Bei der Turtle-Illustration ging es darum, den Moment in Szene zu setzen, in dem die Turtles das erste mal aus ihren Schatten, aus der Kanalisation treten und sich gewissermaßen in die Morgensonne, ins Tageslicht wagen. Michelangelo passte da für mich gut. Er ist vielleicht nicht mutig wie Raphael, aber er ist optimistisch und offen gegenüber anderen. Etwas freaky-perfektionistisch sind die Augen in Relation zum Rest geraten. Wenn ihr auf das Bild klickt, seht ihr mehr Bilder dazu – unter anderem ein Close-up zu einem Auge. Darin spiegelt sich die Skyline samt aufgehender Sonne.

Gieromat

Der Gieromat ist schon etwas komplexer: Die Gier ist wie einer dieser Greifautomaten auf Jahrmärkten. Wir stehen davor. Wir wissen, dass wir nicht gewinnen können und doch werfen wir unsere Münzen hinein, weil wir gewinnen wollen, weil wir mehr haben wollen. Die Macht der Gier ist die Faszination an dem, was wir nicht haben und nicht brauchen, aber wollen; sie ist die Bereitschaft, Vertrauen, Freundschaft, Zeit und selbst sein Leben zu opfern auf der Suche nach dem „Mehr“, das satt macht. Die Unendlichkeit der Gier hat viele Gesichter. Der leere Blick der Mitspielerinnen – oder eher Gegenspielerinnen – liegt zusammen mit der Schärfe des Bildes auf dem vorderen Spiel. Dem Spiel um Geld. Selbst der Betrachter ist bereit, einen hohen Einsatz zu riskieren. Die Macht der Gier ist der Fokus auf das Eine, das wir so dringend wollen; der Tunnelblick, der uns alle Warnungen vergessen lässt.

BloodyNight Shoot der Mission

Und am aktuellsten: Es ist noch nicht lange her, da waren wir mit Mission:Change wieder unterwegs. Wieder in Brüssel zur BloodyNightCon Europe. Unsere Zielperson war diesmal Kat Graham und zum ersten Mal in unserer ehrwürdigen Geschichte, haben wir einem Star einen VIP-Agenten-Ausweis überreicht. Kat hat uns lange vor der Con schon unterstützt und half auch während des Events noch kräftig mit. Dennoch mussten wir diesmal wirklich alles geben, um eine angemessene Summe zu sammeln. Leider ist ein weiblicher Star wohl kein so großer Anreiz wie ein männlicher – egal wie passioniert und liebenswürdig sie ist. Uns hat diese Mission trotzdem viel Spaß gemacht. Wir wurden von vielen Seiten unterstützt und konnten so am Ende immerhin $1.450 (50-50) für das UNHCR und ichhelfe.jetzt sammeln (auf unserer Mission:Change-Seite erschien just heute unser Interview mit ichhelfe.jetzt – schaut vorbei). Ein paar Eindrücke vom Wochenende in Brüssel findet ihr durchs Klicken auf das Bild mit Kat und unserem Team. Im Bild Special Agentin Anja (hinten rechts), VIP-Agentin Kat (vorn rechts) und unsere zwei ganz neuen Volunteer-Agents Alex (vorn links) und Janina (hinten links). Das Bild entstand bei unserem Charity-Fotoshoot „BloodyNightShoot“ auf der BloodyNightCon Europe am Samstagabend. Auf dem Weg zu ihrem Dinner crashte Kat unser Fotoset. Dabei entstand diese tolle Erinnerung, die wohl bei keinem von uns eines Fotos bedarf.

Was Brüssel darüber hinaus noch zu bieten hatte? Dank Anjas Glück im Spiel ein Meet&Greet mit Michael Malarkey, den ich in wenigen Wochen auch hier in Berlin singen hören werde. Darüber hinaus ein paar schöne Erinnerungen und Fotos mit tollen Menschen, Worte, die Mut machen, von Nathaniel Buzolic, der mindestens so gerne predigt wie ich. Wir konnten drei von Kats Captains kennenlernen, die alle samt ganz großartige, offenherzige und hilfsbereite Menschen sind. Wir haben, wie bereits angedeutet, zwei neue Volunteers gewonnen und weitere in Aussicht (damit nähern wir uns unserer Vereins-Planung).

Inzwischen steht fest, dass ich auf der Comic Con in Stuttgart zu Gast sein werde und auf denen in Berlin und Dortmund mindestens als Künstler, wenn nicht auch als Autor anwesend sein werde. Auf der Buchmesse in Frankfurt und der Photokina könnt ihr natürlich auch mit mir rechnen. Auch wenn ich noch nicht weiß, in welchem Umfang ich da sein werde. Ich verspreche, es euch rechtzeitig wissen zu lassen. Wie ihr merkt: Mein Jahr ist bereits bestens gefüllt und ich freue mich auf jeden einzelnen Termin, der noch kommt. Dazwischen steht dann noch eine Websitereform für meine Künstler- und meine Autorenseite und vielleicht auch für diesen Blog an – das Bücher schreiben nicht zu vergessen!

Ach ja! Eine Neuigkeit hab ich noch. Seit einer Woche habe ich einen kleinen Nebenjob: Ich kümmere mich nun um die Crowdfunding-Plattform evangelisch-bildungsstark.de. Die Plattform will helle Köpfe unterstützen, die in Schulen und Gemeinden pädagogisch sinnvolle, integrative und christliche Projekte auf die Beine stellen wollen. Sie bringt Ideengeber und Wohltäter zusammen. Ich bin gespannt, ob es mir gelingen wird, diese Plattform wachsen zu lassen. Verdient hat sie es auf alle Fälle!

Es ist viel passiert und mein Flickr-Account ist dementsprechend gut gefüllt worden in letzter Zeit. Jedes Bild in diesem Artikel führt Euch zu meinem jeweiligen Foto-Ordner auf Flickr. Je nach Interesse seid ihr eingeladen, Euch dort umzuschauen. Viel Spaß mit den Erträgen meiner Foto-Sucht und bis bald!

Sincerely

the wingscriber pls sig

Guido Maria Kretschmer

by Mary Cronos

2015-05-07 18.04.342015-05-07 15.53.09Der Alltag lebt von spontanen Aktionen, die das Besondere aus jedem Tag herauskitzeln. Heute war dieses Besondere Guido! Wer kennt ihn nicht? Ich durfte ihn heute von Nahem sehen, einen Moment seiner Zeit für mich beanspruchen und eine Muttertags-Widmung in seinem neuen Buch abstauben. Und weil er am Montag Geburtstag hat, hab ich ihm ein Bild von seinem Partner und ihm selbst gezeichnet. Sein Manager hat es an sich genommen und ich hoffe sehr, dass es Guido gefallen wird! Wer weiß, vielleicht seht ihr es bald ja sogar auf Facebook. 😉 Ich fände das zumindest klasse. Aber Hauptsache, er freut sich.

2015-05-07 19.55.52Das letzte Jahr war für uns nicht einfach, aber Guido hat – so verrückt das auch klingen mag – diese schwere Zeit etwas erträglicher gemacht. Seine erfrischende, liebe aber vollkommen offene,ehrliche Art hat einfach angesteckt und uns lachen lassen, selbst wenn uns gar nicht danach war. Die Zeichnung ist deshalb meine Art, danke zu sagen. Ein toller Mann und live genauso wie im TV. Eben ein echt Echter.


 

2015-05-07 21.44.26Sometimes you have to do things just out of the moment. Without big plans. This way, special things are happening. One special thing that happend today, was Guido Maria Kretschmer. There is nearly noone in Germany who doesn’t know him. He is a wellknown fashion-designer, writer, has his own tv-show and an absolutely adorable character. For me it was a real pleasure to meet him today. Even if I had only a minute or two. He signed his new book for my mum, talked to me and I was able to hand a drawing out to his manager: him and his partner. Such a cute couple! Maybe he will like the drawing and post it on Facebook. That would be really cool. But more than everything else I just hope he will like it.

The last year was hard for us, but Guido and his show helped us – even if it sounds crazy. He gave us the chance to laugh in times, there was nothing else to laugh about. His lovely, kind, wellmannered, but also open and honest kind touched us in the best way. My drawing is my way to say thank you to this amazing man.

 

Sincerely

the wingscriber pls sig